Designer-Treff beim »Tag der Master«
Design kann erzählen, Design kann klingen, Design birgt Experimentierfelder, die zukunftsweisend sind. Gerade diese Vielfalt macht den Studiengang Kommunikationsdesign aus, und vielfältig sind auch die Arbeitsmöglichkeiten danach. Die Vorträge beim Konstanzer »Tag der Master« reichten so von ganz praktischen Beispielen bis zu theoretischen Hintergedanken. Und neben Einblicken in die Konstanzer Studienbedingungen samt Bibliotheksführung bot das Programm auch einen fachlichen Austausch auf hohem Niveau mit viel Gelegenheit zu Gesprächen unter Gleichgesinnten.
Dass es heutzutage nicht mehr reicht, hübsche Bilder zu verwenden, sondern dass diese Bilder auch Geschichten erzählen müssen, machte Prof. Andreas Bechtold zum Auftakt mit seinem Vortrag »telling stories – Narrativität im Kommunikationsdesign« deutlich. Doch Designer sind nicht nur aufs Visuelle beschränkt: Über »Akustische Zeichen« referierte so Rainer Hirt von der Agentur »Anemono«, Spezialist für den Bereich »Audio-Branding«. Menschen wie er sorgen dafür, dass bestimmte Marken sich nicht nur über Bilder, Schriften und Identifikationsmerkmale etablieren, sondern dass auch ein eigens gestaltetes Klangbild mit ihnen verbunden wird.
Geschichten erzählen
Dass es heutzutage nicht mehr reicht, hübsche Bilder zu verwenden, sondern dass diese Bilder auch Geschichten erzählen müssen, machte Prof. Andreas Bechtold zum Auftakt mit seinem Vortrag »telling stories – Narrativität im Kommunikationsdesign« deutlich. Doch Designer sind nicht nur aufs Visuelle beschränkt: Über »Akustische Zeichen« referierte so Rainer Hirt von der Agentur »Anemono«, Spezialist für den Bereich »Audio-Branding«. Menschen wie er sorgen dafür, dass bestimmte Marken sich nicht nur über Bilder, Schriften und Identifikationsmerkmale etablieren, sondern dass auch ein eigens gestaltetes Klangbild mit ihnen verbunden wird.
Wider das »Nail Design«
Die Denkweise des Gestalters kann einerseits auf verschiedenste Art die Gesellschaft beeinflussen, andererseits aber muss eine Abgrenzung zum inflationären Gebrauch des Begriffs Design stattfinden. Dafür plädierte Prof. Karin Kaiser in ihrem Vortrag »Spannungsfelder. Diskurs-Hopping aus Designerperspektive«. Schließlich bedeutet Vielfalt nicht Beliebigkeit, und »Nail Design« hat nur wenig mit Gestaltung zu tun. Wie massiv Gestaltungsfragen den Alltag von Menschen bestimmen können, wurde hingegen bei der Präsentation eines Masterprojekts zum »Nutzerorientierten Gestalten« deutlich. Gemeinsam mit der Stuttgarter Schule für Körperbehinderte arbeiteten die Studenten unter anderem an einem Leitsystem für den Neubau, bezogen dabei die behinderten Kinder intensiv mit ein und machten erstaunliche Erfahrungen.
Leben ohne Maus und Verpackungsmüll
Einst war die Erfindung des Personal Computers der vermeintliche Gipfel des technischen Fortschritts. Bald jedoch könnte das Trio Rechner/Maus/Tastatur ausgedient haben. Prof. Jo Wickert entwarf unter dem Motto »Interfacedesign ohne Maus und Bildschirm« das Bild einer Zukunft, in der die zunehmende Mobilität der Menschen dafür sorgen wird, dass der klassische Computer neueren Formen der Hightech weichen muss. Ob wir dann auch so umweltbewusst sein werden, dass das Konzept für einen Supermarkt, der ohne Verpackungen auskommt, aufgehen kann, steht allerdings in den Sternen. Vanja Misic hat sich unter dem Titel »Nachhaltigkeit im Design« mit einer solchen Konzeption befasst.
Und einen Blick hinter die Kulissen des Berufs warfen Dennis Oswald und Prof. Brian Switzer bei ihren Referaten über Designmethoden und Designstrategie, auch mit ganz praktischen Handreichungen, wie man im Beruf Erfolg haben kann und wie der Berufsstand sich als Ganzes entwickeln könnte. Und zu einer dem Menschen ureigenen Form des Kommunizierens – der Mimik – referierte Prof. Valentin Wormbs zum Ende der Vortragsreihe, Titel: »Eine kleine Geschichte der Gesichter«. Nur zufriedene Gesichter waren bei der anschließenden Podiumsdiskussion und dem Designer-Grillfest mit Blick auf Seerhein und Abendrot zu sehen.


