Forschung

 

Institut für Strategische Innovation und Technologiemanagement - IST

CoPS

CoPS ist eine Anwenderforschungsgruppe, bei der das IST mit dem internationalen Forschungsinstitut CeTIM der Universität Leiden/Niederlande zusammenarbeitet.

CoPS verbindet Grundlagenforschung mit innovativen Anwendungen in der Praxis im Bereich der Managementsysteme und vor allem des Innovationsmanagements. Thematische Schwerpunkte sind Integriertes Kompetenzmanagement, Dynamic Capabilities/Veränderungskompetenzen, Open Innovation. Für die entwickelten Systeme wurden renommierte Innovationspreise verliehen.

Als geschäfts- und anwendungsorientierte Plattform wird CoPS durch Experten aus Industrie und Wissenschaft unterstützt und durch die Hochschule Konstanz wissenschaftlich geführt und moderiert. Die Leitung hat dabei Prof. Dr. Guido Baltes. Die entwickelten Anwendungen sind Grundlage erfolgreicher Unternehmensgründungen sowie erfolgreicher Veränderungs- und Innovationsprozesse.

Über die IST Dialogveranstaltung "Strategic Management Perspectives"

Bei der vom IST initiierten Dialogveranstaltung "Strategic Management Perspectives", SMP, tauschen sich jedes Jahr im November geschäftsverantwortliche Führungspersönlichkeiten aus Großunternehmen und Mittelstand zu aktuellen Themen im strategischen Management aus. In einem exklusiven Rahmen geben hochkarätige Referenten Impulse für den unternehmensübergreifenden Erfahrungsaustausch. Im Fokus der Veranstaltung stehen Herausforderungen strategischer Erneuerungen in innovationsorientierten Märkten. Erfahrungen mir Corporate Entrepreneurship werden vor dem Hintergrund beschleunigter Veränderungen im Markt und Technologie diskutiert.

Die fünf Service-Gebote – Studie zu den Erfolgsmustern von Service Champions

In einer Studie des IST und der h&z Unternehmensberatung AG zu den Erfolgsmustern anerkannter Service Champions wurden die fünf zentralen Serviceaspekte untersucht, die deren Geschäftserfolg begründen. Studienteilnehmer waren unter anderem Giesecke & Devrient, Siemens, Lufthansa Technik, Hewlett Packard, Xerox und Würth.

Unternehmen fällt es zunehmend schwer, sich über Innovationen im Produktgeschäft zu differenzieren. Der Wettbewerb findet zunehmend über den Preis statt – eine seitens der Unternehmen unerwünschte Entwicklung. Neue Geschäftsmodelle bieten sich aber im Servicegeschäft an und damit die Möglichkeit, sinkenden Margen zu kompensieren. Dazu müssen die Unternehmen das Servicegeschäft unternehmensübergreifend betrachten und dessen Beitrag zum Gesamtumsatz sehen. Ziel ist es, auf Basis bestehender Produkte und Services, neuen Mehrwert zu erzeugen und so die Kunden langfristig an das Unternehmen zu binden.

Im Servicegeschäft lassen sich zwei Wachstumsbereiche unterscheiden: produktbezogene Services wie beispielsweise die Wartung und Value-added Services, also Dienstleistungen, die häufig auf neuen Geschäftsmodellen basieren. Produktbezogene Services bieten hohe Gewinnmargen und stehen oft im Fokus des Managements. Jedoch weisen sie ein begrenztes Umsatzpotential auf, da sie sich allein auf die installierte Basis beziehen. Ein aussichtsreiches Wachstum besteht für Unternehmen in neuen Service-Geschäftsmodellen. Diese Geschäftsmodelle haben das IST und h&z untersucht und fünf Service-Gebote ausgemacht

1) Fly or die
Serviceerfolge stellen sich nicht über Nacht ein. Sie sind vielmehr von langer Hand vorbereitet und bedürfen entsprechender Investitionen. Das Servicegeschäft muss dazu im Unternehmen strategisch verankert sein.

2) Inspire trust – it sells?
Das Servicegeschäft wächst mit dem engen Vertrauensverhältnis zwischen Unternehmen und Kunden. Das erfordert auch ein angepasstes Geschäfts- und Erfolgsmodell sowie Kontinuität.

3) Always innovate?
Innovation fußt auf einer tief im Unternehmen verwurzelten Bereitschaft und Förderung, immer wieder Neues zu wagen und einem tiefen Kundenverständnis. Dabei zahlt sich eine enge und strategisch geplante, kontinuierliche Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern aus.

4) Standardize individual service?
Individualisierung im Servicegeschäft setzt ein gewisses Maß an Standardisierung in den Prozessen und in ihrer kontinuierlichen IT-Unterstützung voraus. 

5) Everybody has to be part of the game?
Der Servicegedanke muss im ganzen Unternehmen gelebt werden – angefangen beim Management bis hin zu Vorbildern in verschiedenen Abteilungen und Hierarchien. Das erfordert auch grundlegende Veränderungen in der Unternehmenskultur.

Bei Interesse an der Studie wenden Sie sich bitte an gbaltes@htwg-konstanz.de