26.11.10
Stiftungsprofessur wird eingerichtet
Der baden-württembergische Ministerrat billigt Stiftungsprofessur „Elektrische Antriebstechnik für Fahrzeuge“ an der Hochschule Konstanz. Wissenschaftsminister Frankenberg: Weitere Schärfung des Hochschulprofils.
Die Hochschule Konstanz erhält eine Stiftungsprofessur für „Elektrische Antriebstechnik für Fahrzeuge“. Dies hat der baden-württembergische Ministerrat beschlossen. Stiftungsgeber sind die ZF Friedrichshafen AG sowie der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V..
Die Stiftungsgeber werden der Hochschule für eine fünfjährige Stiftungszeit insgesamt rund 600.000 Euro zur Verfügung stellen.„Die Stiftungsprofessur wird das Profil der Hochschule Konstanz in dem wichtigen Zukunftsfeld Elektromobilität weiter schärfen. Sie demonstriert die Verankerung der Hochschule in der regionalen Wirtschaft. Insbesondere die Studierenden werden von dem neuen Lehrangebot profitieren“, sagte Minister Frankenberg.
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Die Stiftungsurkunde überreichte der damalige ZF-Personalvorstand Thomas Sigi (l.) Präsident Dr. Kai Handel. Thomas Sigi ist Vorsitzender des Hochschulrates und Vorstand Personal- und Sozialwesen bei der Audi AG |
Die Lehrinhalte der Professur passen sowohl zum Profil der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik, wo sie angesiedelt wird, als auch zu ZF. „Die Schwerpunkte Antriebsregelung, Elektrische Antriebstechnik und Leistungselektronik werden künftige Ingenieure befähigen, auf einem der modernsten und zukunftsträchtigsten Gebiete der Fahrzeugindustrie zu arbeiten und sie fügen sich sehr gut in das Profil der Fakultät“, sagt Dekan Professor Dr. Werner Kleinhempel. Die Einrichtung der Stiftungsprofessur sei deshalb „die klassische Win-Win-Situation, von der alle Seiten profitieren“, stellt auch HTWG-Präsident Dr. Kai Handel fest.
Dass der Getriebehersteller ZF verstärkt auf die Kenntnisse von Elektroingenieuren setzt, entspricht der Entwicklung in der Automobilindustrie hin zu neuen Antriebsformen. Das „zeigt, dass auch im Geschäftsbereich von ZF Ingenieure der Elektrotechnik und Informationstechnik verstärkt gesucht werden, sie ergänzen seit Langem das klassische Maschinenbauprofil bei ZF“, meint Professor Dr. Gunter Voigt, Vizepräsident für Forschung an der HTWG. Somit sei auch die Verankerung der Professur in der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik folgerichtig.
Stiftungsprofessuren werden nicht vom Land, sondern von privaten Spendern finanziert, die in der Regel für die Forschungs- und Personalkosten der ersten fünf bis zehn Jahre aufkommen. Derzeit gibt es an den baden-württembergischen Hochschulen über 100 Stiftungsprofessuren.
(Quelle: HTWG Aktuell, 26.11.10)
ZF stiftet Professur für Konstanzer HTWG
Friedrichshafener Unternehmen will Fakultät Elektrotechnik langfristig unterstützen
Das Friedrichshafener Unternehmen ZF stiftet der Konstanzer Hochschule Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) eine Professur im Bereich Elektromobilität. Das Engagement des Hightech-Unternehmens ist zunächst auf fünf Jahre angelegt. Bei der Vertragsunterzeichnung betonten aber beide Partner, dass eine Verlängerung durchaus möglich ist.
Für Hochschulpräsident Dr. Kai Handel war es ein besonders erfreulicher Moment. Am Dienstagvormittag hat er gemeinsam mit Thomas Sigi, ZF-Personalvorstand und Vorsitzender des Hochschulrats, die Verträge unterzeichnet. Nun kann die W2-Professur im Fach »Elektrische Antriebstechnik für Fahrzeuge« ausgeschrieben werden. Und im Wintersemester 2011/2012 soll der neue Kollege oder die Kollegin dann die Stelle antreten.
Das Engagement von ZF ist gerade deshalb außergewöhnlich, weil es auf größere Zeiträume angelegt ist. Eine bereits lange währende Zusammenarbeit hat dafür den Grundstein gelegt: »Wir sind sehr dankbar, dass die gute Kooperation mit dem Unternehmen zu dieser Stiftungsprofessur geführt hat«, so Handel bei der Vertragsunterzeichnung. Das Einvernehmen ist beiderseitig: »Das ist eine tolle Hochschule mit hervorragenden Professoren«, lobte Sigi, der sich für ZF mit Hilfe der Stiftungsprofessur auch die Rekrutierung von herausragenden Absolventen erhofft.
