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Nachrichten aus der HTWG

21.05.15

Zukunftsgestaltung über Disziplingrenzen hinweg

Grundlagen für einen nachhaltigen Lebensstil zu entwickeln ist nicht Sache alleine einer wissenschaftlichen Disziplin. Am zweiten Hochschultag für Nachhaltigkeit zeigten Studierende aller Fakultäten, welche Beiträge ihr Fachwissen zu einer nachhaltigen Zukunftsgestaltung leistet und dass nur Zusammenarbeit Lösungen auf Zukunftsfragen bieten kann.

Die Themen waren so breit gefächert wie die Teilnehmerschaft bunt: Der zweite Hochschultag für Nachhaltigkeit spannte eine weiten Bogen von angewandter Wissenschaft bis zu ganz konkreten Handlungsvorschlägen im Alltag. Zum Beispiel informierten studentische Initiativen wie das Hochschulnetzwerk sneep, (student network for ethics in economics and practice), das sich in Konstanz und überregional für die Themen Wirtschaftsethik und Nachhaltigkeit einsetzt, über ihre Arbeit. In Führungen konnten Interessierte die solare Energiekette der HTWG und das Null-Energie-Haus Ecolar kennen lernen und ein einem Stadtrundgang das „nachhaltige Konstanz“ erkunden.

Prof. Dr. Udo Schelling erläuterte Interessenten die solare Energiekette der HTWG.

Im Zentrum des Tages stand die erste studentische Konferenz zum Thema Nachhaltigkeit, auf der 14 Studierende – unter anderem aus dem Studienkolleg - ihre Projekt- und Abschlussarbeiten vorstellten. Die Referentinnen und Referenten kamen nicht nur aus (fast) allen Fakultäten der HTWG, sondern auch aus (fast) allen Kontinenten der Erde. Für „Good ideas for a good life“ – so das Motto des Tages - seien unterschiedliche Perspektiven nötig, betonte Prof. Dr. Maike Sippel, Senatsbeauftragte für Nachhaltige Entwicklung der HTWG. Präsident Prof. Dr. Carsten Manz ermunterte die Studierenden, ihre Arbeiten zu präsentieren: „Verstehen Sie sich als Vordenker Ihrer Generation! Sie bieten konkrete Lösungsansätze für akute Probleme unserer Gesellschaft.“

So breit gefächert die Themen waren, so sehr ergänzten sie sich: Zum Beispiel verschränkten sich die Arbeiten „Grüne Insel Reichenau“ mit dem Energiewendebericht des Kompetenzzentrums Energiewende Landkreis Konstanz. Tobias Lutz und Matthias Studinger aus dem Master-Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen Elektrotechnik und Informationstechnik hatten in ihrer Forschungsarbeit die Bedingungen für eine autarke Energieversorgung der Insel aus Erneuerbaren Energien untersucht. Markus Szaguhn hatte im Studiengang Maschinenbau Entwicklung und Produktion für das Kompetenzzentrum Energiewende Daten für einen Energiewende-Monitor des Landkreises Konstanz zusammengestellt.

Weit über den Landkreis Konstanz hinaus gingen die Betrachtungen von Bundeskanzler-Stipendiatin Monika Shukla, die derzeit bei Prof. Dr. Annette Kleinfeld zu Corporate Social Responsibility (CSR) von Unternehmen forscht. Sie stellte vor, wie in ihrem Heimatland Indien CSR gelebt wird und welche Vor- und Nachteile damit verbunden sind. Über unterschiedliche Ansätze der Energieversorgung in den USA berichteten Studierende des Concordia College aus Minnesota, die den Fracking-Ausbau in North Dakota dem Streben nach Erneuerbaren Energien im Nachbarstaat Minnesota gegenüber stellten.

14 Referentinnen und Referenten stellten bei der ersten studentischen Fachkonferenz zum Thema Nachhaltigkeit Ergebnisse von Projekt- und Abschlussarbeiten vor.

Die internationale studentische Fachkonferenz für Nachhaltigkeit ist Preisträgerin 2015 des campusWELTbewerbs. Der Wettbewerb für globale Nachhaltigkeit an baden-württembergischen Hochschulen ist ein Projekt von finep und wird aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg finanziert.

Ergänzt wurde der Hochschultag mit einem Repair-Café, das Studierende des Studiengangs Umwelttechnik und Ressourcenmanagement mit Unterstützung der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik organisiert hatten: Unter dem Motto „reparieren statt wegwerfen“ tüftelten Studierende ehrenamtlich an Laptops, Bildschirmen, Kameras, Handys und vielen anderen elektronischen Geräten von Studierenden und Mitarbeitern, um sie wieder zum Laufen zu bringen. (aw)

Defekter Bildschirm, Kassettenrekorder mit Wackelkontakt, verklemmte Kamera - das Spektrum der Geräte mit Defekt, die im Repair-Café wieder zum Laufen gebracht wurden, war breit.