Bachelor

 

Kommunikationsdesign

Das Auge entscheidet in drei Sekunden

Hühner sind arme Schweine. Man hatte es schon immer geahnt, aber wer Wolfgang Schorlaus Aufsatz »Das globale Turbo-Huhn« gelesen hat, weiß dass es stimmt. Und auch wenn Hühnerstall und High-Tech-Labor denkbar wenig miteinander zu tun haben, bei der Arbeit der Masterstudenten kamen sie dennoch zusammen. Denn der Text des Stuttgarter Journalisten und Krimiautors diente den Kommunikationsdesignern als Inspiration für den Entwurf eines Plakats im Fach »Designforschung und –entwicklung«. Kritische Plakate für eine Gastromesse haben die Studenten dort gestaltet. Ob die Gestaltung auch funktioniert, das Auge des Betrachters hängen bleibt, die Aufmerksamkeit geweckt wird – diesen Fragen ist der Kurs unter Anleitung von Prof. Dr. Michael Burmester im Stuttgarter Haus der Medien nachgegangen.

Einen Tag lang hat der Professor für Ergonomie und Usability, der neben Studenten auch namhafte Firmen berät, an der Konstanzer HTWG die Exkursionsteilnehmer vorbereitet. Die Beschaffenheit des menschlichen Auges war dabei ebenso Thema wie die Fragetechnik bei Untersuchungen. Zwei weitere Tage dauerte der Workshop dann vor Ort, wo die Studenten unter anderem selbst mit Eye-Tracking-Programmen experimentieren konnten und einen Leitfaden für Testpersonen erstellt haben.

Das Ergebnis? Das menschliche Auge entscheidet schnell, und ohne dabei alles erkennen zu können. Das Huhn indes blickt weiter einer düsteren Zukunft entgegen.

Den Text nachlesen kann man unter folgender Quelle:
Schorlau, Wolfgang: Das globale Turbo-Huhn – Ein Beispiel für unseren Umgang mit Fleisch. In: Universitas. Orientierung in der Wissenswelt. Nummer 760, Oktober 2009. S. 1028-1038.