Fakultäten

 

Bauingenieurwesen

Forschungsschwerpunkt

Wasserwirtschaftliche Systeme

Als wasserwirtschaftliches System wird ein abgegrenzter Teil der Welt bezeichnet, bei dem wasserwirtschaftliche Vorgänge eine Rolle spielen. Aus diesem Grund kann ein wasser­wirtschaftliches System sowohl ein einzelnes Bauwerk (z. B. eine Kläranlage) als auch ein gesamtes Flusseinzugsgebiet umfassen. Gerade im Bodenseeraum ist dieser Bereich von besonderer ökologischer Bedeutung. Hier wurden in internationaler Zusammenarbeit mit der Schweiz und Österreich in den letzten Jahrzehnten bedeutende Erfolge im Gewässerschutz erzielt.

Die Hauptziele des FuE-Schwerpunkts bestehen in der Analyse und Optimierung von wasserwirtschaftlichen Systemen unter Berücksichtigung von technischen, wasserwirtschaftlichen, ökologischen und ökonomischen Randbedingungen. Wesentliche Inhalte des Forschungs­schwerpunkts sind die hydraulische Untersuchung und Optimierung von Geräten und Anlagen. Die entsprechenden Versuche werden im Wasserbaulabor der Hochschule Konstanz durchgeführt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung und praktische Anwendung von physikalischen und mathematischen Modellen, z. B. für die Hochwasserberechnung und –vorhersage und für den Schmutzstoffeintrag in Gewässer.

Die wasserbauliche Expertise in der Fakultät wird von Prof. Dr. W. Lutz und Prof. Dr. P. Hirschmann vertreten. Prof. Dr. W. Lutz hat auf dem Gebiet der mathematischem Modellierung von Niederschlags-Abfluss-Modellen an der Universität Karlsruhe geforscht und promoviert. Das von ihm entwickelte „Lutz-Verfahren“ ist in Baden-Württemberg behördlich eingeführt. Er hat in den vergangenen Jahren umfangreiche Forschungsprojekte u. a. mit Förderung durch die EU durchgeführt. Prof. Dr. P. Hirschmann verfügt im Bereich der Wasserwirtschaft über umfangreiche praktische Erfahrung und hat sich in Forschung und Entwicklung insbesondere mit ökologischen Aspekten wasserwirtschaftlicher Systeme befasst.

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