CS-IC Forschungscenter
Complex Systems Innovation Center (CS-IC)
Forschungsgegenstand des CS-IC Forschungscenters der HTWG Konstanz ist die Innovation komplexer Systeme, wie sie insbesondere für das Wirtschaftsingenieurwesen im Kontext komplexer Produkt- und Prozessinnovationen von Belang sind.
Das CS-IC stellt Gründern einen weiteren interessanten Service zur Verfügung, der die Effizienz von Gründungsprozessen erheblich steigert und einen zentralen Hebel für die strategische wie operative Unternehmensentwicklung markiert: ein laufend überarbeitetes und ergänztes Portfolio an Referenzprozessen, das sich an der industrieübergreifenden APQC-Prozessklassifikation orientiert.
In dem industrieübergreifenden APQC Process Classification Framework (PCF) sind sämtliche Prozesse klassifiziert, die branchenübergreifend primäre wie unterstützende Wertschöpfungsaktivitäten sämtlicher Unternehmen, einschließlich aller industriellen Sektoren, repräsentieren. Für bestimmte Sektoren wie die Luft- und Raumfahrt, die Automobilindustrie oder den Bildungsektor stehen darüber hinaus industriespezifische PCFs zur Verfügung.
Das CS-IC modelliert diese Prozesse nach EPK und BPMN Notation und optimiert die Prozesse des APQC PCF unter Komplexitätsgesichtspunkten. Dabei wird auf der Basis der Prozessmodelle der entscheidenden Frage nachgegangen, wie sich auf Grundlage softwaregestützter Prozessbetrachtung konkrete Wettbewerbsvorteile realisieren lassen. Ohne eine solche Erörterung des Prozessdesigns zur konkreten Umsetzung von Wettbewerbsstrategien beschränkt sich jede Strategiediskussion auf ein Blue Sky Visioning - und ist damit für die praktische Realisierung von Gründungsvorhaben gänzlich unbrauchbar. Im Kontext der Geschäftsprozessoptimierung besteht ein weiterer Forschungsschwerpunkt in der Frage, wie sich Prozesse durch Informations- und Wissenssysteme unterstützen bzw. automatisieren lassen.
Ein wesentlicher Fokus der Arbeit des CS-IC bilden die Innovationsprozesse zur Integrierten Produkt- und Prozessentwicklung (IPP). Wie lassen sich in komplexen Systemen komplexe Produkte und komplexe Prozesse im Rahmen komplexer Projekte entwickeln? Hier geht es im Wesentlichen um webbasierte Enterprise 2.0 Lösungen zur agilen Projektsteuerung und zum operativen Vollzug des ansonsten kaum praktisch umsetzbaren Open Innovation-Gedankens. Ein weiterer Schwerpunkt, der gerade für technologieorientierte Gründungen wesentlich ist, besteht in dem prozessorientierten Product Lifecycle Management (PLM). Auch hierfür entwickelt das CS-IC systemneutrale Referenzprozesse, insbesondere zum Komplexitätsmanagement im PLM (Produktarchitekturen, Varianten, Prozessarchitekturen).
Neben dem CS-IC ist das Business Creation and Development Center (BC-DC) ein zweites Forschungscenter von Prof. Behnen, das Gründungsprozesse unterstützt.
Für interessierte Studierende stehen auf beiden Forschungsgebieten spannende Themen für Projekt- und Abschlussarbeiten bereit. Eine aktuelle Themenliste erhalten Sie per Mail.





