Hochschule

 

Nachhaltige Entwicklung

Die Do-it-yourself Bewegung: Ein Überblick über Räume, Verortungen und neue Formen des Politischen

Gastvortrag an der HTWG Konstanz mit Dr. Christa Müller, Soziologin, Vorstand Anstiftung München

Wann: Mittwoch, 25.10.2017,18:00 Uhr
Wo: Aula HTWG

Zum Vortrag:

In den Experimentierräumen der Großstädte hat die Suche nach geeigneten Formen des Umgangs mit Problemlagen begonnen, auf die Markt und Staat nicht (mehr) antworten. Dabei entstehen neue, commons-basierte Räume und mit ihnen ein grundlegend verändertes Verständnis von Urbanität, es entstehen kooperative Naturverhältnisse, eine Care- und Share-Economy, die Öffnung von Design und Schaltplänen, das Hacken von Dingen und Räumen sowie die Schaffung von urbanen Allmenden.

Der Vortrag von Christa Müller nimmt eine zeitdiagnostische Einordnung des DIY vor und zeigt gesellschaftliche Bezüge und Sinnhorizonte auf, in denen die Aktivitäten gelesen werden können.

 

Zur Person:

Soziologiestudium an den Universitäten Bielefeld, Marburg und Sevilla. Feldforschungsaufenthalte in Costa Rica, Mexiko und Westfalen zu Bauernbewegungen und Modernisierungsprozessen; 1998 Schweisfurth Forschungspreis für Ökologische Ökonomie; Kuratorin von "Die Produktive Stadt. Designing for Urban Agriculture" (TU Berlin + TU München). Lehraufträge an versch. Hochschulen und Gutachtertätigkeiten, u.a. für das Bundesforschungsministerium.
Christa Müller forscht zu Do-it-Yourself-Kulturen als Formen und Netzwerke postindustrieller Produktivität. Sie ist Geschäftsführende Gesellschafterin der anstiftung.