Fakultäten

 

Elektrotechnik und Informationstechnik

Tag der Elektrotechnik 10.11.11

Firmenkontaktmesse: So viele Firmen waren es noch nie!

Auch dieses Jahr lud die Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik wieder Firmen aus ganz Deutschland ein, Kontakt mit den Studierenden der Automobilinformationstechnik, der Elektrotechnik, des Wirtschafts- ingenieurwesens und anderer technischer Studiengänge der HTWG aufzunehmen.

Der Andrang seitens der Firmen war äußerst groß. Erstmalig nahmen 40 Firmen an der Kontaktmesse von 11:00 bis 15:00 Uhr teil -- so viele Firmen gab es noch nie bei einem Tag der Elektrotechnik --, so dass das Messeareal dieses Jahr auf den ersten Stock des F-Gebäudes ausgedehnt wurde.

Auch seitens der Studierenden war das Interesse groß, sich bei den Firmenvertretern über Praktika, Abschlussarbeiten und Absolventenstellen zu informieren. Es gab viele ausgestellte Firmenprodukte anzuschauen, manchen ehemaligen Absolventen, der die HTWG nun in der Rolle eines Firmen- vertreters wieder besuchte, zu interviewen und natürlich auch viele Werbepräsente mitzunehmen.

Fotos von der Fimenkontaktmesse

Absolventenfeier: viele persönlich zu verabschiedende Absolventen

Abends ab 18:00 Uhr fand der Festakt zur Verabschiedung der Absolventen im Restaurant Seerhein statt.
Über 200 Absolventinnen, Absolventen und Gäste drängten in den Festsaal: ein sehr schönes Ambiente mit Gewölbedecke und Kronleuchtern für den Festvortrag und für die Verleihung der Urkunden und Preise. Der Festsaal (Ballsaal des Restaurants) wurde übrigens im Jahr 1900 zum ersten Mal genutzt.

Der Dekan Prof. Dr. W. Kleinhempel begrüßte die Absolventen und deren Familien. Den Grußworten des Präsidenten Dr. K. Handel schloss sich der Festvortrag von Dr. W. Herbst von der Firma centrotherm photovoltaics AG Konstanz mit dem Titel "Der stürmische Aufstieg der Photovoltaik -- Von wenigen Milliwatt im Labor zu vielen Gigawatt-Installationen heute" an.

Zwischen den Programmpunkten gab es schwungvolle musikalische Unterhaltung vom Bläserquintett der HTWG unter der Leitung von Laboringenieur J. Huber.Der anschließende unterhaltsame, aber auch kritische studentische Rückblick von Frau Katharina Gleixner und Herrn Manuel Held wurde mit viel Schmunzeln und Applaus bedacht.

Die Studiendekane Prof. Dr. H. Gebhard und  Prof. Dr. R. Leiner verabschiedeten danach die 69 anwesenden Absolventinnen und Absolventen der Bachelor-Studiengänge Elektrotechnik und Informationstechnik, Wirtschaftsingenieurwesen Elektrotechnik und des Master-Studiengangs Elektrische Systeme mit Urkunden und der Übergabe von "Tafel"-Tassen.

 

Die Bekanntgabe der diesjährigen Preisträger wurde vom Publikum mit besonderer Spannung erwartet:
Für ihre herausragenden Leistungen erhielten Felix Rey und Steffen Wälde den VDE-Preis, Johannes Fisel den MLP-Preis und Hannes Hörmann den IAV-Preis.

Die Laudatoren Prof. Dr. J. Reuter, Prof. Dr. C. Schick und Prof. Dr. W. Skupin (auch in Vertretung von Prof. Dr. G. Dobner) würdigten die hervorragenden Leistungen bei den Abschlussarbeiten. Ein überraschender Programmpunkt im Anschluss war die Würdigung der jahrzehntelangen erfolgreichen Arbeit der Laboringenieure Michael Lüth und Wolfgang Schreiber, die beide im Frühjahr 2012 in den Ruhestand gehen werden. Die Fakultät EI bedankte sich bei Herrn Lüth für 78 Semester, bei Herrn Schreiber für 75 Semester Tätigkeit an der HTWG mit dem erstmalig verliehenen EI-Leistungspreis.

 

Nach dem offiziellen Teil ging die Feier im Erdgeschoss weiter.  Am reichhaltigen Buffet aus kalten und warmen Speisen inkl. Nachtisch war für jeden Geschmack etwas dabei. Viele Gespräche über das vergangene Studium an der HTWG und über die neue berufliche Zukunft wurden bei lockerer Atmosphäre und guter Stimmung ausgetauscht.

Alles in allem kann man nur ein Fazit ziehen:
ein äußerst gelungener Tag an der Fakultät EI!

Alle Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Professoren der Fakultät wünschen den Absolventinnen und Absolventen alles Gute für ihren weiteren Lebensweg.

