Beratung

Sie haben Fragen rund ums Studium? Sie fühlen sich im Studium verunsichert und wünschen sich eine Beratung? Wir begleiten Sie mit unseren Beratungsangeboten vertraulich und kompetent durch Ihr Studium.

Studieren mit Behinderungen und/oder chronischen Krankheiten

Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten haben das Recht auf einen diskriminierungsfreien und gleichberechtigten Zugang zur Hochschulbildung. Individuelle Fragen zum Studium und zum Umgang mit den eigenen Beeinträchtigungen können am besten im persönlichen Gespräch geklärt werden.

An der Hochschule Konstanz steht Ihnen die


für persönliche und vertrauliche Gespräche bereit. Bei Bedarf werden weitere Informations- und Unterstützungsangebote vermittelt. Bitte vereinbaren Sie einen persönlichen Termin, auch eine telefonische Beratung ist möglich.

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Unterstützung bei Studienfinanzierungs- und Finanzierungsbeihilfefragen
Bei Fragen zum Wohnen, zur Studienfinanzierung oder zu Finanzierungsbeihilfen berät Sie die Sozialberatung des Seezeit Studierendenwerks Bodensee.

Wohnen für Studierende mit Beeinträchtigungen

Im Jan-Hus-Haus , einem Studentenwohnheim des Studierendenwerkes Seezeit in der Rheingutstraße, sind insgesamt sieben behindertengerechte Einzelappartements eingerichtet. Auch im Studentenwohnheim Petershauser Bahnhof gibt es eine barrierfreie und rollstuhlgerechte Wohngemeinschaft.

  • Bewerbung

    Im Bewerbungsverfahren gibt es einzelne Regelungen, die es zulassen, individuelle Besonderheiten des Einzelnen zu berücksichtigen und somit einen Nachteilsausgleich bei der
    Zulassung zu ermöglichen. Entsprechende Anträge müssen mit dem Antrag auf Zulassung innerhalb der Bewerbungsfrist eingehen. Um ungerechtfertigte Bevorzugungen zu vermeiden, sind alle Anträge durch entsprechende Nachweise zu belegen.

    Härtefallregelung

    In bestimmten Ausnahmefällen können Bewerber/innen  einen sogenannten „Härteantrag“stellen, um sofort zum Studium zugelassen zu werden. Die amtlich ausgewiesene Schwerbehinderung allein ist für die Anerkennung eines Härtefalls nicht ausreichend. Eine außergewöhnliche Härte liegt nur vor, wenn außergewöhnliche soziale oder familiäre Gründe in der Person des Bewerbers/ der Bewerberin die sofortige Aufnahme des Studiums zwingend erfordern. Ein Grund für eine sofortige Zulassung ist beispielsweise, wenn es für Sie durch eine Krankheit mit Tendenz zur Verschlimmerung nicht möglich ist, in Zukunft die Belastungen eines Studiums durchzustehen und eine Nichtzulassung eine unzumutbare Härte darstellen würde. In einem fachärztlichen Gutachten muss der gesundheitliche Zustand ausführlich dargestellt werden. Das Gutachten soll Aussage über Entstehung, Schwere, Verlauf und Behandlungsmöglichkeiten der Erkrankung sowie eine Prognose über den weiteren Krankheitsverlauf enthalten.

    Verbesserung der Wartezeit

    Als Wartezeit wird die Zeit bezeichnet, die zwischen dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung und dem Beginn des Studiums vergeht. Sie dürfen in diesem Zeitraum nicht an
    einer deutschen Hochschule eingeschrieben gewesen sein. Einen Antrag auf Verbesserung der Wartezeit können Sie stellen, wenn auf Grund von Krankheit die Hochschulzugangsberechtigung zu einem späteren Zeitpunkt erbracht wurde und Sie infolgedessen weniger Wartesemester vorweisen können. 

     

  • Nachteilsausgleich im Studium

    Wer kann Nachteilsausgleiche beantragen?

    Studierende mit Behinderungen und/oder chronischen Krankheiten haben ein Recht darauf, chancengleich studieren zu können. Dazu müssen individuell und situationsbezogen Benachteiligungen im Studium ausgeglichen werden, die durch eine Behinderung bedingt sind. Man spricht von Nachteilsausgleichen. Nachteilsausgleiche sind keine „Vergünstigungen“.

    Ein Anspruch auf Nachteilsausgleich begründet sich durch

    1. das Vorliegen einer beglaubigten gesundheitlichen Beeinträchtigung oder amtlich festgestellten Behin­derung und
    2. den Nachweis, wie sich die Beeinträchtigung bzw. Behinderung im Studium auswirkt.

    Wie kann ein individueller Nachteilsausgleich aussehen?

