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Gespanntes Warten auf die Premiere

Anna Hertz hat seit Beginn des Wintersemesters die Leitung des HTWG-Hochschultheaters übernommen. Nun sind die ersten einhundert Tage vorbei, nach denen man eine erste Bilanz ziehen kann. Ein Versuch.

 

Die Diplom-Schauspielerin ist die Nachfolgerin von Annika Stross, die ebenfalls seit September den Arbeitsplatz gewechselt hat: An das Stadttheater Konstanz, wo Anna Hertz bisher als Gastschauspielerin und freie Mitarbeiterin des Jungen Theaters tätig war.

An der HTWG laufen die Arbeiten für die nächste Produktion auf Hochtouren. Es hat sich wieder ein Team von 40 Studierenden aus allen Fakultäten der Hochschule zusammengefunden, darunter 13 Darstellerinnen und Darsteller. Sie alle „sind sehr offen und neugierig. Ein bunt zusammengewürfelter Haufen, klug und verrückt, genau wie man es braucht, um eine neue Truppe aufzubauen“, berichtet Anna Hertz über ihre ersten Erfahrungen am HTWG-Theater. Die meisten Darsteller sind das erste Mal im Hochschultheater, doch auch einige erfahrene Studierende sind mit dabei und bringen ihr Wissen ein. Denn Anna Hertz sagt selbst, sie sei noch neu und versuche sich mit den vielen Details und Abläufen an der Hochschule zurechtzufinden. Da sind erfahrene Leute eine große Hilfe.

Das Stück, an dem alle zusammenarbeiten, hat den Titel „Die Zerstörung des eigenen Vorgartens“ und handelt grob gesagt davon, „wie unklug wir manchmal miteinander umgehen und wie schwer Veränderungen für uns sind“, erläutert Anna Hertz. Auf der Grundlage von Peter Hacks Erzählung „Meta Morfoss“ haben die Texter der Theatergruppe verschiedene Charaktere entwickelt – eine Hausgemeinschaft, die die Grenzen ihrer Komfortzonen im Zusammenleben auslotet.  Bei einem ersten Theaterwochenende wurden gemeinsam die ersten größeren Schritte hin zu einer Inszenierung gemacht. Anna Hertz scheint ebenfalls die ersten Gehversuche an der HTWG gut gemeistert zu haben, denn der Laden läuft bisher ohne vernehmbares Knirschen im Getriebe. Wenn sie mit den Studierenden zusammensitzt und sie das Stück entwickeln, erlebt man eine konzentrierte und dennoch lockere und heitere Atmosphäre.

Anna Hertz scheint es also an der HTWG gut getroffen zu haben. Seit 2009 ist sie als Regisseurin, Schauspielerin und Theaterpädagogin im Bodenseeraum tätig. Als Kind einer Schauspielerin und eines Theaterplastikers geboren kam sie somit sehr früh mit dem Medium Theater in Kontakt. Schon mit zwanzig Jahren machte sie als Regieassistentin, Bühnenbildnerin und Inspizientin am „S.L.O. Little Theater“ in Kalifornien ihre ersten internationalen Theatererfahrungen, die sich in verschiedenen multilingualen Projekten bis heute fortsetzen.

Nach ihrem Studium an der „Hochschule für Musik und Theater Hannover“, das sie 2002 erfolgreich als Diplom Schauspielerin abschloss, arbeitete sie als Schauspielerin unter anderem am Staatstheater Hannover, Theater Magdeburg und Theater Konstanz.

Seit sie mit ihrer Familie nach Konstanz zog, konzentriert sie sich immer mehr auf die Arbeit als Regisseurin und Theaterpädagogin. So arbeitete sie am Salem International College, an der Südwestdeutschen Philharmonie, am Jungen Theater Konstanz, Seniorenzentrum für Bildung und Kultur Konstanz, an der Universität Konstanz, sowie an diversen anderen Bildungseinrichtungen und für Festivals in der Region. Seit 2016 ist sie nebenberuflich Kursleiterin der TPZ Theaterpädagogik BW e.V. für den Standort Konstanz.

Foto: Ilja Mess

 

Vorstellungen

Premiere: 21.01.2019 um 20 Uhr

Weitere Vorstellungen: 22./ 23./ 24.01.2019 um 20 Uhr

Spielort

G-Gebäude der HTWG Konstanz (Eingang von der Rheingutstraße)

Karten

In der Mensa der HTWG: Di, 08.01 – Fr, 11.01 und Mo 14.01 – Fr 18.01

oder via theater@htwg-konstanz.de