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Nachrichten aus der HTWG

08.09.16

Kooperation mit Universität in Kolumbien besiegelt

Die Hochschule Konstanz und die Universidad Pontificia Bolivariana mit Standorten unter anderem in Bucaramanga und Medellín (Kolumbien) wollen in Zukunft enger zusammenarbeiten. Ein entsprechendes Abkommen unterzeichneten Präsident Carsten Manz und der Rektor des Standortes in Bucaramanga Mons. Primitivo Sierra Cano.

Ein intensiverer Austausch von Studierenden und Professoren sowie Zusammenarbeit in der Forschung sind die Ziele der Kooperation. Die Wurzeln der Beziehungen zwischen beiden Hochschulen begannen allerdings bereits vor einigen Jahren zu sprießen. René Carreno Olejua, ein kolumbianischer Doktorand, entwickelte Anfang des Jahrhunderts eine innovative Schneidemaschine, die berührungslos und nur durch einen scharfen Wasserstrahl Obst optimal schälen konnte. Carrenos Traum damals war, die Entwicklung, die viel optimaler und hygienischer Obst schält, in seinem Heimatland zum Einsatz zu bringen und so die Obstverarbeitung stärker zu fördern. Carreno, der während seines Aufenthaltes in Konstanz im Studiengang Umwelt- und Verfahrenstechnik von Professor Dr. Werner Hofacker betreut wurde, ist heute wissenschaftlicher Direktor eines agroindustriellen Instituts an der Universidad Pontificia Bolivariana in Bucaramanga und sicher einer der Motoren der nun auch formell besiegelten Kooperation zwischen den beiden Hochschulen.

Präsident Professor Dr. Carsten Manz begrüßt die Partnerschaft zwischen den beiden Hochschulen, die „das Potential hat, über mehrere Fächer als nur in der Umwelt- und Verfahrenstechnik weiter zu gedeihen. Zwar sind die Initialzündungen solcher Beziehungen oft dem Engagement Einzelner zu verdanken, doch auf dieser Basis kann viel mehr aufgebaut werden“. (ac)

Der Rektor des Standortes in Bucaramanga Mons. Primitivo Sierra Cano und HTWG-Präsident Prof. Dr. Carsten Manz unterzeichneten ein Abkommen zur weiteren Zusammenarbeit.

 

Das Hochschulfernsehen der Universidad Pontificia Bolivariana in Bucaramanga berichtete über den Besuch von HTWG-Präsident Prof. Dr. Carsten Manz:

https://www.youtube.com/watch?v=h-1A4T2VHyw

Informationen über die Beziehungen zwischen Deutschland und Kollumbien

Deutschland und das Land Baden-Württemberg formulierten in jüngster Zeit immer wieder ihr Bestreben, die Beziehungen zu Kolumbien auszubauen – auch um den laufenden Friedensprozess zu unterstützen. Zwischen Deutschland und Kolumbien bestehen seit langem freundschaftliche und zunehmend enge Beziehungen, zu denen die deutsche Wirtschaft, Wissenschaftsaustausch, kulturelle Einrichtungen und die entwicklungs-politische Zusammenarbeit beitragen.
2015: Außenminister Steinmeier in Kolumbien
2014 und 2011: Besuch Präsident Santos in Deutschland
2013: Bundespräsident Joachim Gauck in Bogotá und Medellín
Unterstützung des Friedensprozesses durch BRD und EU

Wissenschaftlicher Austausch
Die Aufbruchsstimmung hat nach Auffassung von BW-International, dem Kompetenzzentrum des Landes Baden-Württemberg zur Internationalisierung von Wirtschaft und Wissenschaft,  auch Hochschule und Wissenschaft erfasst. Kolumbien wahrt laut BW-I hohe Qualitätsstandards in der Ausbildung, verfügt über ein gut ausgebautes Hochschulsystem und bietet ein breites Spektrum an zukunftsorientierten Forschungsthemen. Das Land setzt in der Wissenschaft bewusst auf strategische Vernetzung und internationale Zusammenarbeit.
Die wissenschaftlichen Beziehungen mit Deutschland sind bereits eng. Davon zeugen rund 2500 kolumbianische Studierende an deutschen Universitäten sowie Universitätspartnerschaften, der Austausch von Wissenschaftlern und Dozenten und die Zusammenarbeit im Rahmen von Stipendienprogrammen. Der DAAD ist mit einem Informationszentrum in Bogotá, Lektoren in Cali, Barranquilla und Medellín, sowie zahn Sprachassistenten vertreten. Eine wachsende Zahl deutscher Akademiker und Forscher arbeitet an Universitäten und Forschungseinrichtungen in Kolumbien.

Bildung in Kolumbien

  • Ziel bis 2025: Kolumbien soll das am besten gebildete Land Lateinamerikas werden
  • Legislaturperiode 2014-2018: Ausgaben für Bildung und Forschung erstmals genauso hoch wie Ausgaben für Militär und Sicherheit (jeweils ca. 18%)
  • 80 Universitäten im Land: 32 staatliche, 48 private (16 davon sind kirchlich), 30 qualitätsakkreditierte Hochschulen, 800 qualitätsakkreditierte Studiengänge
  • Die besten Universitäten des Landes bewegen sich auf internationalem Niveau (bspw. Universidad de los Andes, Universidad Nacional unter Top 250)
  • Ca. 1.450.000 eingeschriebene Studierende (52% in öffentlichen, 48% in privaten Hochschulen) - damit studieren 46% der 17-21 Jährigen
  • Stark steigende Studierendenzahlen - eine ausreichende Zahl an Studienplätzen (ins. postgraduierten Niveau)
  • Studiengebühren zwischen 50 und 5000 Euro/Semester (an öffentlichen Hochschulen abhängig vom Einkommen)
  • Hohes Studienniveau (sehr gutes Abschneiden kolumbianischer Bewerber in deutschen Master- und Promotionsprogrammen)

Quelle: BW-International: www.bw-i.de/veranstaltungskalender/veranstaltungen/veranstaltungsdetails/event/informationsveranstaltung-kolumbien-fuer-hochschulen-und-forschungseinrichtungen.html


 

Die Delegation der HTWG - Präsident Prof. Dr. Carsten Manz (vorne, 2.v.r.) und Prof. Dr. Werner Hofacker (hinten, 2.v.r.) wurde an der Universidad Pontificia Bolivariana, Standort Bucaramanga, herzlich empfangen.