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Nachrichten aus der HTWG

27.05.14

Unbändige Spiellaune

Generation X oder Generation niX? Passives Konsumvieh, ständig mit der Nase im Smartphone oder Gestalter, die „Empört euch“ rufen? In der ersten Produktion von Felix Strasser an der HTWG gehen Studierende mit erfrischender Vehemenz diesen Fragen nach.

Stéphane Hessel, der Inspirator der neueren weltweiten Proteste gegen die Übermacht von Konzernen und Großbanken, und Friedrich Schiller, der Freigeist und Rebell gegen Despotie und Tyrannei, waren die Paten des „Shortcut-Revolusicals“, das „Die Freiheit der Andersdenkenden“ fordert.

Protestcamps draußen ...

Was im Rosengarten der Hochschule als immer wieder aufflammende Protestkundgebungen  begann und die auf Einlass wartenden Zuschauer mit einbezog, kulminierte schließlich mit dem Tyrannenmord im neuen Vorführraum als Inszenierung vor Zuschauerrängen. Von den Studierenden als Mix aus Zitaten der beiden Autoren, Liedern von revolutionär bis kitschig, Videoeinspielungen und großartigen Gesangseinlagen konzipiert, furios und mit unbändiger Spiellaune vorgetragen, zog die Inszenierung rasch die Zuschauer in ihrem Bann.

... intensive Szenen drinnen. Die Studierenden bescherten den Zuschauern ein Wechselbad von Eindrücken und Gefühlen.

Stellenweise waren Szenen und Texte durch ihre Unmittelbarkeit hart an der Grenze des Aushaltbaren, trafen sie doch die Zuschauer genau dort, wo es schmerzt: in ihren Ängsten, doch nur apathische Mitläufer von gesellschaftlichen Entwicklungen zu sein, die geradewegs in eine neue Gesellschaft führen, in der einige Wenige für millionenfachen Missbrauch der Übrigen sorgen werden. Brüche aus Gesang, Ironie und Witz sorgten immer wieder dafür, dass die Spannung erträglich wurde und ein dankbares Aufatmen durch die Zuschauer ging und befreiendes Lachen die Reihen durchzog. Auch das eine Stärke der Inszenierung: keine verbissene Gesellschaftskritik, keine moralischen Zeigefinger, kein verbiestertes Mahnen. Sondern eine überzeugende Mischung aus Empörung über Zustände und Fordern nach Änderung.

Am Ende gab es rauschenden Applaus für die Protagonisten und auch für Regisseur Strasser, überaus verdient. Felix Strasser hat es in kaum mehr als zweieinhalb Monate geschafft, von der Konzeption, über die Rekrutierung seines Ensembles bis hin zur Premiere zu gelangen – sein erstes Meisterstück als Leiter der Eventproduktion. ac
Bild: HTWG Konstanz