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Internationales Management Asien

Asiatischer Abend begeisterte durch Vielfalt

Der große Ansturm auf die Restkarten an der Abendkasse zeigte, dass der Asiatische Abend in Konstanz ein großer Publikumsmagnet geworden ist. Auch diesmal wurden die Zuschauer mit einem vielfältigen Streifzug durch verschiedene Gegenden Asiens für ihre Vorschusslorbeeren belohnt.

Schwerpunkte der Veranstaltung, die von Studierenden des Studiengangs Wirtschaftssprachen Asien und Management organisiert und durchgeführt wurde, war in diesem Jahr Indonesien. Das Staatsmoto Indonesiens „Einheit durch Vielfalt“ war passend zum Ziel des Abends gewählt: zu zeigen, dass die Lieder, Tänze und Gesänge aus den unterschiedlichsten Ländern Asiens dennoch über alle Grenzen und Gegensätze hinweg verbinden können. Darüber hinaus gaben sie einen Einblick in den großen kulturellen Reichtum des Kontinents.

Die Darbietungen reichten denn auch vom chinesischen Löwentanz und einer Kampfshow über Gamelanmusik und Lieder mit dem Bambusinstrument Anklung bis hin zu Tänzen aus Nepal und Indonesien. Einen starken Auftritt hatte Harianu Harsita, der zu den Wenigen gehört, die das südindische Thullal-Theater in Deutschland bekannt gemacht haben. Ein Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Gruppe Transmongolia mit ihren „Gesängen des Himmels“, die mit ihrer Obertonmusik die tiefe Verbundenheit der mongolischen Nomaden mit der Natur und den Tieren vermittelte und mit ihrem Kehlkopfgesang das Publikum in den Bann zog. Wissenschaftlich, jedoch keineswegs trocken, war der Auftritt von HTWG-Urgestein Professor Dr. Erich Zettl, der das Publikum mit einem Vortrag zum Thema „Wie kam das chinesische Porzellan nach Europa“ begeisterte.

Löwentänze gehören in China zur Willkommenskultur. Der Asiatische Abend wurde ebenfalls damit eröffnet.
HTWG-Studierende zeigten, welche komplexen Lieder entstehen können, wenn Anklungs, die jeweils nur einen Ton hervorbringen, gemeinsam harmonieren.
Harianu Harshita alias Hartmut Schmidt bot mit seinem Mimik- und Körperbetonten Auftritt bestes südindisches Thullal-Theater.
Mit Obertonmusik der Extraklasse zog die Gruppe Transmongolia das Publikum in ihren Bann, ihr Gesang des Himmels vermittelte die Einzigartigkeit mongolischer Volksmusik.

Welchen Stellenwert Indonesien der Veranstaltung beimaß wurde an der Anzahl der Ehrengäste aus Indonesien deutlich, die daran teilnahmen: Perry B. Pada, stellvertretender Botschafter der Republik Indonesien in Deutschland, Dr. Ahmad Saufi, Attaché für Bildung und Kultur Indonesiens in Berlin, Wahyu Hersetiati, Leiterin des Generalkonsulats in Frankfurt und Renate Albrecht vom Generalhonorarkonsulats Indonesiens in Stuttgart. Begrüßt wurden sie und das Publikum von Professor Dr. Helmut Weber aus dem Studiengang und von Dr. Christiane Kreitmeier als Vertreterin der Stadt Konstanz, deren Oberbürgermeister Ulrich Burchardt die Schirmherrschaft übernommen hat.

Der „Stellenwert der Hochschulkooperationen mit Indonesien ist für den Studiengang Wirtschaftssprachen Asien und Management sehr hoch“, wie Professor Dr. Helmut Weber betont. Der Schwerpunkt, „besonders der sprachlichen Ausbildung in der Studienrichtung Südost- und Südasien liegt nach wie vor auf Indonesien, und insofern sind gute Partnerschaften sehr wichtig“. Deshalb seien auch „die Beziehungen zu den diplomatischen Vertretungen von großer Bedeutung. Da sind wir exzellent aufgestellt, wie auch der Abend gezeigt hat“ so Weber.

Zum Erfolg des Abends trugen auch Andi Nurhaina und Felix Strasser bei, die mir ihrer munteren Moderation das Publikum mit Humor zu den einzelnen Programmpunkten lotsten. ac