Bachelor

 

Kommunikationsdesign

Top-Designer im Gespräch

In einer munteren Runde unter Moderation von Dr. Volker Friedrich, Professor für Kreatives Schreiben im Kommunikationsdesign an der Konstanzer HTWG, plauderten die Designer über ihren Werdegang, über Trends in der Branche und über die Anforderungen, die an den Nachwuchs gestellt werden. Ein gutes handwerkliches Rüstzeug, so die Profis, sei natürlich unabdingbar. Hinzukommen müsse aber der Wille zu »lebenslangem Lernen«, wie Henning Krause es formulierte, die Bereitschaft, so Jo Wickert »sich ständig zu ändern«. Denn ein Routine-Job ist für Designer nicht zu erwarten.

»Wir sind Berater geworden«

»Ihr lernt an einer guten Hochschule wie hier, euch ständig neu zu erfinden«, bestätigte der Stuttgarter Thilo Rothacker. Und dass zu einem erfolgreichen Designer auch ein selbstbewusstes Auftreten gehört, dafür mag er selbst das beste Beispiel sein. Denn auch darauf gingen die Praktiker ein: Die besten Ideen nützen nichts, wenn man sie dem Kunden nicht vermitteln kann und wenn man nicht bereit ist, sich auf den Kunden einzulassen. »Wir sind Berater geworden«, beschreibt Jokhosha den fundamentalen Wandel im Designer-Geschäft.

Künftige Aufgaben

Einen ganz konkreten Ausblick auf künftige Aufgaben wagte Henning Krause. Herausforderungen für Designer sieht er insbesondere im Bereich der »Mass customization« und Mediengestaltung. Und auch die globalisierte Welt werde bei der Suche nach thematischen Zusammenhängen ohne Designer nicht auskommen. 

Mit den Anforderungen wachsen auch die Erwartungen, die an Jungdesigner gestellt werden: Nicht nur Meister ihres Fachs sollen sie sein, sondern einen weiten Horizont haben, selbstständig denken und planen können – Fähigkeiten, die im Masterstudium erworben werden. Das schönste Kompliment machte den Konstanzern so Aladdin Jokhosha: »Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich den Master bei euch machen.«