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Nachrichten aus der HTWG

08.09.11

Ministerin besucht HTWG – und zeigt sich beeindruckt

»Ich glaube, dass diese Hochschule auf einem sehr guten Weg ist.« Mit einem Kompliment verabschiedete sich die neue Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Theresia Bauer, nach ihrem Antrittsbesuch an der HTWG. Nach einem Gespräch mit dem Präsidium hatte die Politikerin auf einem Rundgang die Hochschule und ausgewählte Projekte kennengelernt.

Zu Land, zu Wasser – und beinahe auch in der Luft fand der Besuch von Ministerin Theresia Bauer an der HTWG statt, zumindest wenn man das abschließende Interview im »Freisitz« auf dem Neubau der Kommunikationsdesigner ein wenig großzügig interpretiert.  Denn das Präsidium der Hochschule wollte es nicht bei einem rein verbalen Kennenlernen belassen: Auf einem zweieinhalbstündigen Rundgang präsentierten Professoren, Mitarbeiter und Studierende, was die Konstanzer Hochschule zu bieten hat.

Entspannte Atmosphäre: Die Chemie stimmte beim Antrittsbesuch der Ministerin.
Auf dem Foto von links: Vizepräsident Dr. Gunter Voigt, Vizepräsidentin Dr. Andrea Steinhilber, Präsident Dr. Kai Handel, die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Theresia Bauer und Kanzlerin Margit Plahl.

Die Stationen:

Roller und Lesesaal
Zum Auftakt ging es in die gute Stube der Einrichtung: Vizepräsidentin Dr. Andrea Steinhilber zeigte Bauer die wiederholt preisgekrönte Bibliothek und erläuterte sowohl die Geschichte des Gebäudes als auch das Nutzungskonzept.
Gleich vor den Toren warteten die Masterstudenten Matthias Kasch und Andreas Michaels mit Prof. Dr. Johannes Reuter und einem Gefährt, das Zukunft hat: einen Elektroroller mit Sitz haben die Elektrotechniker entwickelt, ein Fortbewegungsmittel, das an den Segway erinnert und dessen Funktionsweise auch gleich vorgeführt wurde. Auch dank umweltfreundlicher Antriebstechnik ein Fortbewegungsmittel, von dem die grüne Ministerin sichtlich angetan war: »Mit der Idee sollten sie eine neue Form von Wettbewerben begründen.«

Eine Hochschule mit Filmteam: Wie weit das Spektrum der HTWG ist, davon hat sich die Ministerin bei einem ausgiebigen Rundgang überzeugt.

Stippvisite auf dem See
Nicht nur Wind und Wellengang sorgten dafür, dass der Besuch auf dem Forschungsboot lebhaft ausfiel. Maschinenbau-Professor Dr. Udo Schelling hatte zuvor mit einem Tafelanschrieb erläutert, wie es gelingt, aus Sonnenenergie Wasserstoff für den Antrieb der Boote zu entwickeln. Die Funktionsweise des Bootes beeindruckte die Politikerin dann ebenso wie der interdisziplinäre Ansatz des Projekts, bei dem die Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik ebenfalls eingebunden ist.
Gänzlich unbemannt kommt hingegen das Roboterfahrzeug der Informatiker daher. Michael Blaich, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Dr. Oliver Bittel, ließ den »Carobot« durch ein selbst gebautes Labyrinth flitzen. Das Fahrzeug hat gelernt sich hoch präzise selbstständig zu orientieren, die Technik könnte zum Beispiel in Maisfeldern eingesetzt werden.

Politik in 3-D
Der Selbstversuch drohte bei Prof. Dr. Georg Umlauf: Der Informatiker erläuterte die Funktionsweise von 3-D-Scansystemen am Beispiel einer Aufnahme der Ministerin. Die ließ sich bereitwillig fotografieren, betrachtete das Ergebnis dann aber doch mit einiger Skepsis: »Das ist nach dem Wurf mit der Sahnetorte, oder?« Mit entsprechenden Brillen ausgestattet konnten die Besucher sich dann aber von der räumlichen Wirkung des Bildes überzeugen. Ob es Platz im Ministerbüro finden wird? »Ich will es haben, als Erinnerung an diesen Tag«, so Bauer zum Abschied.

Grüne Immobilie
Ein Solarhaus, das komplett autark funktioniert – das lässt das Herz der grünen Politikerin natürlich höher schlagen. Prof. Thomas Stark präsentierte im Architekturmodell auf dem Campus das Konzept seines interdisziplinären Teams zum »Solar Decathlon Europe 2012«. Als eine von zwei deutschen Hochschulen hat die HTWG die Bewerbung zum internationalen Wettbewerb mit Erfolg bestanden. Nun bauen die Architekten ihr ökologisch vorbildliches Musterhaus, nehmen es dann mit nach Madrid und stellen es letztlich auf dem Campus wieder auf. Eine erste Mieterin gibt es bereits: »Das will ich sehen«, kündigte Bauer ihren nächsten Besuch an.

Feste Zusagen in luftigen Höhen
Luftig wurde es letztlich zum Abschluss: Nachdem Studiendekan Prof. Andreas P. Bechtold die Besucher durch den Neubau der Studiengänge Kommunikationsdesign geführt hatte, stellte sich die Ministerin im nagelneuen Kunst-Raum auf dem Dach den Fragen der Studierenden vom Hochschulfernsehsender »Fischersbraut« (»Wie sind Sie denn auf den Namen gekommen?«) – und zeigte sich völlig unbeeindruckt vom 14 Meter tiefen Abgrund.
Nicht nur in luftigen Höhen hat eine Zusage in besonderem Maße dafür gesorgt, dass der Besuch in positiver Erinnerung bleiben wird: Die Studiengebühren sollen in vollem Umfang ersetzt werden.

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Text und Bilder: B. Schröm