Bodenseezentrum Innovation 4.0

Das Bodenseezentrum Innovation 4.0 (BZI 4.0) ist die zentrale Anlaufstelle zum Thema Digitalisierung im Mittelstand. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass die Vierländerregion auch in Zukunft zu den wirtschaftsstärksten Regionen Europas gehört.

IBH-Lab KMUdigital

Auf Initiative der Internationalen Bodensee-Hochschule IBH und der Internationalen Bodensee Konferenz (IBK) wurden IBH-Labs ins Leben gerufen. Hierbei handelt es sich um Forschungs- und Innovationsnetzwerke von Hochschulen und Praxispartnern aus Wirtschaft und Gesellschaft. Sie leisten einen nachhaltigen Beitrag zur Förderung des Wissens-, Innovations- und Technologietransfers und damit zur Standortattraktivität der Bodenseeregion. Die Förderung der IBH-Labs erfolgt aus Mitteln des Interreg V-Programms Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein.

Die thematische Ausrichtung der IBH-Labs orientiert sich an regional relevanten Themen und den Entwicklungspotenzialen der Bodenseeregion. Die IBH-Mitgliedshochschulen starteten 2017 mit Praxispartnern folgende IBH-Labs:

  • IBH Living Lab Active an Assisted Living
  • IBH-Lab KMUdigital
  • IBH-Lab Seamless Learning

Für weitere Informationen: kmudigital@htwg-konstanz.de

Der Lead für das IBH-Lab KMUdigital liegt bei der HTWG Konstanz. Das operative Management übernimmt dabei das Bodenseezentrum Innovation 4.0.


Das IBH-Lab KMUdigital unterstützt klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) in der Bodenseeregion bei der Bewältigung, Umsetzung und Implementierung der rasant fortschreitenden industriellen Digitalisierung.

Sieben Konsortialpartner aus drei Ländern erarbeiten dafür anwendungsorientierte Antworten auf die Fragen:

  • Wieviel Digitalisierung muss in den Mittelstand?
  • Wieviel Digitalisierung passt in den Mittelstand?
     

Zur Beantwortung dieser Fragen wird ein interdisziplinärer Ansatz angestrebt: Technische Überlegungen sind zwar notwendig, aber nicht ausreichend. Vielmehr geht es um die technologische Gestaltung, Integration und Optimierung von einerseits unternehmensinternen Organisationsstrukturen, -prozessen und Kompetenzen sowie andererseits unternehmensübergreifenden Geschäftsprozessen zusammen mit Kunden, Lieferanten und Partnern sowie die Entwicklung von Smart Products, welche aktiv in die Prozessteuerung integriert sind und technologiegestützte Dienstleistungen zur Umsetzung innovativer Geschäftsmodelle ermöglichen. Genau so wie die Digitalisierung in der Praxis eine übergreifende Herausforderung ist, ist auch eine disziplinenübergreifende Bearbeitung aus wissenschaftlicher Perspektive essentiell.

Langfristig wird durch den Technologie- und Know-how-Transfer die internationale Bodenseeregion als einer der wettbewerbsfähigsten und dynamischsten Wirtschaftsräume Europas gesichert.

Auf Basis der bestehenden Förderungen können bis zu sechs Einzelprojekte im Rahmen des IBH-Labs KMUdigital durchgeführt werden.

Vorstellung der Einzelprojekte:

  • Projektstart: Januar 2017

  • Projektstart: Januar 2018

  • Digitale Agenda Bodensee (DAB)

    Wie können die Rahmenbedingungen für KMU verbessert werden?


    Die Digitalisierung wirkt sich sowohl auf organisatorische Bereiche, wie Investitionsvolumina, Personalqualifizierung, Gewinnung von Fachkräften und Organisationsstrukturen aus, als auch auf die Unternehmensumwelt, wie politische, rechtliche, infrastrukturelle und kompetenzfördernde Rahmenbedingungen.

    In dem Projekt DAB wird in einer ersten Phase untersucht, welche politischen, rechtlichen, infrastrukturellen und kompetenzfördernden Rahmenbedingungen innerhalb der IBH-Länder, als auch grenzüberschreitend in der gesamten Bodenseeregion, aktiv gestaltet werden können, um die Digitalisierung zu unterstützen. Die Ergebnisse werden in einem Grünbuch festgehalten.

    In einer zweiten Phase wird auf Basis des Grünbuchs mit Stakeholdern (KMU, Interessensverbänden, Politik, Verwaltung und Wissenschaft) ein Weißbuch mit Handlungsoptionen und Lösungswegen erstellt.

  • Nutzenbasierter Digitalisierungsnavigator (DigiNav)

    Wie können KMU ihre Digitalisierungsstrategie selbst entwickeln?
     

    Die Digitalisierung wirkt sich sowohl auf organisatorische Bereiche, wie Investitionsvolumina, Personalqualifizierung, Gewinnung von Fachkräften und Organisationsstrukturen aus, als auch auf die Unternehmensumwelt, wie politische, rechtliche, infrastrukturelle und kompetenzfördernde Rahmenbedingungen. Innerhalb des Projektes DigiNav wird ein Vorgehen für die systematische Erhebung, Analyse, Priorisierung und Umsetzung der Digitalisierungspotenziale in KMU entwickelt. Im Fokus stehen der betriebswirtschaftliche Nutzen sowie der ganzheitliche Beitrag zum Geschäftserfolg.

