Studenten bauen sich ein Haus
Man stieg auf Dächer und in Gerüstmodule, man bestaunte durchtrennte Schiffe und perfekte Animationen. Heiß war es und ziemlich beeindruckend. 22 Studenten der Masterstudiengänge Architektur und Kommunikationsdesign haben in Kleingruppen sechs Entwürfe erarbeitet, Modelle gebaut, Pläne gezeichnet. Betreut wurden sie von Prof. Brian Switzer und Eberhard Schlag. Einer Jury, in der neben Professoren auch Präsident Dr. Kai Handel und Vizepräsidentin Dr. Andrea Steinhilber vertreten waren, präsentierten die Studenten zum Semesterende ihre Arbeiten.
Zwei Preise hat die Jury vergeben:
»Werft«: Der Entwurf mit dem Titel »Werft« spielt auf die Nähe der Hochschule zu Rhein und Bodensee an. Alte Container als Hülle für ein hochmodernes Innenleben samt bespielbarer Außenfassade – diese Idee hat die Jury überzeugt (Foto unten links).
»Schubraum«: Ebenfalls von der Jury mit einem Preis prämiert wurde das bewegliche Gebäude »Schubraum«, dessen zweites Stockwerk via Zahnradantrieb nach vorne geschoben werden kann (Foto eines Nebengebäudes unten rechts).
Eine Anerkennung der Jury gab es für folgende Arbeiten:
»Flagship«: Ein ausrangiertes Bodenseeschiff in der Mitte auseinanderschneiden, das Heck hochklappen und zwischen die beiden Schiffsteile einen Neubau setzen – gleich mit einer für die Region spannenden Idee begann der Rundgang.
»Alm«: Die Milka-Melodie im Aufzug ließ es erahnen: Es sollte hoch hinaus gehen. Auf dem Dach des Hauptgebäudes hatten die Studenten ausrangierte Sessellift-Sitze für die Jury aufgestellt – ein sonniges Plätzchen für die luftige Idee, auf das Gebäude eine saisonal nutzbare »Alm« aufzustocken.
»Roofbox«: Bauen mit Kunststoffboxen – was im Kinderzimmer geht, funktioniert auch im großen Stil. Eine Firma hat eigens Boxen für das Modell hergestellt. Und auch die Gestalter der »Roofbox« haben sich ein Hochschuldach ausgesucht. Auf dem G-Gebäude platzieren sie ihren avantgardistischen Lernraum.
»Framework«: Und wieder ging es hinauf zum vielleicht gewagtesten Modell: Denn »Framework« setzt dem ziegelgedeckten C-Gebäude ein Gerüst aufs Dach, in das verschiedene Module eingesetzt werden sollen – unübersehbar.
»Advantage«: Drei eingeschossige Gebäude hingegen sieht der Entwurf »Advantage« vor. Transparente Rolltore und verschiebbare Arbeitsmodule sorgen für größtmögliche Flexibilität, der Hof in der Mitte für eine Begegnungszone nahe am Wasser.





