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Nachrichten aus der HTWG

15.03.17

Erfolgreiches Programm: Studierende vermitteln 114 Sprachpaten

Seit einem Jahr vermitteln Studierende Sprachpatenschaften zwischen Studierenden und Flüchtlingen, die Deutsch lernen. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate haben sich so an der HTWG 57 Patenpaare gefunden. Der Austausch geht bei den meisten über die Sprachvermittlung hinaus.

Im Rahmen der Flüchtlingshilfe hat das Interkulturelle Zentrum der HTWG, finanziert über das Förderprogramm „Welcome“ des DAAD, Stellen für Hilfswissenschaftler geschaffen, die den Kontakt zwischen Studierenden und Flüchtlingen fördern.  Ziel des DAAD-Programms ist die Förderung Studierender, die sich für die Integration studierfähiger Flüchtlinge einsetzen. Die beiden Hilfswissenschaftler Désirée Bühler und Selcuk Ertuna bauten hierzu das Projekt „SprachPate“ auf. Ziel ist, durch gemeinsame Unternehmungen die Sprachpraxis und die Integration der Flüchtlinge zu unterstützen. 114 junge Leute haben sie bereits in Sprachpatenpaaren zusammengebracht. 

Das Projekt soll Studierende mit Geflüchteten mit gleichen Interessen zusammen bringen.  „Da Studierende meistens lieber flexibel unterwegs sind und jeder wenigstens eine Stunde Zeit in der Woche findet, haben wir uns gedacht, dass wir das Projekt auf das „Eins-Prinzip“ ansetzen: Ein Student trifft sich einmal in der Woche eine Stunde lang mit einem Flüchtling“, erläutert die Studentin, die selbst im 4. Semester im Master Unternehmensführung studiert.
Während dieser Stunde können die Sprachpaten miteinander unternehmen, worauf sie Lust haben. Ob Shopping, Fitness-Studio, Spazieren gehen, Hilfe bei Hausaufgaben, ein gemütlicher Nachmittag am Seerhein oder abends etwas gemeinsam trinken gehen – egal wie sie die Zeit miteinander verbringen wollen: Hauptsache sei, dass ausschließlich Deutsch dabei gesprochen werde.
Damit bei beiden Partien die Hemmschwelle so gering wie möglich gehalten wird, lernen Désirée Bühler und Selcuk Ertuna die Bewerber vorab persönlich kennen und vermitteln diese im Anschluss.  Wenn gewünscht, sind die Projektgründer bereit, beim ersten Kennenlernen zwischen dem künftigen Sprachpatenpaar dabei zu sein.

 

Die Studierenden Desirée Bühler und Selcuk Ertuna informierten jüngst bei der Tischmesse zum Semesterstart über das Sprachpatenprogramm.

Studentinnen können selber entscheiden, ob sie einen weiblichen oder männlichen Sprachpaten möchten. Weibliche Flüchtlinge werden aus Respekt vor deren Kultur auf Wunsch an weibliche Studentinnen vermittelt. So soll gewährleistet werden, dass sich alle Beteiligten wohl fühlen.Désirée Bühler weiß, wovon sie spricht, wenn sie Sprachpatenpaare zusammenbringt – sie hat selbst eine Sprachpatenschaft mit zwei jungen Frauen. Es seien sehr gute Freundschaften durch das Projekt entstanden. Diese Freundschaften helfen den Geflüchteten bei der Integration. Und auch den Einheimischen helfe dieses Projekt, so Bühler.Und außerdem: Nach zehn konsekutiven Wochen Engagement und den zusätzlichen Besuchen zweier Einführungsworkshops wie auch einer Evaluationssitzung können sich die studentischen Sprachpaten zwei ECTS im Studium Generale anrechnen lassen. (fh/aw)

Weitere Information im Infoflyer zum Sprachpatenprogramm

Kontakt: Désirée Bühler, Selcuk Ertuna

 

Auch das gehörte zum Sprachpatenprogramm dazu: Ein gemeinsamer Ausflug auf den Konstanzer Weihnachtsmarkt.