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HTWG feiert Fähigkeit zur Veränderung

Mehr als 350 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Hochschule waren zur diesjährigen akademischen Jahrfeier gekommen. Gründe zum Feiern gab es gleich drei.

Der erste liegt im Jahr 1906 begründet. Damals hat Alfred Wachtel die „Private höhere technische Lehranstalt“ ins Leben gerufen – die heutige HTWG. Es mag ungewöhnlich sein, gerade das 111-jährige Bestehen zu feiern, aber die Zahl spiegle gut das Ziel der Hochschule wider, betonte HTWG-Präsident Prof. Dr. Carsten Manz: „drei Mal die 1 – In den drei Kernfeldern Lehre, Forschung und Weiterbildung wollen wir höchsten Qualitätsansprüchen genügen“, sagte der Präsident.

Erfolgsfaktor wissenschaftliche Weiterbildung
Einen zweiten Grund zum Feiern bot die Weiterbildungseinrichtung Lake Constance Business School. Sie wurde vor 25 Jahren gegründet. Prof. Dr. Carsten Manz dankte den Vätern der Einrichtung, Prof. Dr. Bernd Richter, Dr. Tobias Engelsing und Roland Luxemburger, die zum Wintersemester 1992 das Studienzentrum Schloss Langenrain gegründet hatten - die heutige LCBS.

Festrednerin Jutta Driesch, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Konstanz-Ravensburg beleuchtete anlässlich des Jubiläums die wissenschaftliche Weiterbildung als Erfolgsfaktor für Unternehmen und den Arbeitsmarkt. Gerade die digitale Transformation erfordere hoch qualifiziertes Personal. Weiterbildungen werden selbstverständlich sein müssen. Sie dankte den Hochschulen der Bodenseeregion für ihr reichhaltiges Angebot und forderte Unternehmen auf, es zu nutzen. „Es lohnt sich für den Arbeitsmarkt, die Unternehmen, die Hochschulen und die Arbeitnehmer“, betonte sie.

Start mit rotem Knopf
Beide Anlässe, das Jubiläum der LCBS und das 111-jährige Bestehen der Hochschule zeigten eine Fähigkeit, die zum langjährigen Bestehen notwendig ist: Die Fähigkeit zur Veränderung, um sich neuen Herausforderungen angemessen stellen zu können. Die Veränderung der HTWG nach einer Strategiediskussion erfolgreich auch mit der Außendarstellung sichtbar gemacht zu haben, war schließlich der dritte Anlass zum Feiern: Die HTWG hat die Umstellung auf ein neues Corporate Design mit dem Start der neuen Website zur Jahrfeier abgeschlossen.
Präsident Prof. Dr. Carsten Manz drückte mit Rechenzentrumsleiter Michael Steuert, seiner Mitarbeiterin Renate Höger und seinem Mitarbeiter Konrad Mauz sowie mit Julia Zádor, in der Abteilung Kommunikation verantwortlich für das Design der Hochschule, symbolisch den Startknopf für die neue Website.

Die neuen Seiten zeichnen sich durch eine starke Nutzerorientierung aus. „Klare Strukturen schaffen für den Nutzer eine leichte und schnelle Orientierung“, betonte der Präsident. Die Homepage bietet einen zielgruppenorientierten Einstieg, so dass zum Beispiel Unternehmen zielgerichtet auf Informationen geleitet werden, die für sie interessant sind - wie die Weiterbildungsangebote, Labore und Forschungsinstitute oder Kooperationsmöglichkeiten im Technologietransfer. Studieninteressierte dagegen finden schnell den Weg zu einem Überblick über das Studienangebot, zu Informationsveranstaltungen und Studienberatung – konsequent auch für die Darstellung auf mobilen Endgeräten.

Das neue Design stellt den Redakteurinnen und Redakteuren vielfältige Inhaltselemente zur Verfügung, was der Seite Dynamik verleiht. „Aber damit ist auch die Komplexität erheblich gestiegen. „Ein Dank gebührt allen rund 80 Redakteurinnen und Redakteuren, dass sie sich auf die neuen Möglichkeiten eingelassen haben und sie zielführend nutzen. Ohne Sie alle würden wir heute den Relaunch unserer Homepage nicht feiern“, sagte Präsident Manz.

Preisverleihungen
Zu einem Höhepunkt jeder Jahrfeier gehören Preisverleihungen an Studierende und Absolventinnen und Absolventen, die für besonders herausragende Leistungen geehrt werden. Prof. Dr. Jochen Rädeker rückte mit kurzweiligen Gesprächen mit den Ausgezeichneten die besonderen Leistungen ins Scheinwerferlicht:

Den Alfred-Wachtel-Preis für den besten Bachelor-Abschluss erhielt Samuel Wiertz (Mitte) aus dem Studiengang Elektrotechnik und Informationstechnik. Er war bei seiner Abschlussarbeit von Prof. Dr. Johannes Reuter betreut worden. Links Moderator Prof. Dr. Jochen Rädeker, rechts Prof. Dr. Oliver Haase, Vizepräsident Forschung.

Den Alfred-Wachtel-Preis für den besten Master-Abschluss erhielt Henrik Westphal (3.v.l.) aus dem Studiengang Bauingenieurwesen. Er war bei seiner Abschlussarbeit von Prof. Dr. Franz Zahn (2.v.l.) betreut worden. Links Moderator Prof. Dr. Jochen Rädeker, rechts Prof. Dr. Oliver Haase, Vizepräsident Forschung.

Die IHK Thurgau zeichnet die beste bzw. den besten Schweizer Absolventen mit dem „Thurgau-Preis“ aus. Peter Maag, Direktor der IHK Thurgau (rechts), überreichte den Preis an Marius Germann (3.v.l.) aus dem Studiengang Wirtschaftsinformatik. Marius Germann war bei seiner Abschlussarbeit von Prof. Dr. Christopher Rentrop (2.v.l.) betreut worden. Links Moderator Prof. Jochen Rädeker.

Den diesjährigen Forschungs-Preis überreichte Prof. Dr. Oliver Haase (rechts), Vizepräsident Forschung, an Lisa Schöttl. Sie hat als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Konstanz Institut für Corporate Governance bei Prof. Dr. Stephan Grüninger und Prof. Dr. Josef Wieland von der Zeppelin Universität, Lehrstuhl für Institutional Economics Organisational Governance, Integrity Management & Transcultural Leadership zum Thema Integrity Management – zur Bedeutung und Förderung integren Unternehmenshandelns promoviert. Links Moderator Prof. Jochen Rädeker.

Der Projekt-Preis für die Auszeichnung studentischer Arbeiten mit besonderer Anwendungsorientierung, den die Christa und Hermann Laur-Stiftung stiftete, ging an Felix Warrisch (mitte) vom Studiengang Maschinenbau Entwicklung und Produktion für die Idee und die Umsetzung einer Grillstation für öffentliche Plätze. Er wird betreut von Karl-Hermann Katzoreck (2.v.r.). Den Preis überreichte Oliver Thode (2.v.l.), Bereichsleiter Technologie der ETO Gruppe. Links Moderator Prof. Dr. Jochen Rädeker, rechts HTWG-Präsident Prof. Dr. Carsten Manz. (aw)