Nachrichten aus der HTWG
Wettlauf der Mini-Solarboote
Packende Duelle bei der dritten Auflage der Korona Minis. Kleine Dramen am Rande des Rennwettbewerbs gab es auch.
Alles war bestens vorbereitet auf dem Forum als 16 Teams mit über 80 Schülerinnen und Schüler aus Konstanz und Umgebung gegeneinander antraten: die Wasser-Rennbahn, die Zeitabnahme, die Live-Übertragung via Internet durch Michael Lüth und selbstverständlich die Rennleitung, die Professor Dr. Richard Leiner inne hatte.
Die Jury (Bild unten) stand auch bereit: HTWG-Vizepräsident für Forschung Professor Dr. Gunter Voigt (r.), Dr. Waltraud Liebl-Kopitzki (2. v. l.), Leiterin des Amtes für Schulen, Bildung und Wissenschaft, Thomas Gaetje (3. v. l.) von der Kendrion Magnettechnik GmbH und Professor. Dr. Christian Schaffrin (l.) sollten die designerischen Qualitäten der Boote kritisch beurteilen und prämieren.
Doch bis es soweit war, traten die Teams erst einmal im Rennen gegeneinander an um herauszufinden, wessen Minisolarboot das schnellste am See war.
Unter den begeisterten Anfeuerungen der Teams, des zahlreichen Publikums und den wachsamen Augen des Rennleites Professor Dr. Richard Leiner und des Zeitnehmers und Internetkoordinators Michael Lüth standen nach mehreren Durchgängen und einem harten Wettbewerb die Sieger fest.
Den ersten Platz errang das Team „Rainbow Warrior II“ der Zeppelin Gewerbeschule Konstanz. Platz zwei belegten die Teams „Hulk“ und „Aquamarin“ des Ambrosius Blarer Gymnasiums Gaienhofen. Auf den dritten Platz kamen das Team „Hörifloater“, ebenfalls vom Ambrosius Blarer Gymnasium Gaienhofen, und das Team „SOL“ vom Gymnasium Überlingen.
Doch während die Sieger jubelten, gab es auch Teams, die bereits im Vorfeld gescheitert waren. So konnte ein Team erst gar nicht antreten, weil am Vorabend des Rennens sein Miniboot zu Boden gefallen und zerschellt war. Am Renntag selbst brach einem Schüler kurz vor Start ein Stück von der Solarzelle seines Bootes bei Feinarbeiten ab. Ersatz war nicht mehr aufzutreiben. Mit Tränen in den Augen drehte und wendete er sein kleines Boot in den Händen. Vizepräsident Voigt, der das Unglück bemerkt hatte, tröstete den Pechvogel.
Indes ging das Rennen weiter, mit bekanntem Ergebnis und am Ende kürte die Jury auch die besten Designs. Platz eins errang die „Rainbow Warrior II“ der Zeppelin Gewerbeschule Konstanz, gefolgt von „Aquamarin“ des Ambrosius Blarer Gymnasiums Gaienhofen. Platz drei belegte die „SOL“ des Gymnasiums Überlingen.
Die Siege wurden nicht leicht errungen. Die Teams mussten im Vorfeld die gesamte planerische und konstruktive Arbeit übernehmen: die geeigneten Photovoltaikzellen und Motoren auswählen und beschaffen, die Energieversorgung und den Antrieb miteinander verbinden, Zellen und Antrieb optimal lagern und einen stabilen, schnellen Schiffsrumpf entwickeln und bauen.
Am Ende des Rennens freuten sich auch jene, die ganze Arbeit geleistet haben, damit es überhaupt über die Bühne ging. Stefan Rudolf, Peter Rasch und Jürgen Huber, die für den Aufbau gesorgt haben. Die Werkstätten um die Meister Andreas König und Jürgen Romer. Das Marketing um Lars Hüning.
Der Wettbewerb wird von der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik veranstaltet, er hatte zum 20. Geburtstag der KORONA 2008 seine Premiere. Die KORONA fährt ausschließlich mit Sonnenenergie. Es war seinerzeit eines der ersten Solarboote der Welt und wurde von Professor Dr. Christian Schaffrin gemeinsam mit Studierenden entwickelt. Ihre Nachfolgerin, die SOLGENIA, ist das innovativste Null-Emmissions-Boot der Welt.