Text und Foto: Fakultät EI;
Der Dank der Fakultät gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Helfern im Hintergrund, die zum Gelingen des Tags der Elektrotechnik beigetragen haben.

Weitere Fotos von der Absolventenfeier
(Fotos: S. Sabovic)

Bericht der Pressestelle unter "Aktuelles":

10.11.11

Absolventen mit glänzenden Berufsperspektiven

Der fünfte Tag der Elektrotechnik war ein Erfolg: 40 Firmen – mehr als je davor – warben bei der Kontaktmesse um die Studierenden. Mit einem feierlichen Festakt verabschiedete die Fakultät für Elektro- und Informationstechnik im Anschluss ihre Absolventen, denen Dekan Prof. Dr. Werner Kleinhempel beste Berufsperspektiven bescheinigte.

Mehr als 200 Gäste waren in den Festsaal des Restaurants Seerhein gekommen, um mit den 69 Absolventen in festlicher Atmosphäre den Beginn eines neuen Lebensabschnitts zu feiern. Prof. Dr. Harald Gebhard und Prof. Dr. Richard Leiner wünschten jedem Absolventen der Bachelorstudiengänge „Elektro- und Informationstechnik“ und „Wirtschaftsingenieurwesen Elektro- und Informationstechnik“ sowie des Masterstudiengangs „Elektrische Systeme“ persönlich viel Erfolg für ihren weiteren Lebensweg.

Katharina Gleixner und Manuel Held warfen aus Sicht der Absolventen einen Blick zurück auf die vergangenen Jahre an der HTWG. Sie würdigten dabei auf humorvolle Art viele positive Erfahrungen, ließen aber auch kritische Punkte nicht unerwähnt. Mit etwas Wehmut erinnerten sie sich an manche Party, Vorlesung und Übung, gaben aber auch zu verstehen, dass sie sich auf einen neuen Lebensabschnitt freuten.

Die Elektrotechnik gehörte schon zu den Gründungsdisziplinen, als der Grundstein für die heutige HTWG im Jahr 1906 gelegt wurde. Aus ihr entwickelte sich die Informatik, wandelnde Anforderungen des Arbeitsmarktes zogen neue Studiengänge nach sich, erläuterte HTWG-Präsident Dr. Kai Handel in seinem Grußwort. Er kündigte an, dass die Hochschule weiterhin mit innovativen Angeboten auf die Bedürfnisse der Gesellschaft antworten werde. Beispielsweise wurden kombinierte Studiengänge wie Wirtschaftsingenieurwesen entwickelt, berufsbegleitende Studiengänge werden angeboten und weitere konzipiert, um lebenslanges Lernen zu ermöglichen.
Welche Dynamik elektrotechnisches Wissen entwickeln kann, zeigte Dr. Wolfgang Herbst von der Konstanzer Niederlassung von Centrotherm, einem Spezialisten in der Herstellung von Produktionsanlagen für Photovoltaikanlagen. In seinem kurzweiligen Vortrag schilderte er den stürmischen Aufstieg der Photovoltaik und kündigte beim Blick in die Zukunft einen weiter steigenden Bedarf an Elektrotechnikern an. So seien sie bei der Entwicklung von Speichertechnologien gefragt, die das zeitliche Missverhältnis zwischen Bedarf und Aufkommen von Strom aus den alternativen Quellen Wind und Sonne ausgleichen.  

Felix Rey erhielt von Thomas Gaetje den VDE-Preis für seine Abschlussarbeit zum Thema "Flux-Channel Models of Solenoid Valves".


Für besonders hervorragende Abschlussarbeiten erhielten vier Absolventen einen Leistungspreis. Thomas Gaetje vom VDE (Verband der Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik) überreichte Felix Rey und Steffen Wälde den VDE-Preis. Rey hatte sich in seiner Bachelorarbeit zum Thema „Flux-Channel Models of Solenoid Valves“ mit der Modellierung magnetischer Felddiffusion beschäftigt. Laudator Prof. Dr. Johannes Reuter hob seine strukturierte Herangehensweise und die Präzision dabei hervor, die an ein Schweizer Uhrwerk erinnert habe. Die wissenschaftliche Tätigkeit des Studenten fand in drei Publikationen Widerhall und sei in der Forschungswelt positiv beachtet worden.

Thomas Gaetje (rechts) überreichte auch Steffen Wälde den VDE-Preis. Er hatte zu "Aufbau und Entwurf eines zeitkontinuierlichen Bandpass-Sigma-Delta-Modulators vierter Ordnung" gearbeitet.


