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Informatik

Kleine Roboter ganz groß

Sie hießen „Blue Dragon“, „Robomaster“, „Braunsche Bewegung“ oder, ganz klassisch, „R2-D2“. Ersonnen und programmiert haben die acht Lego-Roboter Schülerteams der Zeppelin-Gewerbeschule und des Suso-Gymnasiums aus Konstanz, der Hohentwiel-Gewerbeschule aus Singen und des Gymnasiums Überlingen.

Die Aufgabenstellung durch zehn Informatikstudierende der HTWG war nicht einfach. Sie bestand im „Bau und Programmierung eines autonomen Roboters, der einer von uns festgelegten Führungslinie folgt und dabei gleichzeitig fähig ist, verschiedenartige Hindernisse zu bewältigen“. Die Roboter mussten sich während der Fahrt völlig selbständig zurecht finden und durften keinesfalls ferngesteuert werden.

Die Studierenden hatten zudem einen kniffligen Parcours ausgetüftelt, der kaum eine Herausforderung ausließ: von Zackenlinien bis Steigungen, von Kurvenlinien bis Tunnelfahrten, das alles mussten die Roboter in drei Minuten bewältigen. Die meisten taten es mit Bravour. Krönender Abschluss der Fahrt: das Versenken von drei Kugeln in dafür vorgesehene Mulden. Für jede Hürde gab es Punkte, gewertet wurde in zwei Läufen. Aber nicht nur Konstruktions- und Programmierkünste waren gefragt, sondern auch taktisches Können, denn man konnte das eine oder andere Hindernis überspringen, um an anderer Stelle wertvolle Punkte zu sammeln.

Das alles unter dem Jubel zahlreicher Zuschauer und der Teams, die mitfieberten, fachsimpelten und Tipps gaben, wenn es nicht wie vorgesehen klappte. Immer unter der Aufsicht der zehn Studierenden, die den Wettbewerb koordinierten und die Einhaltung der Regeln überwachten.

Am Ende des Wettkampfes siegte „R2-D2“ des Suso-Gymnasiums mit 115 Punkten, gefolgt von „Wall-E“, ebenfalls von der selben Schule mit 112,5 Punkten und vom Roboter mit dem eigenwilligen Namen „Hier könnte Ihre Werbung stehen“ der Hohentwiel-Gewerbeschule mit 105 Punkten.

Die Siegerteams erhielten Roboterbausätze und Gutscheine für Kinos und Elektrobaumärkte, die von Dekan Professor Dr. Oliver Bittel überreicht wurden.

Doch wichtiger als die Preise war für alle Teams schlicht die Teilnahme an einem spannenden Wettbewerb, bei dem sie mit großem Eifer dabei waren. Die Mutter eines Schülers kommentierte es so: „Er wollte gar nicht mehr von der Schule nach Hause kommen, so beschäftigt war er mit dem Bau und der Programmierung des Roboters“.

Der von der Stadt Konstanz und von Siemens Konstanz gesponserte Wettbewerb fand im Rahmen des Jahres der Wissenschaft statt.  

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