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Elektrotechnik und Informationstechnik

Interleaved PFC

Viele elektronische Geräte, die am 50 Hz–Versorgungsnetz betrieben werden, entnehmen diesem Ströme, deren Zeitverläufe von der gewünschten Sinusform abweichen. Die darin enthaltenen Oberschwingungen, auch Netzrückwirkungen genannt, sind unerwünscht, da sie andere Verbraucher stören können. Deshalb müssen diese Netzrückwirkungen gemäß der Norm EN 61000-3-2 limitiert werden.

Dazu gibt es elektronische Vorschaltgeräte, kurz PFC (Power Factor Correction) genannt, die im Bereich kleiner Leistungen (bis einige Hundert Watt) seit langem eingesetzt werden. Neu ist jedoch ein Einsatz von einphasigen PFC mit Leistungen über 5 kW. Das Ziel dabei ist, aus dem 230 V–Netz ein Maximum an Leistung entnehmen zu können.

Die für PFC kleiner Leistung eingesetzte Schaltungstechnik ist dafür wenig geeignet. In Kooperation mit einem regionalen Unternehmen wird deshalb ein Prototyp mit 5,5 kW in der sog. Interleaved Technik entwickelt. Erstes Einsatzgebiet werden mobile Hochleistungs-Lichtbogenschweißgeräte sein.

                 
                 
                             Interleaved PFC 230 VAC, 25 A, 5,5 kW