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Eine alte Fabrikantenvilla

Im Jahr 1812 übernahmen die aus dem schweizerischen Aargau stammenden Textilfabrikanten Gabriel und Ludwig Herosé eine in Konkurs gegangene, direkt am Seeufer gelegene Textilfärberei. Die zweite Generation der Familie baute 1863 neben der Fabrik die repräsentative „Villa Rheinburg“ mit eigenem Hafen, Kutschenremise und Landschaftspark. Bis 1923 lebte der letzte Firmenchef der Familie, Viktor Herosé, mit seiner Frau Augusta, einer gefürchteten Patronin, in diesem Haus. Später nutzte das Unternehmen die Villa als Wohnhaus für ihre Direktoren. Der Textilbetrieb wurde in den 1990er Jahren aufgelöst. Während des Zweiten Weltkriegs zog die Schutzpolizei in die Villa, gefolgt von der Städtischen Wohnbaugesellschaft, die 2005 auszog.

Zauber der Vergangenheit und moderner Tagen

Die alte Fabrikantenvilla wurde baulich kaum verändert, die herausragende Qualität geschützt: Im Herosé-Salon mit originalgetreu erhaltenen Mahagoni-Schiebetüren und Stuckdecken, im gediegenen „Tresor-Zimmer“, im Jugendstil-Gartensaal von 1904 und in den Tagungsräumen mit den alten Parkettböden atmet die Geschichte. Die Terrasse mit Blick über den See wird von Tagungsgästen scherzhaft als „schönster Pausenplatz der Welt“ bezeichnet. Doch im historischen Gehäuse bietet moderne Tagungstechnik, alles was Unternehmen und Institutionen zu konzentrierter Arbeit brauchen.