Kissenschlacht auf dem Münsterplatz
»Platz«. Vom Münsterturm aus konnte man es deutlich lesen, in Frakturschrift. Aus der Nähe betrachtet entpuppte sich der Schriftzug als flauschige Möblierung, die den Kirchplatz für einen Nachmittag zur entspanntesten Ecke der Innenstadt machte.
Die Aktion ist Teil der Bachelorarbeit von Eva Köhle und Marina Widmann. Die beiden haben sich mit dem öffentlichen Raum beschäftigt, damit, wie stark der öffentliche Raum unterdessen von werblichen Flächen dominiert ist – und mit der politischen Funktion des öffentlichen Raums.
»Make the streets your own« ist so auch auf der Rückseite der rund 400 Kissen zu lesen, die die beiden Studentinnen für einen Nachmittag den Passanten zur Verfügung gestellt haben. Die Konstanzer haben das Angebot gerne aufgegriffen: Es gab Kissenschlachten, Jonglage-Versuche, und Menschen, die sich ganz schlicht ein Ruhekissen für ein Päuschen gesucht haben.