Prof. Dr. Christoph Schick betonte Steffen Wäldes Ehrgeiz, sich mit seinem Bachelorthema „Aufbau und Entwurf eines zeitkontinuierlichen Bandpass-Sigma-Delta-Modulators vierter Ordnung“ erfolgreich in ein für ihn neues Themenfeld eingearbeitet habe. Dabei ging es darum, ein Verfahren zu testen, mit dem man einen Delta-Sigma-Modulator (ein Verfahren, um analoge in digitale Signale zu wandeln) für hohe Frequenzbereiche entwerfen kann. Die Erschließung hoher Frequenzbereiche spielt vor allem bei der Funkkommunikation (Handy, WLAN usw.) eine wichtige Rolle. Wälde habe durch schnelle Auffassungsgabe und fokussiertes Arbeiten die Bachelorarbeit in beachtlichem Tempo erarbeitet, aber dennoch das Thema tief durchdrungen.

Johannes Fisel (links), Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen, erhielt von Tolga Lempp den MLP-Preis.


Im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen erhielt Johannes Fisel den MLP-Preis von Tolga Lempp, MLP. Er hatte das Thema „Weiterentwicklung und Anbindung einer Motordatenbank an ein Competitive Intelligence System“ bei MAN Augsburg bearbeitet. „Und zwar so gut, dass die Datenbank bereits mit großem Erfolg eingesetzt wird“, erläuterte Laudator Prof. Dr. Wolfgang Skupin. Fisel habe das Projekt mit hoher Eigeninitiative begleitet und die Schnittstelle des Studiengangs zwischen Technik und Wirtschaft hervorragend genutzt.

Hannes Hörmann (links), Absolvent des Master-Studiengangs "Elektrische Systeme" erhielt von Dr. Bernd Hayn, IAV GmbH, den IAV-Preis.


Hannes Hörmann, Absolvent des Masterstudiengangs „Elektrische Systeme“, erhielt von Dr. Bernhard Hayn, IAV GmbH, den IAV-Preis für die Arbeit „Design and Construction of a New Generation of Contiguous Multiplexer in Coupler-Filter-Combiner Technology“. Prof. Skupin erinnerte sich in seiner Laudatio an den Moment, als Hörmann ihm das Thema vorgeschlagen hatte. Er habe zwar keine Zweifel gehabt, dass Hörmann es bearbeiten könne, wusste aber, dass ein enormer Aufwand und die Erarbeitung von viel neuem Fachwissen Voraussetzung sein würden. Hörmann habe die Aufgabe mit Bravour erledigt und ein zukunftsweisendes Konzept entwickelt sowie die mögliche Realisation in der Simulation bewiesen. Die Schweizer Firma MIRAD Miocrowave AG, die das Thema zur Verfügung gestellt hatte, hat Hörmann bereits eingestellt.

Nicht nur Studierende, sondern auch Mitarbeiter der Fakultät wurden ausgezeichnet: Prof. Thomas Birkhölzer (rechts) verlieh an die Laboringenieure Wolfgang Schreiber und Michael Lüth den "EI-Leistungspreis" für ihr fast 40-jähriges Lebenswerk.


Aber nicht nur Absolventen wurden geehrt, sondern auch Mitarbeiter der Fakultät. Prodekan Prof. Dr. Thomas Birkhölzer verlieh den „EI-Leistungspreis  für besondere Leistungen bei der Weiterentwicklung von Studierenden und Dozenten“ an die Laboringenieure Michael Lüth und Wolfgang Schreiber für ein fast 40-jähriges Lebenswerk. Über 75 bzw. 78 Semester haben sie bereits viele Generationen von Studierenden in den Labors der Elektro- und Informationstechnik begleitet. „Dabei lag immer ihr Interesse in unserem eigentlichen Geschäft: Der Lehre und Ausbildung unserer Studierenden“, betonte Prof. Birkhölzer. Semester für Semester zeigten sie unermüdlichen Einsatz und begleiteten kompetent, gut gelaunt und mit Humor immer wieder aufs Neue die Studierenden.
Nach dem Festakt ging die Feier weiter: Der Tag der Elektrotechnik fand seinen Abschluss bei einem reichhaltigen Buffet und guten Gesprächen in lockerer Atmosphäre, in der sich Absolventen und Lehrende über das vergangene Studium und die berufliche Zukunft auf Augenhöhe austauschten.

Seit fünf Monaten war die Firmenkontaktmesse ausgebucht. 40 Firmen präsentierten sich den Studierenden.

Ein Programmpunkt des Tags der Elektrotechnik war eine äußerst erfolgreiche Firmenkontaktmesse, in der sich 40 Firmen – fast doppelt so viele wie im vergangenen Jahr – den Studierenden der Automobilinformationstechnik, der Elektotechnik, des Wirtschaftsiningenieurwesens und anderer technischer Studiengänge der HTWG präsentierten. Auch seitens der Studierenden war das Interesse groß, sich bei den Firmenvertretern über Praktika, Abschlussarbeiten und Absolventenstellen zu informieren. Unter anderem gab es die Möglichkeit, manchen HTWG-Absolventen, der die Hochschule nun in der Rolle eines Firmenvertreters wieder besuchte, zu befragen. (aw)