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Nachrichten aus der HTWG

12.06.17

Auszeichnung für hervorragende Abschlussarbeiten

In einer festlichen Feier hat die Fakultät Bauingenieurwesen sich von ihren Absolventen der Bachelor- und Masterstudiengänge verabschiedet. Drei Absolventen erfuhren eine besondere Ehrung.

Sie haben in ihren jeweiligen Studiengängen die besten Noten in ihrer Abschlussarbeit erzielt. Für ihre herausragenden Leistungen wurden sie ausgezeichnet:

Studiengang Bauingenieurwesen Bachelor: Tim Gfrörer

Mit einer hervorragenden Arbeit hat Tim Gfrörer aus Empfingen das Bauingenieurstudium abgeschlossen. Für diese Leistung hat er in der Absolventenfeier der Fakultät den „Züblin-Förderpreis“ erhalten.  „Ermittlung der Annahme- und Verkaufserlöse für Recyclingstoffe zur Gewährleistung der Wirtschaftlichkeit einer Aufbereitungsanlage“ lautete der Titel der Arbeit, die mit einer 1,0 bewertet worden ist. „Herr Gfrörer hat sich sehr detailliert und auf herausragende Art und Weise mit den Stoffströmen einer Aufbereitungsanlage beschäftigt und auf dieser Basis wichtige wirtschaftliche Ergebnisse für den zukünftigen Anlagenbetrieb geschaffen“, sagte sein betreuender Professor Dr. Uwe Rickers. Tim Gfrörer hat mit seiner Arbeit untersucht, ob eine Recyclinganlage für Baustoffe die Wirtschaftlichkeit eines Natursteinbruchs erhöhen kann. Die Motivation für dieses Thema lag im wahrsten Sinn des Wortes nahe: Gfrörer war im elterlichen Betrieb, einem traditionsreichen mittelständischem Familienunternehmen mit der Frage der Rentabilität einer Aufbereitungsanlage konfrontiert. Das Ergebnis der Arbeit: Im August wird der Baustart für die Recyclinganlage am Natursteinbruch in Empfingen sein. Tim Gfrörer ist bereits in den Betrieb mit rund 150 Mitarbeitern eingestiegen.

 

Joachim Dannecker (links), Leiter des Züblin-Standorts Singen, überreichte den Züblin-Förderpreis an Absolvent Tim Gfrörer.

 

Studiengang Bauingenieurwesen Master : Dominik Palzer

„Außergewöhnlich und bahnbrechend“, sei die Masterarbeit von Dominik Palzer geworden, betonte  Dr. Sylvia Stürmer, Professorin für Baustofftechnologie, Bauphysik und Bauwerkserhaltung in ihrer Laudatio. Der junge Bauingenieur verfasste seine Master-Thesis über das Thema „Betonrecycling“. Das Außergewöhnliche: Dominik Palzer betrieb seine Forschung dazu an der Utah State University in den USA. Dabei überzeugte er nicht nur durch eine umfangreiche Recherche zur Gesetzeslage zum Einsatz von Recyclingbeton, sondern auch durch eine selbstständige Arbeit in den Laboren der Utah State University. Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen bewies er nicht nur während seiner Forschungstätigkeit, sondern schon vorab bei der Organisation des Auslandaufenthaltes: Dieser wäre ihm beinahe nicht möglich gewesen, da das hierfür nötige Visum nur vergeben wird, wenn die Gelder für den Forschungsaufenthalt nicht ausschließlich aus eigener Tasche stammen, sondern die Forschungsarbeit auch eine externe Förderung erhält. Das bedeutete für Dominik Palzer eine größere Herausforderung als zunächst erwartet. „Ich bin bei sämtlichen Förderprogrammen durch das Raster gefallen“, erinnert sich der Bauingenieurabsolvent. Hilfe kam von der Fördergesellschaft der HTWG. Sie unterstütze seine Forschung zu dem umweltrelevanten Thema des Recyclings.  Sieben Monate lang war Dominik Palzer in den USA. Die Erfahrung, in einem fremden Land in einer fremden Sprache in einem internationalen Team an der Zukunft des Recyclings zu forschen und somit auch für die Zukunft der Welt zu arbeiten, sei ein Schatz, welchen er sein ganzes Leben mit sich führen werde, sagte er.
„Mit Masterarbeiten, die ein so außergewöhnlich hohes Maß an Qualität vorweisen, wie die von Dominik Palzer, kann sich unsere Forschung sehr glücklich schätzen“, betonte Prof. Dr. Sylvia Stürmer. Sie ist sich sicher, dass das Thema des Betonrecyclings die Baubranche noch stark beschäftigen wird  (Weitere Informationen zum Forschungsprojekt Recyclingbeton von Prof. Dr. Sylvia Stürmer).

 

Joachim Gass, Geschäftsführer von "Reck +Gass", überreichte Masterabsolvent Dominik Palzer (Mitte) für seine hervorragende Abschlussarbeit den "Reck-und-Gass-Preis". Auch seine betreuende Professorin Dr. Sylvia Stürmer gratulierte ihm.

Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen Bau Bachelor:  Hannes Dalhof

Hannes Dalhof hat für seine herausragende Arbeit den „Drees & Sommer-Preis“ erhalten.  „Mieten oder Kaufen von Wohnimmobilien? Gezeigt an den Städten Konstanz und Stuttgart“ lautete der Titel der Arbeit, die mit einer 1,0 bewertet worden ist. „Herr Dalhof hat eines der aktuell wesentlichsten Themen für die Immobilienwirtschaft und für private Haushalte bearbeitet. Er zeigt anschaulich auf, wie die Vorteilhaftigkeit bei der Frage Mieten oder Kaufen von Wohnimmobilien aufgrund objektiver Faktoren beurteilt werden kann„, sagte sein betreuender Professor Dr. Hans-Peter Schelkle.
Stuttgart und Konstanz gehören zu den Städten in Baden-Württemberg, deren Immobilienmarkt sich rasant verändert hat. Ziel war, eine möglichst objektive Entscheidungsgrundlage für die Frage „mieten oder kaufen?“ zu erarbeiten. In seiner Arbeit betrachtete Dalhof sowohl die private als auch die volkswirtschaftliche Sichtweise. Ein Ergebnis: Aus Perspektive der  Volkswirtschaft ist es einerseits zu begrüßen, wenn weniger Arbeitnehmer über Wohneigentum verfügen. „Sie sind flexibler in der Arbeitsplatzsuche und schneller bereit, aus beruflichen Gründen umzuziehen. Zudem sind die Pendelstrecken zur Arbeit bei Mietern durchschnittlich kürzer als die von Immobilienbesitzern“, so Hannes Dalhof. Andererseits haben Kommunen ein Interesse daran, Bewohner über Eigentum zu binden. Dies erhöht unter anderem das bürgerschaftliche Engagement der Bewohner, aber auch die Planungssicherheit der Kommune.  
„Zusammenfassend kann man sagen, dass sich das selbstgenutzte Eigenheim im Vergleich zur Miete bereits nach wenigen Jahren lohnen kann, es aber dennoch nur beschränkt als Investitionsobjekt zu betrachten ist. Dafür müsste man die Immobilie sehr lange halten. Je länger jedoch der Planungshorizont reicht, desto eher können sich die Rahmenbedingungen ändern“, so das Resümee des Absolventen. (aw)

 

Bachelor-Absolvent Hannes Dalhof (rechts) freut sich über den Drees-und-Sommer-Preis - mit ihm sein betreuender Professor Dr. Hans-Peter Schelkle.