Fakultät Bauingenieurwesen

Die Fakultät Bauingenieurwesen bietet eine fundierte und praxisnahe Ausbildung zu Bau-, Wirtschafts- und Umweltingenieuren an, die unter anderem in Unternehmen und Planungsbüros, der Bau- und Immobilienwirtschaft, der Umwelttechnik sowie bei der Öffentlichen Hand gesucht sind.

Projekte

Jedes Semester werden in verschiedenen Veranstaltungen der Studiengänge der Fakultät Bauingenieurwesen Projekte durchgeführt - teilweise veranstaltungs- und / oder studiengangsübergreifend:

Interdisziplinäres Projekt für Bachelor-Studenten der Fachrichtungen URB und WIB, Wintersemester 2017/18

Leitung: Prof. Dr.-Ing. Dach, Prof. Dr.-Ing. da Silva

Beim Interdisziplinären Projekt im Wintersemester 2017/18 hatten die Bachelor-Studenten der Fachrichtungen Umwelt- und Ressourcenmangement und Wirtschaftsingenieurwesen die Aufgabe zur Planung von PV-Anlagen Vorplanungs- / Entwurfsniveau (in Anlehnung an die HOAI Phasen 1 bis 3), zur Erarbeitung von Businessplänen und Vermarktungskonzepten, inkl. Prüfung von Umweltverträglichkeit & Ökobilanz.  Die HTWG Konstanz gilt als zukunftsorientierte und nachhaltige Hochschule. Daher sollen auf den beiden neugebauten Seminargebäuden P und O jeweils eine PV-Dachanlage installiert werden. Mit einer Solarstraße am Nordufer des Seerheins gegenüber der HTWG, Nähe des Herosé-Parks kann zwar nicht ganz so viel Elektrizität gewonnen, dafür eine hohe Außenwirkung erzielt werden, da sich sehr viele Menschen, gerade im Sommer dort aufhalten.

Kurzfilm zum Projekt


Ausgezeichneter Einstieg in den Klimaschutz

HTWG-Projekt #climatechallenge bekommt Förderpreis des Landes.
Projekt will persönlichen Einstieg in Klimaschutz erleichtern.

Jeder einzelne kann den Klimaschutz voranbringen. Davon ist das Team um Maike Sippel, Professorin für Nachhaltige Ökonomie überzeugt. Um den Einstieg ins eigene Tun zu unterstützen, arbeitet die Gruppe mit dem Format #climatechallenge: 30-tägigen Veränderungsexperimenten im eigenen Lebensstil. Nun soll #climatechallenge als Angebot für HTWG Studierende und Bürger der Stadt Konstanz weiterentwickelt werden. Die baden-württembergischen Ministerien für Wissenschaft und für Umwelt zeichnen diese Idee aus.

„Wir warten nicht auf eine gute Klimaschutzpolitik, wir fangen einfach an“ sagt Sippel mit Blick auf die aktuellen Bremsbewegungen von CDU/CSU und SPD. Denn über seinen eigenen Lebensstil könne jeder frei entscheiden. Wie man zu Hause Strom und Heizung nutze, wie weit und wie man sich fortbewege, was man esse und wieviel neue Produkte man kaufe, die bei ihrer Herstellung Energie benötigt haben – das seien die zentralen Stellschrauben für die persönlichen Klima-Emissionen.

Konkrete Veränderungen könnten zum Beispiel darin bestehen, tierische Produkte in der Ernährung zu ersetzen, einen autofreien Monat auszuprobieren oder Sachen zu reparieren und tauschen statt neu zu kaufen. Eine Zeitspanne von 30 Tagen erweise sich als dabei gut geeignet für solche Veränderungsexperimente. „Das ist kurz genug, um sich ohne Verlustängste auf den Weg zu machen – und lang genug um gewohnte Routinen zu durchbrechen und spannendes neues zu entdecken“ erklärt Annika Kreuzer. Sie begleitet derzeit Studierendenteams des Studiengangs Umwelttechnik und Ressourcenmanagement dabei, Anlaufstellen ausfindig zu machen, die bei der Umsetzung einer #climatechallenge in Konstanz hilfreich sein könnten. So wäre es für jemanden, der eine Ernährung ohne Fleisch ausprobieren möchte vielleicht interessant zu sehen, welche Restaurants bereits eine reiche Auswahl an veganen und vegetarischen Speisen anbieten. Gemeinsam mit Vertretern solch möglicher Anlaufstellen sollen Möglichkeiten zur Ausweitung des #climatechallenge Angebots in Konstanz ausgelotet werden.

Sippel erwartet sich aus den Veränderungsexperimenten auch Impulse für erforderliche strukturelle Veränderungen. „Wir stoßen bei der Durchführung der #climatechallenges regelmäßig auch auf Hürden: Teilweise ist es schwieriger, teurer oder aufwändiger sich klimaschützend zu verhalten. Die Leute beginnen sich dann zu fragen, was sich gesellschaftlich und politisch eigentlich ändern müsste, damit es für alle einfacher wird, klimafreundlich zu leben.“ Und das sei der erforderliche Nährboden für eine wirksame Klimapolitik, von der kommunalen bis zur nationalen Ebene.

Eine Reihe von Studierenden und Absolventen der HTWG Konstanz trägt zusammen mit Prof. Sippel die #climatechallenge Aktivitäten. Den Förderpreis erhielt das Projekt am 8. Dezember 2017 im „Wettbewerb für globale Nachhaltigkeit an baden-württembergischen Hochschulen - campusWELTbewerb“.


