Fakultäten

 

Informatik

17.05.17

Wissenschaft und Informatik bewegt

Die vierte Konstanzer Lange Nacht der Wissenschaft stand unter dem Motto „Wissenschaft bewegt“. Wie bewegt auch Informatik ist, das haben der Studiengang Gesundheitsinformatik, das Labor für mobile Robotik und das Institut für Optische Systeme (IOS) gezeigt.

Studierende des Studiengangs Gesundheitsinformatik boten Einblicke in verschiedene Gesundheitsbereiche und damit verbundene Anwendungen. Die Besucher konnten ein Motivationsspiel zum Zähneputzen, Eye-Tracking (Bedienung und Schreiben durch Augenbewegungen) sowie eine Trainingsapp für Hantelübungen, Liegestütz und Sit-ups testen.

Links: Die App Kardia Mobile ermöglicht es, zur Prävention und Früherkennung die Herzfrequenz zu messen und ein EKG zu erstellen. Mittig: Das Spiel „Catching Shaun das Schaf“ fördert die Augen-Hand-Koordination. Rechts: Die Bedienung des Computers beim Memory-Spiel per Augensteuerung über ein Eye-Tracking-Gerät.

Das Labor für mobile Robotik zeigte, was der Roboter YouBot mit seiner fahrbaren Plattform und seinem Greifarm alles bewegen kann. Drehen, Strecken, Greifen und vieles mehr gehört zum Funktionsumfang des Roboters. Eine Besonderheit des Roboters sind seine Mecanumräder. Die Laufflächen dieser Räder bestehen aus Rollen, deren Drehachsen zur Drehachse des Rads verschoben sind. Dadurch werden Bewegungen in alle Richtungen ermöglicht. Die Besucher erfuhren auch, wie wichtig das Thema Navigation ist, denn für die sichere Steuerung eines Roboters muss sich dieser lokalisieren und eine Karte erstellen können. Die Besucher stellten viele Fragen, und es entwickelten sich lebhafte Gespräche mit den Studierenden, die den Roboter vorführten. Diese waren begeistert vom Interesse der Besucher. Johannes Deck, Student der Angewandten Informatik, sagte: „Ich bin erstaunt, was für tiefe Fragen über die Robotik und über unseren selber geschrieben Code kommen. Ich freue mich über so viel Interesse.“

Links: Der Roboter YouBot mit fahrbarer Plattform und Greifarm sowie Mecanumrädern.
Mittig: Erläuterung der Mecanumräder, die das Fahren in alle Richtungen ermöglichen.
Rechts: Das Lenken der Mecanumräder ist anspruchsvoll – die Besucher können das Steuern selbst ausprobieren.

Das Institut für optische System (IOS) führte 3D-Scan und 3D-Druck vor. Die Besucher konnten erleben, wie Objekte vom 3D-Scanner und der damit verbundenen Kamera erfasst und dann berechnet werden. Live konnten sie den 3D-Druck verschiedener Scanner von den 3D-Punktwolken bis hin zum fertigen 3D-Objekt verfolgen, und bereits gedruckte und nachbearbeitete Objekte anschauen. Auf großes Interesse stieß auch die am IOS entwickelte Anwendung von Virtual Reality-Brillen. Wer Interesse hatte, konnte die 3D-Brille ausprobieren und in die virtuelle Welt eintauchen. Die Bewegung der Besucher wurde mit der Kinect-Hardware von Microsoft aufgezeichnet. Diese erfasst die Körperhaltung und Gestik in Echtzeit und ermöglicht so z.B. das körperlich aktive Mitmachen bei Computerspielen. Martin Schall vom IOS freute sich ganz besonders über die jungen Besucherinnen und Besucher: „Mir macht es sehr viel Spaß zu sehen, wie sich auch die Kinder für die Wissenschaft begeistern lassen und alles ausprobieren wollen und Fragen stellen.“

Links: Der 3D-Scan wird demonstriert. Mittig: Das IOS präsentiert das 3D-Druck-Verfahren.
Rechts: Bei der Kinect von Microsoft ist körperliche Aktivität gefragt, die Software erfasst Bewegungen in Echtzeit. 

Das Thema Virtual Reality wurde auch interdisziplinär aus den Fakultäten Kommunikationsdesign und Informatik bearbeitet und vorgestellt. So konnten die Besucherinnen und Besucher selbst den virtuellen Audio-Arbeitsplatz Loop Cube ausprobieren, der auf Mustern basierende Musikstücke zum eigenen Komponieren anbietet. "Meine Tochter hat sich im Vorfeld über die Ausstellungen informiert und war komplett begeistert. Besonders gut gefiel ihr das Musikprogramm mit der Virtual Reality Brille", so Besucher Dr. Andreas Horrer.

 

 

 

 

 


Der virtuelle Audio-Arbeitsplatz Loop Cube bietet die Möglichkeit, selbst Musik zu komponieren.

Die Lange Nacht der Wissenschaft ist eine gemeinsame Veranstaltung der Stadt Konstanz, Insel Mainau, Universität Konstanz, Pädagogischen Hochschule Thurgau und der HTWG. Dieses Jahr besuchten über 7000 Gäste diese Veranstaltung. Rund 140 Programmpunkte standen auf der Agenda, die sich aus Vorträgen, Experimenten, Vorführungen, Ausstellungen, Führungen, Informationsständen und Mitmach-Aktionen zusammensetzten, darunter 50 Angebote, die auch für Kinder geeignet waren. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen der Wissenschaftsnacht einschließlich des Abschlussfestes auf der Mainau sowie der Shuttle-Bus zwischen den Standorten war wie immer kostenlos. Neben zahlreichen Aktivitäten an den verschiedenen Standorten wurde auch für das leibliche Wohl und ein musikalisches Rahmenprogramm gesorgt.

 

 

 

 

 

 

Auch an der HTWG konnte man sich für das vielfältige Programm der Langen Nacht der Wissenschaft stärken.

Weitere Informationen und Bilder finden Sie unter in den HTWG Nachrichten.