Forschung

 

Konstanz Institut für Corporate Governance - KICG

Leitlinien für das Management von Organisations- und Aufsichtspflichten

KICG erarbeitet Handlungsempfehlungen für die Ausgestaltung und Beurteilung von Compliance-Management-Systemen

 

Das KICG hat in dem Zeitraum vom 01. November 2011 bis 31. Dezember 2013 das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Forschungsprojekt "Leitlinien für das Management von Organisations- und Aufsichtspflichten" bearbeitet.

Projektziel

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt hatte zum Ziel, die Anforderungen zur Erfüllung der wesentlichen Organisationspflichten (Organisations- und Aufsichtspflichten) bei der Leitung und Überwachung von Unternehmen zu identifizieren, die Prinzipien der dazu erforderlichen Management-Maßnahmen zu untersuchen sowie daraus abgeleitete „Leitfäden zur Beurteilung der Organisations- und Aufsichtspflichten“ für Unternehmen unterschiedlicher Compliance-Komplexitätsstufen zu erstellen.

Als Forschungsergebnisse sind aus dem Projekt insgesamt sechs Dokumente entstanden, die auf der Projektseite Compliance-Pflichten zum Download bereit stehen.

Projektleiter

Prof. Dr. Stephan Grüninger
RAuN Dr. Roland Steinmeyer
Prof. Dr. habil. Josef Wieland

Projektmitarbeiter

RA Maximilian Jantz
Dipl.-Betriebswirtin (FH) Christine Schweikert  

Projektlaufzeit

1. November 2011 bis 31. Dezember 2013 

Förderer

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Förderkennzeichen: 17044X11

KICG-Studie erforscht Compliance-Kommunikation in deutschen Unternehmen

Die Kommunikationsagentur Martin et Karczinski und Prof. Dr. Stephan Grüninger befragten über 60 Chief Compliance Officer

 

Gemeinsam mit Martin et Karczinski, der Münchner Agentur für Corporate Identity und Corporate Design, hat das Konstanz Institut für Corporate Governance eine Studie zum Thema Compliance veröffentlicht. Anhand einer grundlegenden Analyse zeigt ›Kommunikationspotenziale in Compliance-Systemen deutscher Unternehmen‹, wie Fragen der Regelbefolgung auch für große Konzerne extern an Glaubwürdigkeit und intern an Überzeugungskraft gewinnen können. Chief Compliance Officers und Compliance Officers von 64 zum überwiegenden Teil börsennotierter Unternehmen kommen in der Studie auch in Zitaten zu Wort.


Angesichts anhaltender Skandale und der damit verbundenen Image- bzw. Vertrauensverluste ist Integritätsmanagement ein wichtiger Schlüssel für die Bewältigung der Zukunft geworden. Auf über 144 Seiten liest sich ›Kommunikationspotenziale‹ nicht nur auf Grund der Aussagen von Compliance-Verantwortlichen in Unternehmen wie Adidas, Siemens und Deutsche Telekom spannend wie ein Krimi. Den Autoren gelingt es auch, Erfolgsfaktoren für funktionierende Compliance schlüssig zu isolieren. Hierzu gehören qualitativ hochwertige Schulungsprogramme, an denen Vertreter des Top-Managements genauso teilnehmen wie Mitarbeiter in sensiblen Funktionen. Der zweite Erfolgsfaktor ist die Zurechnung von Compliance in die Linienverantwortung der Führungskräfte (›Tone from the top‹). Der dritte Erfolgsfaktor ist der Kern einer jeden funktionierenden Compliance: die Kommunikation. »Integritätsmanagement funktioniert nur im Zusammenspiel von unterschiedlichen Kommunikationsinstrumenten und -kanälen«, fasst Professor Dr. Stephan Grüninger vom Konstanz Institut für Corporate Governance zusammen. »Die Studie zeigt, dass Compliance über die Marke kommuniziert werden und so Chancen zur Förderung der Identifikation von Mitarbeitern in Unternehmen in sich tragen kann«, ergänzt Daniel Karczinski (Martin et Karczinski). »Dieses Ergebnis bestätigt uns in unserer täglichen Compliance-Arbeit, zum Beispiel mit der AUDI AG«.

Die Studie „Kommunikationspotenziale in Compliance-Systemen deutscher Unternehmen“ ist ab sofort über eine Email an compliance-studie@htwg-konstanz.de oder compliance-Studie@metk.de für 38,90 Euro zzgl. MWSt erhältlich.

Ein Auszug der Studie steht hier für Sie zum Download bereit.

Anti-Fraud Management im Mittelstand

Das Forschungsprojekt „Anti-Fraud Management im Mittelstand“ untersucht die Corporate Governance und besonders die Compliance in mittelständischen und Familienunternehmen. Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Management-Modells zur nachhaltigen Unternehmensführung von mittelständischen Unternehmen und zur Risikoreduzierung und Prävention wirtschaftskrimineller Handlungen.

Projektleiter

Prof. Dr. habil. Josef Wieland
Prof. Dr. Stephan Grüninger

Projektmitarbeiter

Andreas Heck
Christine Schweikert  

Projektlaufzeit

1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2011  

Förderer

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg