Architektur

Bachelor und Master

Dekoratives grafisches Element

Bachelor 6 Thesen

Prof. Stefan Krötsch
Prof. Friederike Kluge

In diesem Semester beschäftigen wir uns mit Hochbunkern, d.h. oberirdischen Bauwerken, die die Bevölkerung vor äußeren Einflüssen schützen sollten oder als Festigung der militärische Stellung dienten. Sie entstanden in Deutschland vor allem vor und während des Zweiten Weltkriegs und weisen massive Wandstärken, meist aus Stahlbeton auf. Bis heute prägen sie das Stadtbild vieler deutscher Städte, nicht zuletzt auch deswegen, weil an einigen Orten Versuche misslangen, diese Bauwerke zu sprengen. Die Zukunft der Bunker ist vielerorts ungeklärt. Durch die fehlenden oder sehr kleinen Fensteröffnungen ist die Weiterverwendung der Bunkerbauten nicht einfach oder mit sehr grossem Aufwand verbunden. Daher wird oftmals vergeblich nach einer neuen Verwendung gesucht. Auch ist es auch ein Anliegen der Denkmalpflege, historische Bunker als Geschichtszeugnisse möglichst zu erhalten. Ziel des Projekt 5 / der Bachelor 6 Thesis ist es, vier Hochbunkern in Mannheim eine neue Nutzung zuzuweisen und durch Um-, An- oder Rückbau nutzbar zu machen.

 

Katharina Raabe - Der Tropen Bunker

Maximilian Stemmler - Treffpunkt Bunker – Schönau

Ziel des neuen Gebäudes ist es, einen Ort zu schaffen, der die Bewohner Schönaus dazu einlädt sich zu treffen und gemeinsam ihre Freizeit und den Sport zu genießen. Gleichzeitig soll er als neuer Mittelpunkt, für öffentliche Veranstaltungen, fungieren. Der dreigeschossige Bunker wird dazu durch ein zurückversetztes Zwischengeschoss und einen zweigeschossigen Aufbau ergänzt. Im Bestandsbunker befindet sich ein Squash-Center und eine Saunalandschaft. Das öffentliche Zwischengeschoss beinhaltet ein Restaurant, sowie zwei öffentliche Bereiche. Darauf wird ein gläserner Veranstaltungssaal gesetzt.

Tobias Baumann - High dive center

Mit dem High Dive Center kommt das Taucherlebnis direkt vor die Haustür. Der Bunker, dessen massiven Außenwände für die Aufnahme des Wasserdrucks dienen, wird als großes Tauchbecken genutzt. Die Erschließung, die technische Versorgung, sowie der Aufbau folgen dem Prinzip der Tauchausrüstung und des Beobachtens und sind im hinteren Teil bzw. um das Einstiegsloch herum organisiert, um den “freien Blick” auf den Vorplatz zu kreieren. Blickachsen, Verglasungen und Galerien bereiten Tauchschüler auf die Unterwasserwelt vor und trainieren unterbewusst, womit die Architektur selbst zum Lehrer wird.