Bachelor

 

Kommunikationsdesign

Studenten gewinnen Kurzfilmpreise

 

I) Hotel Hongkong

Eine Reise nach Shanghai inklusive Besuch der Expo – das ist der Lohn für eine hervorragende Leistung hinter der Kamera. Vier Studenten von Prof. Andreas P. Bechtold haben den Kurzfilmpreis gewonnen, der im Zuge des Deutsch-Chinesischen Jahres der Wissenschaft und Bildung von der Hochschulrektorenkonferenz bundesweit ausgelobt worden war. 

Bereits für die Dreharbeiten zu dem viertelstündigen Film haben Eva-Maria Kreuzer, Fabia Schubert, Tobias Hoss und Hannes Ruß einige Kilometer zurückgelegt: Denn »Fremde Heimat« spielt im »Hotel Hongkong« nahe der Hamburger Reeperbahn. Dort betreut Marietta Solty ihre vom Leben und von der See gezeichneten Gäste. Hinter dem Tresen erzählt sie vom Vater Chong Tin Lam, der in Deutschland lebte, von den Nazis verfolgt wurde, trotzdem blieb und sich doch nie heimisch fühlte. Sie berichtet von ihrem eigenen heimatlosen Leben zwischen den Kulturen. 

Ganz leise und ein wenig melancholisch erlaubt der Film den Blick in gleich mehrere exotische Welten – die der einzigen deutschen »Chinatown«, die bis in die 40er-Jahre in Hamburg existierte, aber auch die der gestrandeten Seebären, die im »Hotel Hongkong« einen Zufluchtsort finden. Und die Dokumentation richtet die Aufmerksamkeit auf den einzigen noch verbliebenen Ort in Deutschland, an dem sich die traurige Geschichte der Chinesen im Dritten Reich manifestiert. Sprecher ist im Übrigen der Leiter der Event-Produktion an der HTWG, Gerhard Dressel.

Im Zuge des Deutsch-Chinesischen Jahres soll der Film nun in mehreren deutschen Städten gezeigt werden. Höhepunkt freilich ist die Vorführung bei der großen Abschlussveranstaltung am 2. Juni in Shanghai.

Konstanzer haben schon vorher die Gelegenheit »Fremde Heimat« zu sehen: Der Film läuft bei der hiesigen Abschlussveranstaltung der Deutsch-Chinesischen Woche am Donnerstag, 20. Mai, um 18 Uhr im Konzil.

II) Chinese Disco

Derzeit leben 80 000 Chinesen in Deutschland, 25 000 davon sind Studenten. Von den 3772 Studenten in Baden-Württemberg leben 174 in Konstanz. Tagsüber sind sie auch überall auf dem Campus anzutreffen. Doch wenn zu später Stunde das fleißige Treiben an der Hochschule zu Ende geht und das Nachtleben beginnt, verschwinden auch die chinesischen Studenten. Und es stellt sich die Frage: Was machen Chinesen eigentlich nachts? Stefanie Katz, Melissa Rogg, Eva Köhle, Dominik Serden und Thomas Sali haben sich auf die Suche nach den chinesischen Studenten gemacht. Entstanden ist ein kurzer Dokumentarfilm, der die Vorurteile der Deutschen entlarvt – und der bei der Jury der Hochschulrektorenkonferenz so gut ankam, dass sie auch den zweiten Preis nach Konstanz vergeben hat. Die Gewinner fahren zum China-Tag des DAAD am 25. und 26. Juni nach Hamburg.