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Von der Idee zum Pitch in 9 Tagen: Startup Summer School an der HTWG

15 junge Menschen sitzen in großem Abstand voneinander in der Aula der HTWG. Auf einer Leinwand über der Tafel ist eine Präsentationsfolie mit der Aufschrift "Startup Summer School #2" zu sehen. Vor der Tafel stehen zwei junge Frauen mit Mund-Nasen-Schutz.

Brainstormings, Expertenvorträge und viel Hirnschmalz – bei der Startup Summer School haben 15 Konstanzer Studierende in weniger als zwei Wochen Gründungsprojekte von der groben Idee bis zum Pitch ausgefeilt. Kilometer1, die Startup-Initiative von HTWG und Universität Konstanz, hat sie mit geballtem Gründungswissen unterstützt.

Wie setze ich meine Gründungsidee in die Tat um? Und hat sie überhaupt Potenzial? Bei der Beantwortung dieser Fragen unterstützte die Summer School von Kilometer1 ihre Teilnehmerinnen und Teilnehmer Ende September an der HTWG. Die Veranstaltung führt die potentiellen Gründer und Gründerinnen mit Hilfe von Experten und Expertinnen vom ersten Brainstorming bis zum Pitch.

Konstanzer Gründer und Gründerinnen unterstützen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Startup Summer School

In Vorträgen und Workshops erzählten beispielsweise die Gründer der Konstanzer Startups „Froobie“ und „Knödelkult“ von ihren eigenen Erfahrungen und beantworteten Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. „Ich fand es super, dass wir die Möglichkeit hatten, erfahrene Gründer persönlich zu interviewen“, erzählt Lisa Brunner, BWL-Studentin an der HTWG.

„Man hört ja immer, dass die Gründerszene in Konstanz so gut vernetzt wäre. Jetzt haben wir selbst erlebt, dass das stimmt. Die Gründer haben uns sogar aufgefordert, uns bei späteren Nachfragen per E-Mail zu melden“, ergänzt ihr Projektpartner Jan Herrmann, HTWG-Student im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen Elektro- und Informationstechnik.

Ein junger Mann von hinten fotografiert. Er sitzt an einem Tisch. Vor ihm liegt eine Blatt Papier mit einer Tabelle. Darauf kleben Notizzettel.

In Workshops erarbeiteten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Kenntnisse, die bei der Gründung helfen können, zum Beispiel das Aufstellen eines Geschäftsplans.

 

Biologisch abbaubar oder pädagogisch sinnvoll: Die Gründungsideen waren vielseitig

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der jährlich stattfindenden Summer School finden sich bei einer Art Speeddating bereits in den ersten Tagen der Veranstaltung in Teams zusammen. Jede Gruppe arbeitet ein Projekt aus. Eine konkrete Idee muss nicht jeder mitbringen. Manchmal reicht auch schon eine Problemstellung. Das Team von Lisa Brunner und Jan Herrmann will der Verschmutzung des Heroséparks durch Kronkorken entgegenwirken. Bei der Summer School arbeiteten sie an einer biologisch abbaubaren Alternative.

Andere Teams befassten sich mit abstrakteren Problemstellungen. Katja Seiter, HTWG-Studentin im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau und Felix Duffner, Masterstudent im Studiengang International Project Engineering, nahmen sich das Thema Datenschutz vor.

15 junge Menschen stehen im Hof der HTWG in zwei Reihen. Je zwei Personen stehen einander mit etwas Abstand gegenüber und schauen sich an.

Beim Speeddating auf dem Hof der HTWG fanden sich die Teilnehmer in Teams zusammen.

 

Viel Lob für das Organisations-Team für Präsenz-Workshops in Corona-Zeiten

„Mir hat vor allem der Workshop zu Personas von zwei Mitarbeitern des IT- und Beratungsunternehmens IBM geholfen“, berichtet Felix Duffner. Seine Projektpartnerin und er fanden mit dessen Hilfe ihre Zielgruppe. Sie entwickelten ein Konzept für ein digitales Lernmedium zum Thema Datenschutz für den Schulunterricht.

Die besondere Situation auf Grund des Covid19-Virus stellte das Organisations-Team von Kilometer1 vor eine Herausforderung. Diese wurde durch ein größeres Raumangebot, weniger Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ein Hygienekonzept und teilweise virtuelle Workshops jedoch gut gemeistert. „Wir haben sehr positives Feedback von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern dafür erhalten, dass wir die Summer School hauptsächlich vor Ort an der HTWG durchgeführt haben“, sagt Organisatorin Isabella Brunner. Außerdem hätten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch aktiv bei der Umsetzung des Hygienekonzepts mitgeholfen.

Bild oben: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Summer School hielten bei der Einführungsveranstaltung in der Aula der HTWG viel Abstand voneinander.

Die Startup Summer School von Kilometer1 ist ein Angebot des Studium generale an der HTWG Konstanz. Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Gründungsidee und können dabei noch ECTS-Punkte sammeln. Die Summer School findet jedes Jahr statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen wertvollen Input von Experten und Expertinnen, beispielsweise zu den Themen Design Thinking, Rapid Prototyping und Business Modelling. Weiterhin vermittelt die Summer School Grundlagenkenntnisse zu Produktentwicklung, Innovationsprozessen und Unternehmensgründungen nicht nur in der Theorie, sondern auch in vielen praktischen Einheiten.

Mehr Informationen gibt es auf der Website von Kilometer1. (mm)