Bachelor

 

Architektur (BA6/BA8)

Die Gewinner des studentischen Wettbewerbs freuen sich mit den Auslobern und Betreuern: Hendrik Porst, Marius Storz, Matthias Letzner, Simon Nessler, Prof. Eberhard Schlag, Petra Reinmöller, Petra Hinderer, Paul Neyrinck (v. l.)

Die Idee zu einem „Café mitten im Leben“ entstand im Hospizverein Konstanz schon vor Langem, nun lobte der Vorstand einen studentischen Ideenwettbewerb aus. Denn Wollmatingen wächst, aber ein zentraler Anlaufpunkt, ein Ort des Austausches fehlt. Auch Besucher des dortigen Konstanzer Hauptfriedhofs vermissen eine Lokalität, die der Trauer einen schützenden Raum bietet. In Kombination mit moderner Gastronomie könnten beide Anliegen durch die zukunftsweisende Variante eines Begegnungszentrums befriedigt werden.

Studierende der Studiengänge Architektur und Kommunikationsdesign unter der Leitung von Professor Eberhard Schlag vom Fachgebiet Architektur und Design erarbeiteten in gemischten Teams Konzepte, die neben dem Gebäude- und Möblierungsentwurf auch den Außenraum und die grafische Erscheinung des Cafés enthielten. Die Bandbreite der Arbeiten war groß, die sehr individuellen Entwürfe durchweg auf hohem Niveau, wie die Jury aus Mitgliedern der städtischen Bauverwaltung, des Hospizvereins und der Lehre konstatierte. Einstimmig fiel die Wahl auf den Entwurf „Friedlich“ von Anna Fedorov, Matthias Letzner, Paul Neyrinck und Marius Storz.

Auf dem langgezogenen Gelände am Eingang des Friedhofs kreierten die Studierenden ein Gebäude, das „zwei Willkommen ausspricht: eines zur Straße mit einem lebendigen Café, eines in Richtung Trauerhalle“, so Petra Hinderer, die Geschäftsführerin des Hospizvereins. Auch Baubürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn sieht darin einen „gelungenen Entwurf, der charmant auf den Ort eingeht“ und mit einem ruhigen Kaminzimmer als Rückzugsort und einem größeren Raum, den Trauergesellschaften nutzen können, auch seine zweite Bestimmung voll erfüllt. Natürliche Materialien wie Stampflehm und Holz schaffen eine Atmosphäre der Geborgenheit.

Die vielfältigen Entwürfe machten deutlich, dass ein Begegnungszentrum am Konstanzer Hauptfriedhof in Wollmatingen möglich ist. Sie dienen jetzt als Grundlage für einen weiterführenden Architektenwettbewerb. Allerdings muss dafür erst noch die Finanzierung eines solchen Vorhabens gesichert werden.

Zur Straße hin lädt ein lebendiges Café die Wollmatinger ein
Wer aus der Trauerhalle kommt, wird von einem behaglichen Kaminzimmer in Empfang genommen