Willkommen am Institut für Naturwissenschaften und Mathematik!
Ist jeder dritte Berliner tatsächlich Hausmeister?
Mathematik-Vortrag am 22.11.11 um 18:00 Uhr in der Aula
Auch dieses Mal war die Aula wieder voll besetzt: Viele Professoren, Studierende und Mathematik-Interessierte wollten beim mitterweile dritten Vortrag in der Vortragsreihe Mathematik des INM unter den Zuhörern sein.

Das INM konnte dieses Mal Prof. Dr. Walter Krämer gewinnen. Er sprach über das Thema "So lügt man mit Statistik".
Professor Krämer ist Professor für Wirtschafts- und Sozialstatistik an der Technischen Universität Dortmund und Träger des deutschen Sprachpreises.
In seinem interessanten und sehr unterhaltsamen Vortrag entlarvte Professor Krämer viele Trugschlüsse beim Umgang mit Statistik. Er wies auf Fallstricke hin, die in den von der Presse dargebotenen Statistiken stecken und oft zu falschen Eindrücken führen, wenn man die zugehörigen Graphiken nur flüchtig betrachtet.
Insbesondere diskutierte Professor Krämer die folgenden Fragen unter zahlreichen weiteren, nicht minder interessanten:
In welchem Zusammenhang ist es besser, Melonen als Obst oder als Gemüse zu betrachten?
Woran liegt es, dass jeder dritte Berliner für einen Hausmeister gehalten wird?
Wie werden Menschen bei Fragebogen-Aktionen beeinflusst?
Ist es tatsächlich wahr, dass die Hälfte der Deutschen ein Single-Dasein führen?
Ist der Kredit vom Pfandhaus tatsächlich günstiger als der von der Bank?
Wie misst man die Gefährlichkeit Bahnzufahren am besten im Vergleich zur Gefährlichkeit beim Flugzeugfliegen?
Warum lohnt es sich, in Ländern mit der höchsten Krebsmortalität zu leben?
Professor Krämer wies insbesondere in weiteren kurzweiligen Beispielen darauf hin, dass es wichtig ist, bedingte Wahrscheinlichkeiten richtig zu betrachten, gegebene Fakten vollständig zu berücksichtigen und Korrelationen nicht als Kausalitäten misszuverstehen.
Der Vortrag schloss mit vielen Fragen aus dem interessierten Publikum. Nach dem Vortrag bestand ebenfalls reges Interesse an dem Kauf von Büchern von Herrn Krämer an einem Büchertisch, veranstaltet von dem Buchladen "Zur schwarzen Geiß", Konstanz. Herr Krämer signierte dabei gerne das eine oder andere seiner Bücher.
Das INM dankt Professor Krämer, dass er es trotz seines engen Terminplans möglich gemacht hat, Konstanz zu besuchen.

(Text: INM, Fotos: A. Wischer, J. Sum)
Das Institut für Naturwissenschaften und Mathematik (INM) ist für die Naturwissenschaften und Mathematik an der Hochschule Konstanz zuständig.
Im Institut sind Professorinnen und Professoren aus unterschiedlichen Fakultäten tätig.
Weitere Details finden Sie links im Menupunkt Aufgaben.
Das Institut für Naturwissenschaften und Mathematik (INM)
Das Institut für Naturwissenschaften und Mathematik (INM) ist an der Hochschule Konstanz für die in allen technischen Studiengängen unverzichtbare naturwissenschaftliche Ausbildung zuständig und wurde mit der Zielsetzung der fachlichen und ressourcenoptimierenden Zusammenarbeit in fakultätsübergreifenden Laborzentren gegründet. Das INM trägt also der großen Bedeutung der Interdisziplinarität moderner technischer Studiengänge Rechnung und stellt die notwendige naturwissenschaftliche Infrastruktur zentral und damit ressourcensparend zur Verfügung, welche von den ProfessorInnen der Hochschule Konstanz genutzt werden.
Im INM sind ProfessorInnen aus unterschiedlichen Fakultäten tätig, die ein breites Spektrum der Naturwissenschaften aus der Mathematik, Physik, Chemie, Messtechnik und Lichttechnik vertreten. Die naturwissenschaftliche Ausbildung am INM führt in die naturwissenschaftlichen Denk- und Arbeitsweisen ein, die wegen ihrer interdisziplinären Anwendbarkeit für die Entwicklung der Technik in den unterschiedlichsten Fachrichtungen wesentlich sind, und vermittelt Kenntnisse über naturwissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten, die für das Verständnis und zur Lösung technischer Probleme in den Ingenieurwissenschaften unabdingbar sind.
Im Bereich der Naturwissenschaften sind Experimentalvorlesungen und praktische Laborübungen unverzichtbar. Experimente sind notwendig, um naturwissenschaftliche und technische Zusammenhänge glaubwürdig zu vermitteln, aber auch um Naturwissenschaft und Technik erfahrbar zu machen. Die meisten Lehrinhalte werden deshalb von den INM-ProfessorInnen in Experimentalvorlesungen vermittelt. Praktische Übungen der Studierenden in gut ausgestatteten Labors ergänzen und vertiefen die dargebotenen Lehrinhalte. Eigene Laborübungen schulen die notwendige Kreativität der Studierenden und bringen die erforderliche Erfahrung, um später in neuen, noch unerforschten Aufgabenfeldern erfolgreich arbeiten zu können. Zur Unterstützung dieser Aufgaben verfügt das INM deshalb eine umfangreiche Gerätesammlung und betreibt Labore für Chemie, Mathematik, Physik, Fertigungsmesstechnik, Messtechnik/Sensorik, Prozessmesstechnik, optische Messtechnik und Lichttechnik.
Durch die fakultätsübergreifende Struktur des INM ist eine Know-How-Bündelung und eine sehr effiziente Auslastung der Labore gewährleistet. Studien- und Diplomarbeiten aus den Gebieten Mess- und Sensortechnik, Optik, Lichttechnik, Fertigungsmesstechnik, Mathematik und anwendungsorientierter Software werden von den ProfessorInnen des INM betreut.


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