Denn noch sei bei den Schulabsolventen nicht angekommen, dass die elektrotechnischen Komponenten im Antriebsbereich ständig zunehmen werden. Bundesweit liegen die Bewerberzahlen im Vergleich zu anderen Fächern unter dem Schnitt. Dabei handle es sich, so der Vizepräsident für Forschung, Prof. Dr. Gunter Voigt, um »eine der Professionen der Zukunft«, die hervorragende Chancen auf dem Arbeitsmarkt verspreche. Mit der neuen Professur könne nun ganz gezielt ein neuer Schwerpunkt an der HTWG innerhalb der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik geschaffen werden. Dadurch erhofft man sich eine höhere Attraktivität.
Immerhin haben künftige Studenten auch jenseits der Ausbildung an der Hochschule durch die Förderung vielfältige Möglichkeiten: ZF bietet Praktikumsplätze, betreute Diplomarbeiten, die Möglichkeit zu Dissertationen und vielleicht sogar eine Anstellung im Anschluss an das Studium. »Wir wollen die Besten am Markt für ZF gewinnen«, so Sigi, der angesichts der demographischen Entwicklung einen Handlungsbedarf für die Industrie diagnostiziert.
Auch andere Unternehmen haben diesen Bedarf erkannt und sich schon vor Jahren im Stifterverband zusammengeschlossen, um die Wissenschaften zu fördern. Und auch von dort wird die Stiftungsprofessur finanziell zusätzlich unterstützt. Auf fünf Jahre gerechnet kommt so eine Fördersumme von über einer halben Million Euro zusammen. Durchaus ein Grund zum Feiern.
13.07.10
ZF stiftet Professur für Elektrotechnik
ZF Friedrichshafen stiftet der Hochschule Konstanz eine Professur für elektrische Antriebstechnik für Fahrzeuge. Sie ist in der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik angesiedelt.
Mit der Professur honoriert ZF auch die regionale Ausrichtung der HTWG. Denn die Hochschule kommt mit ihrem praxisorientierten Studienangebot den Bedürfnissen der regionalen Industrie entgegen. Die vielfältigen kooperativen Projekte in der angewandten Forschung sichern den laufenden wissenschaftlichen Austausch zwischen Hochschule und Unternehmen - und der Kenntnisse über Zukunftstrends in Ingenieurberufen. Das nutzt beiden Seiten. HTWG-Präsident Dr. Kai Handel: „Dank unserer traditionell sehr guten Beziehungen zur ZF werden die Studierenden von der neuen Professur profitieren. Vor allem im Bereich des neuen, innovativen Themas Elektromobilität, das in der Automobilindustrie eine immer größere Bedeutung hat. Unser gemeinsames Engagement zur Behebung des Fachkräftemangels trägt Früchte“.
Bei ZF sieht man „die Hochschulförderung als langfristiges Engagement“, so ZF-Personalvorstand Thomas Sigi. „Bildung wird noch stärker als bisher der Schlüssel zum Erfolg – für die Mitarbeiter ebenso wie für die Unternehmen. Diesen Schlüssel erhält man nicht, indem man einmalig mit dem Füllhorn unterwegs ist. Wer Bildung fördern will, muss dies nachhaltig tun“, so Sigi zu den Beweggründen von ZF zur Förderung. Für ZF-Technikvorstand Dr. Michael Paul ist die Bildungsoffensive ein „Bekenntnis zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung in der Bodensee-Region.“
Die fachlichen Inhalte, die die künftige Professorin oder der künftige Professor vermitteln wird, passen in der Tat sowohl zum Profil der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik als auch zu ZF. „Die Schwerpunkte Antriebsregelung, Elektrische Antriebstechnik und Leistungselektronik werden künftige Ingenieure befähigen, auf einem der modernsten und zukunftsträchtigsten Gebiete der Fahrzeugindustrie zu arbeiten und sie fügen sich sehr gut in das Profil der Fakultät“, sagt Dekan Professor Dr. Werner Kleinhempel. Die Einrichtung der Stiftungsprofessur sei deshalb „die klassische Win-Win-Situation, von der alle Seiten profitieren“, stellt auch Präsident Handel fest.
Dass der Getriebehersteller ZF verstärkt auf die Kenntnisse von Elektroingenieuren setzt, entspricht der Entwicklung in der Automobilindustrie hin zu neuen Antriebsformen. Das „zeigt, dass auch im Geschäftsbereich von ZF Ingenieure der Elektrotechnik und Informationstechnik verstärkt gesucht werden, sie ergänzen seit Langem das klassische Maschinenbauprofil bei ZF“, meint Professor Dr. Gunter Voigt, Vizepräsident für Forschung an der HTWG. Somit sei auch die Verankerung der Professur in der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik folgerichtig.
(Quelle: HTWG Aktuell, 13.07.10)


