Bibliothek

Die Hochschulbibliothek ist Ansprechpartnerin in allen Fragen der Literatur- und Informationsversorgung der HTWG.

FAQ zu Publizieren und Open Access

Hier finden Sie FAQs und Erläuterungen zu einigen häufig verwendeten Begriffen im Zusammenhang mit Open Access und zum Publizieren im Allgemeinen.

    • Was bedeutet Open Access?

      Unter Open Access versteht man den unbeschränkten und kostenlosen Zugang zu wissenschaftlicher Information. Open-Access-Publizieren bedeutet:

      • Ihre Publikation ist weltweit öffentlich und kostenfrei im Internet zugänglich.
      • Ihre Publikation kann von anderen gelesen, heruntergeladen, kopiert, gedruckt und verwendet werden (im Rahmen des Urheberrechts)
      • Sie behalten Nutzungsrechte an Ihrer Publikation.

      Dieses Video des Samenwerkingsverband Hogeschoolbibliotheken fasst die wichtigsten Begriffe zum Thema Open Access zusammen:

      Zum Video auf YouTube "What is Open Access?" (5:01 Minuten)

    • „Grüner Weg“ zum Open Access (Green Open Access, Self-Archiving-Modell)

      Wissenschaftliche Publikationen, die bereits in einem Verlag erschienen sind oder erscheinen werden, können als Zweitveröffentlichung auf Open-Access-Dokumentenservern (oder Repositorien) publiziert werden. Dieses Prinzip der Veröffentlichung wird als der grüne Weg des OpenAccess (Self-Archiving oder Selbstarchivierung) bezeichnet.

      Die meisten Verlage erlauben inzwischen die Veröffentlichung in institutionellen Repositorien oder auf der Homepage der Autorin/des Autors. Die Veröffentlichung ist allerdings oft verbunden mit Auflagen, wie Sperrfristen zwischen der verlagsgebundenen Erstveröffentlichung und der Open-Access-Bereitstellung im Internet. Mit der SHERPA/RoMEO-Datenbank können die Vorgaben der Verlage geprüft werden.

      Bei Verlagen, die bislang keine Parallelveröffentlichung gestatten, können Autorinnen und Autoren die Standardverlagsverträge um Vertragszusätze ergänzen. Gleiches gilt zur Vermeidung von Sperrfristen.

      Die HTWG bietet mit dem Publikationsserver OPUS die Möglichkeit, wissenschaftliche Arbeiten zu veröffentlichen.

      Veröffentlichen auf dem HTWG-Publikationsserver

    • „Goldener Weg“ zum Open Access (Gold Open Access, Author-Pay-Modell)

      Der goldene Weg des Open Access Publizierens bezeichnet die Erstveröffentlichung wissenschaftlicher Werke als Artikel in Open-Access-Zeitschriften, als Open-Access-Monografie oder als Beitrag in einem Open Access erscheinenden Sammelwerk oder Konferenzband.

      Diese Texte durchlaufen für gewöhnlich denselben Qualitätssicherungsprozess, den auch Closed-Access-Werke durchlaufen, meist in Form eines Peer Review oder Editorial Review. Mit dem Verlag wird in der Regel ein Publikationsvertrag geschlossen, der bestimmt, welche Nutzungsrechte die Autorinnen und Autoren dem Verlag einräumen und welche Nutzungsbedingungen für die entgeltfrei zugänglichen Dokumente gelten sollen. Ein solcher Vertrag wird oftmals durch eine Open-Access-Publikationslizenz ergänzt, durch die Autor/innen den Nutzer/innen weitergehende und genau spezifizierte Rechte einräumen können.

      Open-Access-Zeitschriften finanzieren sich durch verschiedene Geschäftsmodelle. Das kann die klassische Finanzierung durch Autor/innen sein (author-pays-modell) oder die Erhebung von sog. Article processing charges (APCs), deren Zahlung ganz oder teilweise durch die Autor/innen oder durch Dritte wie z.B. über Drittmittel, Förderer, Publikationsfonds oder die eigene Institution erfolgt.

