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Informatik

30.01.17

Gesundheitskosten kritisch beleuchtet

Die Frage „Gesundheit – Was will und kann sich die Gesellschaft (noch) leisten?“ stand im Mittelpunkt der Veranstaltung „Grenzgänger Wissenschaft“. Bei der Podiumsdiskussion standen Prof. Dr. Stefan Sohn, Gesundheitsökonom und Studiengangsleiter der Gesundheitsinformatik an der Hochschule Konstanz, sowie der Arzt Prof. Dr. Alexander Bürkle, der an der Universität Konstanz den Lehrstuhl für Molekulare Toxikologie innehat und zum Thema Biomarker des menschlichen Alterns in der Präventivmedizin forscht, als Experten zur Verfügung.


v.l.n.r. Prof. Dr. Alexander Bürkle und Prof. Dr. Stefan Sohn bei der Podiumsdiskussion „Gesundheit – Was will und kann sich die Gesellschaft (noch) leisten?“ der Veranstaltungsreihe „Grenzgänger Wissenschaft“.

Sowohl Bürgerinnen und Bürger der Stadt als auch Studierende besuchten die kostenlose Veranstaltung und nutzten die Möglichkeit, mehr über das Gesundheitssystem und die damit verbundenen Kosten, aber auch mehr über die Möglichkeiten der medizinischen Forschung zu erfahren und ihre Fragen an die Experten zu adressieren. Der erfahrene Moderator Stephan Schmutz leitete durch das Abendprogramm, bei dem die folgenden fünf Fragen im Mittelpunkt standen:

  • 1. Wie hoch schätzen Sie die Ausgaben für Gesundheit in Deutschland pro Jahr?
  • 2. Fühlen Sie sich mit dem deutschen Gesundheitssystem ausreichend versorgt und finanziell fair belastet?
  • 3. Wer ist der größere Treiber der Gesundheitskosten, das Gesundheitssystem oder die mangelnde Gesundheitsverantwortung der Bevölkerung?
  • 4. Nehmen Sie zum Erhalt ihrer Gesundheit die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen wahr?
  • 5. Wollen Sie – vorausgesetzt die Wissenschaft kann das – wirklich ihr echtes biologisches Alter wissen?

Die Zuhörer hatten Gelegenheit, über ein Abstimmungssystem ihre Einschätzungen zu den möglichen Antworten abzugeben. Anschließend wurden die Fragestellungen von der gesundheitsökonomischen Seite beleuchtet und über Möglichkeiten der Biomarker in der präventiven Gesundheitsvorsorge diskutiert.
Dabei wurden viele komplexe Themenbereiche angesprochen und es zeigte sich, wie viele Facetten die einzelnen Fragestellungen mit sich bringen und wie stark viele Aspekte, z.B. die Krankenkassenbeiträge oder die therapeutischen und technologischen Möglichkeiten, im Wandel sind. Fragen wie sich das Gesundheitssystem zu präventiven Maßnahmen positionieren wird und wie Anreizsysteme geschaffen werden können, werden in den nächsten Jahren diskutiert werden (müssen).


v.l.n.r. Prof. Dr. Sohn, Moderator Stephan Schmutz sowie Prof. Dr. Bürkle während der Gesprächsrunde.

Veranstalter der Gesprächsreihe „Grenzgänger Wissenschaft“ sind die HTWG Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung, die Pädagogische Hochschule Thurgau (PHTG), die Universität Konstanz sowie die Stadt Konstanz, die von den Medienpartnern Radio Seefunk RSF sowie der Thurgauer Zeitung unterstützt werden.

Die Veranstaltungsreihe wird von der Internationalen Bodensee-Hochschule (IBH) gefördert und findet im Rahmen der Reihe "IBH-Positionen - Dialog zwischen Wissenschaft und Kultur" statt. Das Jahr 2016/2017 läuft unter dem Thema "Mobilität – Zwischen Bewegung und Transformation".