"Neugier Unlimited"
Exkursion zum CERN am 10.02.2010
unter der Leitung von Prof. Dr. T. Birkhölzer
Weder Schnee noch Prüfungszeit konnten sie aufhalten: am 10.02.10 machten sich 26 EI'ler auf die Suche nach der dunkle Materie - oder anders gesagt, auf zu einer Exkursion zum CERN in Genf.

- Am Rastplatz

- 3D-Video-Vorführung
Nach viereinhalb Stunden Fahrt durch Staus musste das Mittagessen leider ausfallen, dafür gab es sofort eine Crash-Einführung ins CERN und in die Teilchenphysik: von der "Urneugier", die den Menschen vom Tier unterscheidet, zu Quarks und Higgs in 60 Minuten. Was jedem Studierenden in Umfang und Kompaktheit normalerweise ein Graus ist, geriet hier aber zu einer fesselnden Einführung in die Welt moderner High-Tech-Forschung.
Auch wenn manche Details (ein oder zwei Up-Quarks für ein Proton?) am Ende vielleicht doch nicht ganz hängenblieben, es wurde jedem klar, welchen Aufwand man für die Suche nach neuen unbekannten Teilchen und der unbekannten dunklen Materie benötigt. Die berichteten Zahlen und Werte sind beeindruckend - aber oft kaum fassbar: 15 Stockwerke hohe Detektoren, Teilchen mit 12 TeV Energie und tausendfacher Ruhemasse, Abkühlung auf
-271 Grad Celsius mit flüssigem Helium, 15 Pikosekunden Genauigkeit der Steuerung und Abläufe, Datenmengen im Petabyte-Bereich, ein Energieverbrauch in der Größenordnung der Region Genf, ...
Leider ist es natürlich nicht möglich, die entsprechenden unterirdischen Anlagen live zu sehen: Dies wäre sowohl für die Geräte (Verunreinigungen) als auch die Menschen (Gase, Radioaktivität, Explosionsgefahr) viel zu gefährlich.
Aber auch bei den anschließenden oberirdischen Rundgängen haben wir
einen bleibenden Eindruck von den Herausforderungen und Technologien bekommen, die in dem LHC (Large Hadron Collider) stecken.
Geführt wurden wir von Forschern des CERN, die solche Führungen direkt selbst übernehmen. Auf diese Weise bekamen wir technische Informationen aus erster Hand. Viel wichtiger war aber noch, sie haben uns eine ansteckende Faszination und Begeisterung für die Arbeit des CERN und die Forschung im Allgemeinen vermittelt, die keine Bücher, Folien oder Filme austrahlen können: Suche nach Neuem, aber auch die Offenheit, bestehende Hypothesen immer wieder in Frage zu stellen; weltweite internationale Zusammenarbeit und freier Austausch von Daten, aber auch der Wettbewerb um die besten Ideen; die Begeisterung für "matter" - ganz ohne den Blick auf "market".

- Zwei der drei Wissenschaftler, die uns geführt haben
Dieser Blickwinkel ist sicher eines der bleibenden Ergebnisse der Exkursion, selbst wenn diese Form der "Prüfungsvorbereitung" nicht sofort zu verwertbaren ECTS führt: Die "Urneugier" hat sich gelohnt und lohnt sich. Oder wie es in dem Einführungsvortrag hieß: Die Frucht der Neugier ist letztendlich Kultur, Hochschulkultur.










