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Nachrichten aus der HTWG

08.06.17

Keine Panik: Das Hochschultheater bringt die Angst auf die Bühne

Sie nimmt einem den Atem und die Sprache, die Orientierung und die Kontrolle. Das Theater Hochschule Konstanz holt in der nächsten Inszenierung eines der stärksten menschlichen Gefühle auf die Bühne: Angst. Premiere ist am 19. Juni.

Ängste gibt es wohl fast so viele wie Menschen auf der Erde. Es gibt die weit verbreitete Angst vor Spinnen und vor dem Fliegen, aber auch die Angst, sich selbst zu berühren. Oder die Angst vor Briefkästen, vor Gift im Kaffee, oder vor dem Einsturz des Hausdachs.

Doch was ist Angst eigentlich? Was sind die Spielarten der Angst von Furcht bis Phobie? Und was rechtfertigt all dies? Immense Höhe? Eine Prüfung? Blitz- und Donner? 13 Studierende haben sich darüber Gedanken gemacht. Unter der Leitung von Annika Stross haben sie das Stück „Keine Panik“ entwickelt. Vom 19. bis  22. Juni ist es jeden Abend ab 21 Uhr im G-Gebäude zu sehen.

Die vielen Seiten der Angst

„Angst war schon immer ein Thema, das ich in einem theaterpädagogischen Projekt bearbeiten wollte“, sagt die Regisseurin, für die die Inszenierung selbst eine Prüfungsleistung ist. Sie schließt damit ihr Theaterpädagogik-Studium ab. Das Thema Angst sage schließlich jedem etwas. „Jeder hat seine eigenen Erfahrungen und Methoden, damit umzugehen“, sagt Annika Stross. „Angst ist so weit gefächert“, ergänzt Nathalie Jelitto, Studentin im Studiengang Automobilinformationstechnik. Sie fand es interessant zu sehen, welche Situationen Ängste provozieren können und umgekehrt: welche Situationen wiederum durch Ängste provoziert werden. Ihr Kommilitone Kevin Broger aus dem Studiengang Angewandte Informatik sagt: „Wir haben auch betrachtet, wie Angst sich als individuelles Gefühl auswirkt und wie dieses starke Gefühl auch eine ganze Gesellschaft erfassen kann.“

Genau das möchten die Studierenden in dem Stück zeigen, das sie komplett selbst entwickelt haben. In der dreigeteilten Inszenierung, geht es zunächst im Figurenspiel um individuelle Ängste. Im zweiten Teil zeigen die Studierenden im Gruppenspiel und mit anspruchsvoller Choreografie, wie ganze Gesellschaften sich von Ängsten beeinflussen lassen. Der dritte Teil stellt schließlich die Fragen: Ist eine Gewichtung von Ängsten möglich und erlaubt? Und wie soll man damit umgehen, wenn schweißige Hände und Herzrasen den Verstand lahm legen? Wann ist Angst gerechtfertigt? Wann ist sie übertrieben? Ist der Rückzug in den eigenen Schutzraum die Rettung? Oder sollte man sich der Angst stellen?

Vom individuellen Gefühl bis zur Angst ganzer Gesellschaften

Zehn der Schauspielerinnen und Schauspieler studieren einen Bachelor-Studiengang an der HTWG, drei besuchen das Studienkolleg. Sie haben eine ausländische Hochschulzugangsberechtigung und bereiten sich auf das Studium in Deutschland vor. Gerade diese drei, aus Mexiko, dem Iran und aus Jordanien, haben den Blick geöffnet, die Ängste der Deutschen in Relation zu setzen mit denen anderer Nationen.

Und wie schaut es aus mit der Prüfungsangst? Die Regisseurin könnte davon selbst unmittelbar betroffen sein. Denn für sie ist die Inszenierung eine Prüfungsleistung: Annika Stross studiert an der Hochschule Osnabrück Theaterpädagogik. Das Projekt ist die Inszenierung, mit der sie ihr Studium abschließen wird. Sie winkt gelassen ab: „Noch keine Panik, ganz im Gegenteil, ich liebe die heiße Probephase direkt vor den Aufführung.“ (aw)

Mitwirkende:

Winona Biber, Kevin Broger, Florian Djokaj, Nader Halwani, Anton Hummel, Ruben Hussong, Nathalie Jelitto, Samuel Merkt, Joyce Michimani, Hadi Mohammad Ghorbanian, Martha Riedle, Lisa Rommel, Stephan Trube

Kartenverkauf:

Restkarten gibt es am 13. und 14.06. nochmals von 11 – 14 Uhr in der Mensa zu kaufen, an der Abendkasse oder per Bestellung über die E-Mail-Adresse: theater@htwg-konstanz.de

 

Kann ein Gefühl wie Angst zusammenschweißen? Auch dieser Frage gehen die Studierenden nach.