Kontakt:
Prof. Dr. Maike Sippel, Tel. 01784241276, maike.sippel@htwg-konstanz.de, www.climatechallenge.de


Energiekonzept Tiny House

Autarkes Wohnen auf kleinem Raum – ein sinnvolles Konzept für die Zukunft? Mit dieser Fragestellung haben sich Studierende des 3. Semesters Umwelttechnik und Ressourcenmanagement der HTWG beschäftigt. Im Rahmen des Seminars Projektmanagement entstand über mehrere Monate ein Energiekonzept, dass das Leben in einem 15m² kleinen Tiny House ermöglichen soll. Die Energiebereiche Strom und Wärme selbst zu produzieren ist insbesondere bei einem Tiny House sinnvoll, um nicht nur räumlich, sondern auch energietechnisch flexibel und unabhängig zu sein – zwei große Vorteile, die das Wohnen im Tiny House für moderne Nomaden attraktiv machen.

Doch hat man genug Platz für eine Photovoltaikanlage? Welche rechtlichen Vorgaben müssen allgemein eingehalten werden und wo kann man auf 15m² einen Holzofen unterbringen?

Als Fazit des Energiekonzepts lässt sich festhalten, dass autarkes Wohnen in einem Tiny House, mit geringen Abstrichen, hinsichtlich des Wohnkomforts realisierbar ist. So bietet die Dachfläche ausreichend Platz um den Strombedarf eines 2-Personen Haushalts zu decken. Des Weiteren lassen sich moderne Stromspeicher dank kompakter und leichter Bauweise problemlos in ein Tiny House integrieren. Die Wärmeversorgung wird mittels Holzofen und Abgaswärmetauscher für Warmwasser gesichert.


Interdisziplinäres Projekt für Bachelor-Studenten der Fachrichtungen BIB und WIB, Sommersemester 2017

Leitung: Prof. Dr.-Ing. Knoll, Prof. Dr.-Ing. da Silva

Thema: Planung und Bau eines hydraulischen Modells für eine Wasserkraftanlage

Beim Interdisziplinären Projekt im Sommersemester 2017 hatten die Bachelor-Studenten der Fachrichtungen Bauingenieurwesen und Wirtschaftsingenieurwesen die Aufgabe ein bestehendes Turbinenmodell im Wasserbaulabor um eine Generatoreinheit zur Energieerzeugung zu erweitern und die manuelle Stelleinrichtung durch eine elektrische Regelungseinheit zu ersetzen. 

Weiterhin sollten weitere Ausbauschritte dieser Anlage inklusive einer vollautomatischen Steuerung,  die auf den jeweiligen Energiebedarf reagiert, geplant werden.

Im Rahmen dieser Aufgabe wurden folgende Leistungen von den Studierenden erbracht:

  • Aufstellung einer Ausführungsplanung der Anlage inklusive technischer Konzeption, hydraulischer und elektrotechnischer Berechnungen, CAD-Planunterlagen etc.
  • Kostenaufstellung der Anlagentechnik inklusive Produktrecherche
  • Erstellung eines Leistungsverzeichnisses
  • Beschaffung geeigneter Anlagenkomponenten und ggf. Anpassung an die Erfordernisse
  • Bauliche / Technische Umsetzung der  1. Planungsphase
  • Erstellung eines Sicherheitskonzeptes
  • Mediale Aufbereitung des Projekts durch einen Kurzfilm
  • Präsentation der hydraulischen Modells vor der Professoren- und Studentenschaft


Ein wesentliches Augenmerk des Projektes Projekts lag in der eigenständigen Organisation der Studierenden zur termingerechten Bearbeitung dieses komplexen Themenspektrums, das den Studierenden in weiten Teilen unbekannt war.


Kurzfilm zum Projekt


Betonkanuregatta 2017

„Studierende bringen Beton zum Schwimmen“

Bereits das 16. Mal fand die Betonkanuregatta statt - in diesem Jahr am Fühlinger See in Köln. Mehr als 1500 Studierende der Fachrichtungen Bauingenieurwesen und Architektur aus ganz Europa hatten zu diesem Ereignis ihr eigenes Betonkanu entworfen und erarbeitet, so auch Studierende des Studiengangs Bauingenieurwesen der HTWG Hochschule Konstanz. Es gab die zwei Teilnahmekategorien „Rennklasse“, in der Zweier-Kanadier aus Feinbeton entworfen und konstruiert wurden, welche dann in einem sportlichen Wettkampf im Wasser getestet wurden und die „offene Klasse“, in der der Spaßfaktor im Vordergrund steht: Hauptsache das Wasserfahrzeug ist aus Beton und schwimmt. An den Booten für die Rennklasse waren mehr als 20 Studierende der HTWG beteiligt und hatten zwei fünf Meter lange und etwa 100 Kilogramm schwere Kanus aus hochfestem Feinbeton gebaut und maßen sich mit diesen schweren, aber schnittigen Booten in den Kategorien Damen und Herren mit etwa 60 anderen Teams. Die Damen aus Konstanz schafften es in diesem, bis zur letzten Minute spannenden, Wettkampf bis in die Zwischenrunde und bewiesen so die „Seetauglichkeit“ ihres, in monatelanger Arbeit entstandenen Bootes.

Kurzfilm zum Projekt

Kurzfilm zum Projekt