      Zwischen goldenem und grünem Weg gibt es auch Mischformen. So tragen z.B. Preprints vor der Veröffentlichung des Inhalts im Verlag Merkmale des goldenen und grünen Wegs des Open Access. Genauso stellt die Erstveröffentlichung von Dokumenten auf einem Repositorium eine Art Mischform der beiden Open Access Strategien dar: Da es sich um Erstveröffentlichungen handelt, kann die Publikation als Gold Open Access gelten, allerdings erfolgt sie auf Publikationsservern, den Repositorien, die üblicher Weise zur Bereitstellung von Materialien des grünen Open Access dienen.

      Quelle: open-access.net

      Publizieren bei einem Verlag

    • Vorteile und Vorbehalte

      Es gibt zahlreiche Gründe für Open Access. So führt OA zu einer erhöhten Sichtbarkeit und Wirksamkeit wissenschaftlicher Texte sowie zu vielfältigen Nachnutzungsmöglichkeiten wissenschaftlicher Arbeiten. Doch es gibt auch Vorbehalte gegen Open Access.

      Die Informationsplattform open-access.net führt neben den Argumenten für OA auch die Vorbehalte auf:

      Gründe und Vorbehalte auf open-access.net

      • Qualitätsmerkmale von Open Access-Zeitschriften

        Gute Open Access-Zeitschriften haben die gleichen Qualitätsmerkmale wie gute Subskriptionszeitschriften:

        • sie bieten ein transparentes Begutachtungsverfahren
        • haben bekannte Wissenschaftler/innen als Herausgeber/innen
        • veröffentlichen relevante Forschung
        • bieten dauerhafte Referenzierung der Artikel
        • werden in den einschlägigen Fachdatenbanken oder Katalogen (z.B. Web of Science, Scopus, EZB) nachgewiesen
      • Predatory Journals (räuberische Zeitschriften und Verlage)

        Leider gibt es auch schwarze Schafe unter den Herausgebern bzw. Verlegern von Open Access Zeitschriften, die als sog. predatory publisher bekannt sind. Diese sind nur an den Publikationsgebühren interessiert, ohne die üblichen Standards guter wissenschaftlicher Praxis einzuhalten. Um die Publikation in solchen Zeitschriften zu vermeiden, sollten Sie mithilfe der Checkliste von Think.Check.Submit die Seriösität der gewählten Zeitschrift prüfen.

        Checkliste von Think.Check.Submit

        Auch der Erhalt von Spam-E-Mails mit der Aufforderung, in einer Zeitschrift zu publizieren, ist ein weiterer Anhaltspunkt für eine geringe Seriosität.

      • Finanzierung der Article Processing Charge (APC)

        Die Leserinnen und Leser zahlen bei Open-Access-Publikationen nichts. Daher verlagen oft die Verlage von den Autorinnen und Autoren Gebühren, sogenannte Article Processing Charge (APC). Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich diese Gebühren finanzieren zu lassen.

        Finanzierung von Open Access-Publikationen

         

      • Rechtsfragen

        Eine häufige Frage von Autorinnen und Autoren ist, wie bzw. ob eine wissenschaftliche Arbeit öffentlich zugänglich gemacht werden darf, ohne dass damit Rechte verletzt werden. Wir haben Ihnen die wichtigsten Informationen und Quellen zu Open-Access-Rechtsfragen zusammengestellt:

        Rechtsfragen zu Open Access

      • Autorenprofile

        Mit Autorenprofilen stellen Sie sicher, dass Ihre Publikationen in den Plattformen tatsächlich Ihnen zugeordnet sind. Wir zeigen Ihnen den Umgang mit ORCID ID, das Publons-Profil in Web of Science, Scopus Author ID und GoogleScholar Citations.

        Akademisches Identitätsmanagement

      • Weitere Informationsmöglichkeiten

        Die DFG-geförderte Plattform open-access.net informiert über das Thema Open Access und bietet praktische Umsetzungshilfen an.

        Zur Informationsplattform open-access.net