Fakultäten

 

Elektrotechnik und Informationstechnik

Copyright:
Forschungsgruppe Prof. Dr. J. Reuter, Matthias Kasch, Andreas Michaels,
eingestellt in youtube

Lautlos über den Campus

Das erste eigen entwickelte elektrisch getriebene Straßenfahrzeug der Hochschule lädt zur Probefahrt. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen einachsigen Elektro-Roller, welcher durch Master-Studenten des Studiengangs "Elektrische Systeme" entwickelt und gefertigt wurde. 

 

Heutzutage ist die Elektromobilität in aller Munde. Begeistert von der Thematik des elektrogetriebenen Fahrzeugs, beschlossen acht Master-Studenten mehr über das Thema zu „erfahren“. Die Zielsetzung war es, ein Elektrofahrzeug von der Idee bis zum fahrbaren Prototypen zu entwickeln. Umgesetzt werden konnte dieses Vorhaben im Rahmen eines Master-Projektes im Fachgebiet Regelungstechnik der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik. Das Ziel eines fahrbaren Prototyps konnte jedoch nicht ganz erreicht werden. Für eine sichere Fahrt war eine anschließende Bachelor-Abschlussarbeit notwendig. Begeistert von der Idee des Fahrzeuges war es nicht schwer, Prof. Dr.-Ing. Johannes Reuter als Betreuer zu gewinnen, welcher das Master-Projekt und die Abschlussarbeit betreute.


Einsatz/Anforderung: Das Fahrzeug wurde für den Transport einer einzelnen Person konzipiert. Hierbei wurde  besonderen Wert auf eine größtmögliche Flexibilität bezüglich des Einsatzzwecks gelegt. Es soll dem Fahrer ermöglicht werden, sich in engen geschlossenen Räumen fortzubewegen, ebenso sollen auch längere Überlandfahrten bequem möglich sein. Beispiele hierfür sind der Betriebsverkehr inklusive Büro oder eine Shopping-Tour durch die Fußgängerzone. Der geplante breite Einsatzzweck stellt hohe Anforderungen an das Fahrzeug. Für eine Fortbewegung in geschlossenen Räumen muss sich das Fahrzeug möglichst geräuschlos und emissionsfrei fortbewegen. Um dies zu erfüllen, wurden als Antrieb zwei Elektromotoren gewählt.  Für das Fahren in engen Räumen muss das Fahrzeug weiter über eine hohe Wendigkeit verfügen. Dies wurde durch das Antriebskonzept und eine kompakte Bauform umgesetzt. Für die Überlandfahrt ist eine große Reichweite notwendig. Dies konnte wegen der kompakten Bauform nur durch einen modernen Energiespeicher umgesetzt werden. Das Fahrzeug wurde als zweispuriges einachsiges Fahrzeug ausgelegt. Dies bedeutet, dass seine beiden Antriebsräder nebeneinander angeordnet sind. Diese Art von Antrieb wird auch „differentieller Antrieb“ genannt. Er ermöglicht das Drehen des Fahrzeuges auf der Stelle. Die einachsige Auslegung bietet bei gleicher Baugröße einen deutlichen Sicherheitsvorsprung  gegenüber mehrachsigen Fahrzeugen.

An der Hochschule wird das Fahrzeug dazu verwendet, um neuartige  Batteriemanagementsysteme zu entwickeln, sowie Erfahrungen auf dem Gebiet der Elektromobilität zu sammeln. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Regelung einachsiger Fahrzeuge, um eine sichere Fahrzeugdynamik zu erreichen. Um dies weiter voranzutreiben, sind alle Studierenden der HTWG eingeladen, das Projekt mit studentischen Leistungen zu unterstützen. Entsprechende Projekte und Abschlussarbeiten stehen zur Verfügung.  

 


Ein herzlicher Dank geht an die Firma Dunkermotoren, welche uns die Antriebsmotoren zur Verfügung gestellt hat. Weiter wurden wir von der Firma Bosch durch Gier- und Beschleunigungssensoren unterstützt. Ein Dank geht auch an die Firma ECPM, welche uns mit etlichen elektrischen Komponenten unterstützt hat. „Last but not least“  gilt ein großer Dank an die HTWG-Werkstatt, welche uns mit der Fertigung der mechanischen Komponenten unterstützte.

Ansprechpartner
Prof. Dr.-Ing. Johannes Reuter

Text: Matthias Kasch, Andreas Michaels