Forschung

 

Institut für Strategische Innovation und Technologiemanagement - IST

Das Konzept

Die volatilen Bedingungen heutiger Märkte, die sich beispielswiese durch dynamisierte Nachfrage, beschleunigten technologischen Wandel oder neuen Wettbewerb durch junge Start-ups bemerkbar machen, unterstreichen die Notwendigkeit für Unternehmen Signale solcher Diskontinuitäten frühzeitig zu erkennen. Igor Ansoff beschreibt dies im Rahmen der strategischen Frühaufklärung als „Schwache Signale“. Schwache Signale sind weithin als frühe Hinweise auf wirkungsstarke Veränderungen oder Trends in der Unternehmensumgebung bekannt. Sie manifestieren sich als Warnungen, Ereignisse oder Entwicklungen, die noch zu unvollständig sind, um eine akkurate Abschätzung ihrer Wirkung zu erlauben und geeignete Reaktionen festzulegen. 

 

Gesucht wird nach schwachen Signalen im Rahmen eines Umfeld-Scannings der strategischen Frühaufklärung, um beispielsweise technologischen Wandel zu erkennen. Diese Signale können mitunter so ausgefallen wirken, dass sie als „verrückt“ oder „lächerlich“ abgelehnt werden. Schwache Signale gehen aus Sicht der meisten Beobachter im sogenannten Rauschen bzw. durch die Überlagerung durch andere Signale unter. Für die Unternehmen ist es jedoch möglich sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, wenn sie in der Lage sind, schwache Signale frühzeitig zu erkennen, richtig zu interpretieren und entsprechend zu handeln. Die Grafik zeigt den typischen Kurvenverlauf eines schwachen Signals.

 

Die Fallstudie

Zur Umsetzung des Konzepts der Schwachen Signale wurde im Projekt iPlanPro ein Prozess der strategischen Frühaufklärung als anwendbares Instrument entwickelt, mit dem schwache Signale erkannt, interpretieren und in entsprechende strategische Handlungen überführt werden können. Konkret werden Unternehmen in die Lage versetzt Veränderungen bzw. Diskontinuitäten innerhalb eines bestimmten Trends frühzeitig zu erkennen und damit Chancen und Risiken für das Unternehmen rechtzeitig aufzudecken. Als Leitfaden für die Umsetzung der strategischen Frühaufklärung (SFA) mithilfe des entwickelten Instruments dient eine Best Practice Fallstudie eines kleinen und mittelständischen Unternehmens. Am Beispiel des Trends "Autonomes Fahren" wird neben der Implementierung und Anwendung des Instruments auch der SFA-Prozess veranschaulicht. Diese Fallstudie bietet KMUs eine Orientierung für die Umsetzung der strategischen Frühaufklärung.

 

Das Handbuch

Die Fallstudie ist gleichzeitig als technisches Handbuch aufgebaut. Konkret wird darin der entwickelte strategischen Frühaufklärungs-Prozesses komplett durchlaufen und dabei die Funktionsweise des Instruments im Detail erläutert. Dazu werden die einzelnen Schritte der Fallstudie jeweils anhand von drei Phasen beschrieben. Für jeden einzelnen Implementierungsschritt erfolgt zunächst die Beschreibung der Aktivitäten im Unternehmen. Anschließend wird deren Bedeutung für den Frühaufklärungsprozess. Abschließend wird die technische Umsetzung der einzelnen Aktivitäten der Prozessschritte in den Templates des Instruments beschrieben. 

Nach oben

Komplettes Instrument zum Download