Fachgebiet Energieeffizientes Bauen

Kompetenzzentrum Energiewende Region Konstanz

Im "Kompetenzzentrum Energiewende Region Konstanz" finden Akteure der unterschiedlichsten Bereiche mit dem Ziel einer erfolgreichen Umsetzung der Energiewende als Partner zusammen und behalten gemeinsam die Entwicklungen im Landkreis Konstanz im Blick. In regelmäßigen Vernetzungstreffen finden Austausch, Diskussion und Projektpartnerfindung statt.

Unterstützt wird die Vernetzung vom Projektleitungsteam, das an der Hochschule Konstanz (HTWG) angesiedelt ist.

Monitor Energiewende

- Region Konstanz -

Die Landesregierung Baden-Württemberg hat im Jahr 2014 einen detaillierten Plan für Klimaschutz und Energiewende in Baden-Württemberg mit konkreten Zielen bis 2050 vorgelegt. Erreicht werden können diese Ziele nur, wenn die einzelnen Landkreise und Kommunen ihren jeweiligen Beitrag dazu leisten. Ein regelmäßiges Monitoring soll dazu beitragen, den aktuellen Stand festzustellen um etwaige Defizite beheben zu können.

Mit dem Monitor Energiewende Region Konstanz wurde untersucht, welche der erforderlichen Daten für ein solches Monitoring auf Landkreisebene verfügbar und wie zugänglich diese sind. Ein wichtiges Ziel des Projektes war es, Konzept und Struktur für einen Monitoringbericht zu entwickeln, der anhand einfach und möglichst kostenfreier Daten den Stand der Energiewende auf Landkreisebene in einer Weise abbilden kann, die Zusammenhänge innerhalb und zwischen den Sektoren veranschaulicht und hilft, geeignete Stellschrauben zu identifizieren.  

Anhand der bisher zugänglichen Daten zeigt sich, dass die Effizienzsteigerungen zwar zu deutlich erkennbaren Einsparungen führen, diese jedoch bei weitem nicht ausreichen, um die Zielvorgaben der Landesregierung zu erreichen. Insbesondere die gegenläufigen Konsumtrends kompensieren einen großen Teil der Effizienzgewinne. Zudem bleibt der Ausbau der erneuerbaren Energien weit hinter den Zielen der Landesregierung zurück.

Im Rahmen des Projekts entstanden insgesamt drei Monitore für 2015, 2016 und 2017, die die Energiewende in der Region Konstanz im Detail untersuchen. Laden Sie die jeweilige Version über den Link im Titelblatt herunter.


Das Kompetenzzentrum Energiewende Region Konstanz bot allen, die sich für das Thema Energiewende begeistern, die Möglichkeit, sich mit anderen Akteuren der Region auszutauschen und an gemeinsamen Zielen zu arbeiten. Eine besondere Rolle nahmen dabei die Partner des Zentrums ein, die sich für die Durchführung neuer Projekte engagieren, was ein erfolgreiches Vorantreiben der Energiewende in der Region ermöglicht. Insgesamt wurden während der Projektlaufzeit über 25 Projektpartner gewonnen.

Die Projektleitung des Kompetenzzentrums übernahm in der Zusammenarbeit eine unterstützende Funktion und war jederzeit Ansprechpartner für die Akteure. 
Die Vernetzung untereinander sowie der transdisziplinäre Austausch wurde durch die Organsation regelmäßiger Partnertreffen gefördert.
Der enge Kontakt zwischen Projektleitung und Projektpartnern ermöglichte eine gute Sichtbarkeit über die Aktivitäten nach außen in Form von Medienberichterstattung und auf der Website des Kompetenzzentrums.

Gemeinsam mit den Akteuren entstand eine Partnererklärung, durch die sie ihre Unterstützung des Kompetenzzentrums kenntlich gemacht haben.

Ziele des Kompetenzzentrums

Das Kompetenzzentrum wurde vor dem Hintergrund der Energiewende in der Region Konstanz aufgebaut da die Energiewende in der Region Konstanz und ihre einzelnen Aktivitäten skalier- und multiplizierbar sind. Damit stellt die Energiewende in der Region einen wichtigen Baustein für die Energiewende in Deutschland, in der EU und global dar.

Zentrale Ziele der Energiewende für die Region Konstanz sind

  • Klimaschutz / Senkung der Treibhausgasemissionen
    (orientiert an den nationalen Zielen: -80 bis 95% bis 2050 ggü. 1990, bzw. -55% bis 2030, -70% bis 2040)
  • Atomausstieg
    (völliger Atomausstieg bis 2022)
  • lokal profitieren
    (langfristig sichere und stabile Energieversorgung kombiniert mit gesteigerter Wertschöpfung und Arbeitsplätzen vor Ort)

Mit der Förderung der Energiewende in unserer Region sollte ein Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung geleistet werden, also zu einer hohen Lebens- und Umweltqualität, heute und in Zukunft, hier und anderswo. Dazu wurden folgende Randbedingungen berücksichtigt:

  • Gerechte & sozialverträgliche Kosten-/Nutzenverteilung
  • Umwelt- und Naturschutz
  • demokratisch & partizipativ
  • regional angepasst
  • positive globale Auswirkungen.

Presseartikel

31.01.2014 - Südkurier - Wenn regionale Forschung nach Afrika ausstrahlt

11.02.2014 - Südkurier - Volle Kraft für die Energiewende

09.04.2015 - Südkurier - Kreis hinkt bei Energiewende hinterher

16.07.2015 - Südkurier - Wege zur Entlastung der Umwelt