Praxis und Potentiale der deutsch-indonesischen Wirtschaftszusammenarbeit vom 21.7.-1.8.2008
"Sie haben ja eine lebendige Gruppe mitgebracht", meinte Jan Rönnfeld, der Geschäftsführer der deutsch-indonesischen Handelskammer, zu Prof. Weber zum Abschluss des Besuchs von Studierenden des Studiengangs "Wirtschaftssprachen Asien und Management" in den Räumen der Kammer in Jakarta. Vorangegangen war eine mehr als zweistündige lebhafte Diskussion über die aktuelle Situation der indonesischen Wirtschaft, die Aktivitäten der deutschen Unternehmen in der Region und möglichen Kooperationspotenziale zwischen beiden Ländern.
Das Treffen mit Jan Rönnfeld und Sonja Drexl-Trautmann, der Leiterin der Rechtsabteilung der Ekonid, war der Auftakt einer zweiwöchigen Studienreise zum Thema "Praxis und Potentiale deutsch-indonesischer Wirtschaftszusammenarbeit", der bislang dritten Reise mit Studierenden der Studierichtung Malaiisch. Nach einer intensiven, über das gesamte Sommersemester gehenden theoretischen Beschäftigung mit dem Wirtschaftsraum Indonesien und seinen komplexen Rahmenbedingungen stand nun, im Lande selbst, der Vergleich mit der Praxis an.
Und so waren die Fragen der siebzehn Konstanzer Studierenden, die von Prof. Helmut Weber und der Studiengangsreferentin Alexandra Frasch begleitet wurden, zahlreich: Wie beurteilen die zum Teil seit vielen Jahren in Indonesien lebenden und arbeitenden Vertreter deutscher Wirtschaftsorganisationen oder Unternehmen die aktuelle Situation des Landes, die Veränderungen des rechtlichen Umfeldes, die politische Stabilität, das Problem der Bürokratie, die Umweltsituation, den Faktor Kultur, wie die Entwicklung des Binnenmarktes und, allgemeiner, die Chancen und Risiken, die ein wirtschaftliches Engagement in diesem Land mit sich bringt?
Die Antworten auf die vielen Fragen - und das blieb als der wichtigste Eindruck von allen besuchten Organisationen, Unternehmen und Funktionsträgern im Lande zurück - waren deutlich positiv. Nach einer durch die Asienkrise eingeleiteten mehrjährigen Durststrecke mit politischer Instabilität und einem großen wirtschaftlichen, sozialen und nicht zuletzt auch ethnischen Problemdruck befindet sich das viertgrößte Land der Welt seit mehreren Jahren wieder im Aufwind und rückt mit seinen lukrativen Absatz- und Beschaffungsmärkten zunehmend zurück im Blickfeld der deutschen und internationalen Wirtschaft.