    Die folgende Übersicht benennt wichtige Beispiele für Nachteilsausgleiche mit möglichen und bewährten Maßnahmen. Sie gibt Orientierung, ist jedoch nicht abschließend aber auch nicht bindend. Beispiele für Nachteilsausgleiche bei Prüfungsleistungen:

    • Verlängerung der Bearbeitungszeit bei Prüfungen, Hausarbeiten oder Abschlussarbeiten (z.B. bei Legasthenie, motorischen Einschränkungen, krankheitsbedingten Konzentrationsverlusten, ADS, Asperger Syndrom)
    • Erholungspausen bei Prüfungen (z. B. bei Sehbeeinträchtigungen, Einnahme von konzentrationsbeeinträchtigenden Medikamenten)
    • eigener Bearbeitungsraum bei Prüfungen (z. B. bei krankheitsbedingten Konzentrationsstörungen, Asperger Syndrom
    • Aufteilung von Prüfungsleistungen in Teilleistungen
    • Personelle oder technische Unterstützung bei Prüfungen (z. B. Gebärdensprachendolmetscher_innen)
    • Ersatz einer Prüfungsform durch eine andere (z. B. mündlich statt schriftlich, Einzel- statt Gruppenprüfung, Hausarbeit statt Referat)


    Beispiele für Nachteilsausgleiche im Studienverlauf:

    • Ton- und Videomitschnitte der Lehrveranstaltung
    • Ersatz obligatorischer Präsenzzeiten (z. B. bei chronischen Erkrankungen)
    • Vorlesungsskripte und Handouts zur Vor- und Nachbereitung
    • Modifikation von Praktika


    WICHTIG: Notwendigkeit und Gestaltungsmöglichkeiten von Nachteilsausgleichen können bei gleicher Beeinträchtigung sehr unterschiedlich ausfallen. Es ist nicht möglich, verbindliche Vorgaben für Nachteilsausgleiche zu geben. Die Nachteilsausgleiche müssen immer individuell und situationsbezogen verabredet werden. Der Einzelfall ist entscheidend. Die kompensierenden Maßnahmen müssen erforderlich und geeignet sein, den Nachteil auszugleichen

    Wie beantrage ich einen Nachteilsausgleich?

    Studierende, die Nachteilsausgleiche in Prüfungssituationen benötigen, sollten sich rechtzeitig vor der Prüfung mit dem zuständigen Prüfungsausschuss, dem Prüfer oder der Prüferin in Verbindung setzen, um die Formalitäten zu klären. Neben dem Nachweis der länger andauernden gesundheitlichen Beeinträch­tigung müssen Studierende darlegen, wo und in welcher Weise sich die Durchführung des Studiums und/oder der Prüfungen infolge ihrer Beeinträchtigung oder Behinderung erschwert und sich dadurch Benachteiligungen gegenüber Mitstudierenden ergeben. Selbstverständlich können Sie sich zuvor individuell und vertraulich bei der Zentrale Studienberatung beraten lassen.

    Nicht alle studienrelevanten Auswirkungen einer gesundheitlichen Beeinträchtigung können durch Nachteilsausgleiche kompensiert werden. Studierende müssen grund­sätzlich in der Lage sein, die in den jeweiligen Prüfungsordnungen geforderten Kom­petenzen zu erwerben und diese Kenntnisse durch Prüfungen nachzuweisen. Die Form und Bedingungen des Erwerbs dieser Fähigkeiten sowie der Leistungsnachweise können unter bestimmten Voraussetzungen modifiziert werden, die Leistungsziele selbst sind dagegen zu erfüllen.

  • Individueller Studienplan

    Zur Berücksichtigung der besonderen Belange und Bedürfnisse von Studierenden mit Behinderungen oder chronischer Erkrankung oder länger andauernder oder ständiger gesundheitlicher Beschwerden oder Studierenden in einer vorübergehenden außergewöhnlichen Studiensituation mit besonderer Härte, die den erfolgreichen Studienabschluss unmittelbar gefährdet
    kann auf Antrag des/der Studierenden an den/die Studiendekan/in oder den/die Prüfungsausschussvorsitzende/n des jeweiligen Studienganges ein verbindlicher individueller Studienplan aufgestellt und vereinbart werden (siehe § 3 Abs. 5a SPOBa).

    Genauere Informationen und Antrag finden Sie hier.

Hilfreiche Links und weiterführende Informationen

  • Das Handbuch "Studium und Behinderung"  des Deutschen Studentenwerks gibt Auskunft über die Organisation des Studienalltags, über die Studienfinanzierung und Möglichkeiten des Nachteilsausgleichs
  • Der Ratgeber für Menschen mit Behinderungen gibt umfassend Auskunft über alle Leistungen und Hilfestellungen, auf die Menschen mit Behinderung Anspruch haben, von der Vorsorge und Früherkennung über die Schul- und Berufsausbildung und Berufsförderung bis zu steuerlichen Erleichterungen. In Auszügen sind auch die entsprechenden Gesetzestexte enthalten
  • Darüber hinaus hat das Deutsche Studentenwerk eine sehr ausführliche Online-Bibliothek zusammengestellt. Hier sind Leitfäden, Informationsschriften und vieles mehr zusammengetragen.
  • Der Gemeinsame Bundesausschuss hat 2008 eine Richtlinie festgelegt, in der definiert wird, wer als chronisch krank gilt
  • Beate Bergé
  • Prof. Dr. Beate Bergé

    Vizepräsidentin Lehre und Qualitätssicherung

  • Raum M 305
    +49 7531 206-652
    berge@htwg-konstanz.de

  • Vera Maier-Tragmann
  • Vera Maier-Tragmann

    Koordination Gleichstellung und Diversity

  • Raum G 032
    +49 7531 206-726
    vmaier@htwg-konstanz.de


  • Sprechzeiten

    nach Vereinbarung

  • Alina Wolf
  • Dipl.-Hdl. Alina Wolf

    Studienberaterin, personenzentriert-systemischer Coach (GwG)

  • Raum A 023
    +49 7531 206-105
    alina.wolf@htwg-konstanz.de


  • Sprechzeiten

    Offene Sprechstunde: Mo. und Do. 09:00-12:00 Uhr und nach Vereinbarung