Absolventen zeigen Vielfalt
Fotos von der Vernissage in der Villa Prym.
Fotos von den Absolventen und ihren Arbeiten.
Beginnen konnte man den Rundgang zum Beispiel im Dachgeschoss, wo wuchtige Rhythmen und bunte Animationen alle Sinne in Anspruch nahmen. Zwei Visual Jockeys hatten sich dort eingenistet, so genannte VJs, die in Analogie zum bekannteren DJ Musik und Bilder zu mitreißenden Ergebnissen kombinieren – in diesem Fall noch ergänzt um einen umfangreichen Internetauftritt.
Doch Kommunikationsdesign kennt auch leisere Töne: Nach wie vor nimmt die Gestaltung von Büchern, Broschüren und Plakaten einen wichtigen Raum ein, pflegen die Designer klassische grafische und typografische Tugenden. Von Interviewbänden bis zu einem »Kompendium zur Überwindung urbaner Fremdheit« konnte man sich so durchschmökern, sich das Corporate Design für überdimensional großen Schmuck betrachten oder im »Atlas der nie eingetretenen Katastrophen« nachlesen, welchen Horrorszenarien von einst die Menschheit doch nicht zum Opfer gefallen ist.
26 Bachelor- und Masterabsolventen haben die Villa Prym und ihr Nebengebäude für drei Tage in eine Designhochburg verwandelt, haben gezeigt, wie Designer Konzepte erstellen und umsetzen. Und sie haben sich gemessen im Wettbewerb um den Konstanzer Designpreis, der wie immer von einer externen Jury vergeben wurde. Mehrere Stunden lang haben sich die Designer Helm Pfohl, Markus Reiner, Ulla Sachs und Susanne Wacker die Arbeiten angeschaut und dann folgende Entscheidung gefällt:
Dritte Preise gingen an Stefanie Katz für ihre Bachelorthesis »Tumult im Wortreich – ein modulares Lernspiel« sowie an die Master-Kandidatin Martina Armbruster für einen umfangreichen Designworkshop an Schulen mit dem Titel »Peace, Alter«. Mit dem einfühlsamen Interviewband »Eines Tages habe ich ganz genau gewusst« erreichte Sarah Krebietke den zweiten Preis. Der erste Preis ging an ein exotisches Projekt: Tobias Hoss hat bei einer Chinareise das »China Bamboo Museum« in Anji kennengelernt und in seiner Bachelorthesis ein neues Ausstellungskonzept für die Sammlung erarbeitet. Die Aussichten, dass sein Entwurf auch tatsächlich umgesetzt wird, sind gut – neben dem Designpreis wäre das wohl die schönste Belohnung für den 24-Jährigen.


