Bachelor

 

Architektur (BA6/BA8)

Unterhaltsame und nachdenkliche Worte gab es von Jörg Beste aus Köln, dem niederländischen Architekten Frits van Dongen, dem Emeritus Josef Lenz und der Dekanin Myriam Gautschi (v.l.n.r.)

Als Dekanin der Fakultät Architektur und Gestaltung brachte Professor Myriam Gautschi gleich zu Beginn dankend auf den Punkt, wie prägend Josef Lenz für die Architektenausbildung in Konstanz gewesen sei: als Vor-, Nach-, Quer- und Weiterdenker, der nicht nur in der Lehre, sondern auch als Fachbereichs- und Studiengangsleiter die Studiengänge Architektur weiterentwickelt habe. Er habe stets Fragen gestellt – präzise, anders, zum Denken anregend, oftmals provozierend. Seine Sichtweise, die Inhalte der Lehre vor die Person des Lehrenden zu setzen, sei zu Beginn seiner Amtszeit ein Paradigmenwechsel gewesen.

Auch der Architekt Jörg Beste aus Köln, ein Student der ersten Stunde des damals jungen Professors Lenz und dessen erster Tutor, hob die freie, unvoreingenommene Denkweise seines ehemaligen Hochschullehrers für Entwerfen und Konstruieren hervor. Er habe Innovationen ermöglicht und diese in der Lehre auch umgesetzt, teils mit großem Spektakel wie beim Bau von begehbaren Brücken aus Papier oder der Turmkonstruktion aus ungekochten Spaghetti. Die Einbindung der Architektur in ihren gesellschaftlichen und kulturellen Kontext sei ihm stets ein besonderes Anliegen gewesen.

Sein Werk und die langjährige Freundschaft zu Josef Lenz stellte der Amsterdamer Architekt und Chef-Architekt der niederländischen Regierung, Frits van Dongen, vor. Er machte dabei einen weiteren Schwerpunkt des Emeritus deutlich: den interkulturellen Austausch, auch zwischen Hochschulen und ganz speziell mit den Universitäten in Delft und in Sevilla.

Nach den Einsichten in seine Lehr- und Denkweise rundete Lenz den offiziellen Teil schließlich selbst mit sehr persönlichen An- und Aussichten und natürlich Fragen ab, die die Zuhörer wie stets zum Nachdenken anregten, bevor sich beim gemütlichen Teil die Wiedersehensfreude der Alumni und Emeriti Bahn brach.

Die vielen Facetten des Josef Lenz - der Emeritus blickte eindringlich von den Farbarbeiten von Jonas Pesch