Master

 

Kommunikationsdesign

 

Über Gestaltung reden, schreiben, nachdenken

Über Design reden ist nicht immer einfach. Design begründen ist es noch weniger. Es gibt allerdings eine etablierte Wissenschaft, die sich hervorragend dafür eignet, Bilder und Gestaltung mit Worten zu beschreiben: die Rhetorik.

Wer Rhetorik hört, denkt an Cicero und an ungeliebte Lateinstunden aus der Oberstufe. Doch schon in der Antike diente die Rhetorik einem Zweck, der auch im Design wesentlich ist: Wirkung erzielen. Und zwar nicht zufällig, sondern geplant und begründet. Die Rhetorik als älteste Kommunikationstheorie für das Reden und Schreiben über Design heranzuziehen ist daher nicht neu.

Noch mangelt es allerdings sowohl an Literatur als auch an einem Diskurs zum Thema. Das soll sich ändern: Prof. Dr. Volker Friedrich, der an den Studiengängen Kommunikationsdesign der Konstanzer Hochschule Schreiben und Rhetorik lehrt, hat das wissenschaftliche E-Journal »Sprache für die Form« konzipiert und mit Hilfe von Masterstudenten des Moduls Designrhetorik auf den Weg gebracht.

Unter www.designrhetorik.de kann man nun Essays und Interviews von und mit renommierten Publizisten, Philosophen, Designern, aber auch von Studenten lesen. Man kann im Wörterbuch nachschlagen, was einzelne rhetorische Begriffe bedeuten. Oder man kann sich von den »Mythen des Alltags« unterhalten lassen. Nach und nach soll die Online-Publikation anwachsen und sich zu einer Referenz entwickeln.

Ein wissenschaftlicher Beirat steht dem Herausgeber zur Seite: Er besteht aus den Konstanzer Professoren Valentin Wormbs und Brian Switzer sowie aus Arne Scheuermann, Professor und Leiter des Forschungsbereichs Kommunikation an der Hochschule der Künste Bern, PD Dr. Francesca Vidal, Prof. Uwe Göbel, Prof. Dr. Ulrich Heinen, Prof. Dr. Klaus Kornwachs und Prof. Dr. Bernd Steinbrink. Die Redaktion, die von Friedrich mit den derzeitigen Konstanzer Masterstudenten der Studiengänge Kommunikationsdesign geführt wird, ist für die Inhalte zuständig.

Dabei möchte man nicht im eigenen Saft kochen, sondern zieht ganz gezielt externe Experten zu Rate. Themenvorschläge und Gastbeiträge sind vor allem in der Rubrik »Stilfrage« willkommen, entsprechende Anfragen nimmt die Redaktion gerne entgegen. Geboten wird damit auch eine Möglichkeit, wissenschaftlich zu publizieren.

Link: www.designrhetorik.de