Verfahrens- und Umwelttechnik

Am Morgen finden wir sie in der Zahnpasta und in der Kaffeetasse. Sie begleitet uns 'undercover' durch den Tag und steckt in so ziemlich allen Produkten, die uns umgeben – Verfahrens- und Umwelttechnik!

Labor für Chemische Verfahrenstechnik

Chemische Verfahrenstechnik: Vom Reagenzglas zum technischen Prozess - die Chemische Verfahrenstechnik überträgt chemische und physikalisch-chemische Stoffumwandlungen vom Labormaßstab in einen technischen Prozess.

Schwerpunkte:

  • Chemie
  • Chemische Reaktionstechnik
  • Physikalisch-Chemische Verfahren
     

Im Labor zur Chemischen Verfahrenstechnik werden Versuche zur chemischen Reaktionstechnik und zu physikalisch-chemischen Trennverfahren durchgeführt. Anhand von praxisnahen Projektierungsaufgaben lernen die Studierenden die Auslegung verschiedener physikalisch-chemischer Verfahren wie z.B. Umkehrosmose, Dialyse, Adsorption oder Ionenaustausch kennen. Weiterhin ist das Labor mit unterschiedlichen Laborreaktoren ausgestattet, mit denen in der Reaktionstechnik Versuche zur Dimensionierung von chemischen Reaktoren durchgeführt werden.

Industrieabwasserreinigung: Die Studierenden lernen die vielfältigen Kombinationen von mechanischen, chemischen, biologischen und thermischen Verfahren zur Reinigung von Industrieabwasser kennen. In praxisnahen Aufgabenstellungen werden den Studierenden grundlegende Erfahrungen bei der Auswahl und Auslegung von Abwasserreinigungsverfahren vermittelt. Zur Beurteilung der Qualität der Abwasserreinigung stehen verschiedene Analysemethoden zur Verfügung.

Laborveranstaltungen für Studierende

  • Labor Verfahrens- und Umwelttechnik 1 (VUB 1)
  • Labor Chemie 1 (VUB 1)
  • Labor Chemie 2 und Umweltanaltik (VUB 3)
  • Labor Chemische Verfahrenstechnik (VUB 4)
  • Labor Industrieabwasserreinigung (VUB 6)
  • Vorlesung Chemische Reaktionstechnik (UVT Master 1)
  • Labor Chemische Reaktionstechnik (UVT Master 1)

Laborversuche

Fällung/Ionenaustausch:

Schwermetalle können durch eine Fällung oder durch einen Ionenaustauscher aus dem Abwasser entfernt werden. Mittels verschiedenener Analysemethoden wird die Reinigungsleistung der beiden Verfahren miteinander verglichen.

Biologische Abwasserreinigung:

Die biologische Abwasserreinigung basiert auf der Stoffwechselaktivität von Mikroorganismen. Um eine bestmögliche Reinigung des Abwassers zu erzielen, müssen für diese Mikroorganismen optimale Bedingungen geschaffen werden.

In einem Labor-Bioreaktor werden die Wachstumsphasen der Mikroorganismen untersucht und die maximale Wachstumsgeschwindigkeit bestimmt.

Umkehrosmose:

Durch Umkehrosmose kann Meerwasser entsalzt und Trinkwasser gewonnen werden. Mit Hilfe einer Testanlage werden die Parameter einer Umkehrosmose-Membran bestimmt und eine großtechnische Anlage zur Meerwasserentsalzung ausgelegt.

Reaktorauslegung:

Für die Dimensionierung von Chemie-Reaktoren müssen die Reaktionsgeschwindigkeiten bekannt sein. Bei diesem Versuch wird die Reaktionsgeschwindigkeit einer Reaktion mit einem Labor-Reaktor ermittelt und an Hand dieser Daten ein industrieller Rührkessel-Reaktor dimensioniert.

Adsorption:

Abwasser kann durch die Adsorption der Schadstoffe an Aktivkohle gereinigt werden. Für die Auswahl einer geeigneten Aktivkohle werden so genannte Isothermen bestimmt und miteinander verglichen. Mit Hilfe der gewonnen Daten wird anschließend ein Adsorber zur Reinigung von Deponiesickerwasser ausgelegt.