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Nachrichten aus der HTWG

06.04.17

„Angriffsrisiken sinken drastisch“

Die HTWG erweitert ihr Angebot an Weiterbildungsstudiengängen um den berufsbegleitenden Masterstudiengang „Patentingenieur/in“. Dieser Studiengang vermittelt Ingenieuren und Naturwissenschaftlern in Unternehmen juristisches Praxiswissen, damit sie Innovationen vor Nachahmern besser schützen können.

Mit dem viersemestrigen Studiengang reagiert die Hochschule auf den steigenden Bedarf an Fachkräften, die über ein solides juristisches Handlungswissen verfügen und an der Schnittstelle zwischen Forschungs- und Entwicklungsabteilung, der Geschäftsleitung, externen Patent- und Rechtsanwälten und den Patent- und Markenämtern agieren können. „Der Gewerbliche Rechtsschutz und damit das Patentwesen haben in den vergangenen Jahrzehnten in Unternehmen enorm an Bedeutung gewonnen. Der Schutz des geistigen Eigentums ist Voraussetzung und Basis für Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit“, stellt die Juristin Dr. Susanne Engelsing fest. Sie ist seit 2010 Professorin im Studiengang Wirtschaftsrecht an der Hochschule Konstanz und Initiatorin des berufsbegleitenden Masterstudiengangs.

Schwerpunkte des neuen Studiengangs sind unter anderem Patent- und Gebrauchsmusterrecht, Markenrecht, internationaler Patentschutz, Designschutz, Innovationsmanagement und Technologietransfer – passend aufbereitet für Absolventen von Universitäten oder Hochschulen für angewandte Wissenschaften eines technischen oder naturwissenschaftlichen Studiengangs. Der Masterstudiengang ist bewusst breit angelegt, um die Studierenden auf die komplexen Herausforderungen in der Unternehmenspraxis vorzubereiten. In Übungen und Laborpraktika werden gemeinsam Konzepte und Lösungen erarbeitet, damit die Studierenden ihr Wissen im Berufsalltag anwenden und komplexe Entscheidungen treffen können. „Die Fokussierung auf den Bereich des Gewerblichen Rechtsschutzes mit all seinen praxisrelevanten Facetten befähigt die Studierenden, verantwortungsvolle Aufgaben eigenständig zu erledigen“, betont Prof. Engelsing.

Die Nähe zur Praxis wird durch die Einbindung von Praktikern in das Team der Lehrenden gewährleistet, zum Beispiel die Kanzlei „Daub Patent & Recht“ mit Sitz in Überlingen, München und Zürich. „Als international tätige Kanzlei legen wir großen Wert auf die Verzahnung der Patentstrategie mit einer Innovations- und Entwicklungsstrategie“, betont der Inhaber und Patentanwalt Thomas Daub. Weiter führt er aus:„ Durch unsere internationalen Kontakte können wir immer wieder interessante Referenten aus der Praxis mit in die Vorlesung bringen. Zusagen unter anderem aus Patentabteilungen großer Dax-notierter Unternehmen und aus namhaften Kanzleien auch aus den USA und Japan liegen bereits vor.“

Der berufsbegleitende Studiengang umfasst 76 Präsenztage über einen Zeitraum von vier Semestern. Die Präsenzphasen werden durch online-Anteile ergänzt. Nach Bestehen der geforderten Prüfungsleistungen schließt der Studiengang mit dem akademischen Grad „Master of Arts“ (M.A.) ab.

Bewerbungsschluss ist am 15. Juli. Die Studierendenanzahl ist pro Semester auf 15 begrenzt, um eine individuelle Begleitung zu gewährleisten. Interessenten sollten für ein erfolgreiches Studium Interesse an juristischen Fragestellungen, ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten, Freude an interdisziplinärer Teamarbeit und eine strukturierte sowie sorgfältige Arbeitsweise gepaart mit analytischem und strategischem Denkvermögen mitbringen.

„Ein großer Vorteil besteht darin, dass die Studierenden schon während des Studiums erlerntes Wissen unmittelbar in ihrem Arbeitsalltag einsetzen können – ein Gewinn für sie selbst wie auch für ihre Arbeitgeber“, sagt Dr. Hanns-Peter Tümmler, Senior Patent Counsel bei der Aesculap AG in Tuttlingen, ebenfalls Mitglied des Lehrendenteams. Berufliche Perspektiven gibt es in allen technischen Branchen, von der IT über den Maschinenbau bis zur Elektrotechnik. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen mit eigener Forschung und Entwicklung oder technischer Produktion beschäftigen häufig Patentingenieure. Aber auch in großen Unternehmen besteht erheblicher Bedarf an derart spezialisierten Mitarbeitern.

„Unternehmen mit einer aktiven Schutzrechtestrategie sind erfahrungsgemäß erfolgreicher als Unternehmen mit einer inaktiven oder unsystematischen Schutzrechtepolitik“, sagt Professorin Dr. Susanne Engelsing. Aus ihrer Sicht ist fast immer eine erhebliche Steigerung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit möglich, wenn aus dem Kreis der im Unternehmen beschäftigten Ingenieur- oder Naturwissenschaftler Personen zu qualifizierten Spezialisten mit umfassendem praxisrelevanten Fachwissen in der Schutzrechtspolitik ausgebildet werden. „Außerdem sinken die Angriffsrisiken drastisch“, betont die Juristin.

Der Studiengang wird von der HTWG gemeinsam mit ihrem Weiterbildungsinstitut Lake Constance Business School (LCBS) angeboten. Die Präsenzphasen finden in der Villa Rheinburg direkt am Konstanzer Seerhein statt. (aw)

Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen auf den Seiten der Lake Constance Business School

 

Der Studiengang wird von der HTWG gemeinsam mit ihrem Weiterbildungsinstitut Lake Constance Business School (LCBS) angeboten. Die Präsenzphasen finden in der Villa Rheinburg direkt am Konstanzer Seerhein statt.