Bachelor

 

Verfahrens- und Umwelttechnik

Was ist Verfahrens- und Umwelttechnik?

Die Kunst der Umwandlung

Fast alle Produkte des täglichen Lebens – Nahrungsmittel, Kunststoffe, Medikamente, Farbstoffe, Waschmittel, Kraftstoffe – werden nach speziellen „Rezepten“ schrittweise aus unterschiedlichsten Rohstoffen hergestellt. So wird Benzin aus Erdöl durch Auftrennen des Rohöls in verschiedene Fraktionen produziert oder Bier durch Vergären von Hopfen und Malz zusammen mit Wasser gebraut. Die dazu notwendigen „Rezepturen“ nennt man Verfahren. Verfahrenstechnik liefert dabei immer die Antwort auf zwei Fragen:

  • Wie erreiche ich, dass eine gewünschte Umwandlung stattfindet (Verfahren)?
  • Mit welchen Apparaten und Anlagen kann ich das realisieren (Technik)?

Verfahrenstechnik ist immer auch Umwelttechnik

Bei den meisten Verfahren werden die Rohstoffe leider nicht vollständig in die gewünschten Produkte umgewandelt – es fallen mehr oder weniger große Mengen an „Abfällen“ in Form von Abgasen, Abwasser, Abwärme… an. Ziel der Verfahrenstechnik ist die möglichst vollständige Umwandlung der Rohstoffe in nutzbare Produkte und das bei möglichst geringem Energieeinsatz (Ressourcenschonung, Energieeffizienz)

Durch ständige Verbesserung der Verfahren trägt die Verfahrens- und Umwelttechnik dazu bei, dass Umweltbelastungen vermieden oder zumindest reduziert werden. Durch neue Verfahren können Produkte aber auch aus ganz anderen Rohstoffen hergestellt werden (Alternative Energien). Und manchmal ist es sogar notwendig Verfahren zu entwickeln, die überhaupt kein Produkt erzeugen, sondern “nur“ Schadstoffe aus Abluft oder Abwasser entfernen (z.B. Rauchgasreinigung, Abwasseraufbereitung).

Verfahrenstechnik ist also immer zugleich „Umwelttechnik“. Der sparsame Einsatz von Energie und Rohstoffen, die Vermeidung und Minderung von Emissionen, Energierückgewinnung und Recycling sind daher typische verfahrenstechnische Aufgaben.

Nach oben