Eine Rede mit Charme, eine Fete mit Schwung
So muss eine gute Rede sein: Intelligent, unterhaltsam – und vor allem authentisch. Karin Schmidt-Friderichs, Chefin des Mainzer Hermann Schmidt Verlags, war in diesem Semester zu Gast, um vor Studenten, Professoren, Eltern und Mitarbeitern in der Aula zu sprechen. Sie hat sich für ein sehr persönliches Statement entschieden, das – wie sie selbst gestand – persönlichste, das sie in der Öffentlichkeit je gegeben hat. 20 Sätze, die ihr Leben geprägt haben, bildeten das Gerüst ihres Auftritts. Und, so treffend die auch gewählt sein mochten, es war letztlich der Charme und der Esprit der Verlegerin, die das Publikum für sie einnahmen.
Denn Schmidt-Friderichs erzählte nicht nur, wie es dazu kam, dass sie mit die schönsten Design-Bücher überhaupt produziert, sie berichtete auch offen darüber, welche Hürden sie als zweifache Mutter dabei zu nehmen hatte – ohne einen Hauch von Verbitterung. Und so war ihr Auftritt mehr als eine Motivation für angehende Designer, sondern vielmehr eine Aufforderung das Leben in allen Facetten auszuleben, Entscheidungen mutig zu treffen, ehrlich zu sich selbst zu bleiben.
Idealer Auftakt also für eine Abschlussfeier, bei der die Absolventen unter dem Motto »Alles muss raus!« aus der Hochschule ins Leben komplimentiert werden sollten. Studiendekan Jo Wickert blickte zurück auf Projekte und Prüfungen. Prof. Andreas P. Bechtold widmete jeder Abschlussarbeit eine ironisch-amüsante Anmoderation. Es gab Küsschen und Geschenke – und flotte Songs von Melissa Rogg, Fabian Gampp und Andreas Grimm.
Gefeiert werden sollte schließlich noch bis spät in die Nacht. Nach der Vernissage in der Villa Prym zog die Gesellschaft ins Neuwerk, wo die KD-Band zehn Mann bzw. Frau hoch mächtig einheizte und Raketenkind aus Berlin die Designer vor die Bühne lockte.
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