    Ergebnis des Projektes wird ein Navigator mit einer Situationsanalyse, Potenzialanalyse sowie Bewertung unter den Gesichtspunkten Kosten, Nutzen, Risiken, technologischer Machbarkeit, Wettbewerb und soziale Auswirkungen sein, anhand derer Unternehmen praktische Handlungsempfehlungen ableiten können.

  • Internationale Musterfabrik Industrie 4.0 (i4Production)

    Wie können KMU ihre Produktion zukunftssicher, effizient und produktiv gestalten?
     

    Ziel ist die Entwicklung und Simulation einer international vernetzen Prozesslandkarte 4.0 auf Basis dreier Modellfabriken in drei Ländern.
    In einem gemeinsamen, standardisierten Automatisierungskonzept wird in der international vernetzten Modellfabrik ein cyber-physisches System (CPS) in Form eines kundenindividualisierten Modellfahrzeuges produziert, das durch den Kunden in diversen Varianten zusammengestellt oder individuell konstruiert werden kann.

    Elektronische Komponenten werden an der NTB in Buchs produziert, die Produktion mechanischer Komponenten sowie die kundenindividuelle Konstruktion erfolgen an der FH Vorarlberg und ebenfalls an der NTB. Die Zulieferteile werden in der Produktionsstraße der HTWG Konstanz endmontiert. RhySearch berät Unternehmen bei der Implementierung von Lösung.

    Die digitale Prozesskette soll bei Vertretern regionaler KMU ein Verständnis für die sich ergebenden Chancen und Risiken wecken. Auf Wunsch werden die KMU bei der Umsetzung wissenschaftlich begleitet und gefördert.

  • Data Science (Data4KMU)

    Mit welchen konkreten Modellen können KMU einen Mehrwert aus ihren Kundendaten generieren?
     

    Die Generierung von Mehrwert aus Daten stellt eine Schlüsseltechnologie für das Design, die Entwicklung und den Betrieb von Produkten und Dienstleistungen dar. Produkte werden intelligent und deren Anwender bleiben nach der Auslieferung in einer kontinuierlichen Verbindung mit dem Hersteller. Damit verschiebt sich der Fokus vom Einmalverkauf eines Produktes hin zur Erbringung eines fortlaufenden Services, wodurch Unternehmen kontinuierliche Ertragsströme generieren und Kunden an sich binden können. Gerade KMU stellt dies jedoch vor eine große Herausforderung, da sie oft nicht über die erforderlichen organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen wie Großunternehmen verfügen.  

    An diesem Punkt setzt das Projekt Data4KMU an:
    KMU aus der Bodenseeregion sollen einfach anwendbare Data Science Instrumente für den direkten Einsatz in Produkten, Services und den damit verbundenen Geschäftsprozessen erhalten. So werden sie befähigt, eine aktive Rolle in den sich neu herausbildenden  Ecosystemen einzunehmen, um sich im Wettbewerb mit Großunternehmen zu behaupten.

  • Digital Transformation Guide (DigiTraG)

    Wie können KMU ihr Kerngeschäft optimieren und gleichzeitig zukunftsfähige Innovationen umsetzen?
     

    Der Digital Transformation Guide soll KMU ermöglichen, Chancen und Gefahren, die im Zuge der Digitalisierung auf sie zukommen, zu erkennen und selbst proaktiv anzugehen. Im Fokus steht dabei eine organisationale Ambidextrie, d.h. die Fähigkeit von Unternehmen, ihr Kerngeschäft effizient zu optimieren (Exploitation) und gleichzeitig zukunftsfähige Innovationen umzusetzen (Exploration).

    Hierzu werden interne Startup-ähnliche Innovationsteams mit digitaler Kompetenz aufgebaut. Die Digital Innovation Teams tragen dazu bei, nach und nach die gesamte Organisation über digitale Innovationen zu transformieren. Entsprechende Tools sowie Case Studies werden innerhalb des Projektes aufbereitet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

  • Digitale Landwirtschaft Bodensee (DigiLand)

    Wie kann die Digitalisierung entlang der gesamten landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette umgesetzt werden?
     

    Ziel ist die Schaffung eines Wettbewerbsvorsprungs der Landwirtschaft in der Bodenseeregion. Dabei sollen entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette landwirtschaftlichen Betrieben, Händlern und kleinen regionalen Technologie- sowie Beratungsfirmen die effektive Gestaltung und Durchführung der Digitalisierung ermöglicht werden.

    Hierfür werden Referenzprozesse (Blueprints) und Organisationsmodelle anhand der Anwendungsdomäne Obstbau in der Bodenseeregion erarbeitet und in Form eines digitalen Organisationshandbuches sowie über eine Online-Plattform zur Verfügung gestellt. Die Prozessmodelle können von Betrieben unterschiedlichster technologischer Grundausstattung und Vorkenntnisse adaptiert und schnell umgesetzt werden. Ebenso ist der Aufbau eines Innovationsnetzwerkes „Digitalisierung der Landwirtschaft“ in der Bodenseeregion ein Ziel des Projektes.

Unsere Projektpartner

  • DHBW Ravensburg

    Duale Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg
    Marienplatz 2
    88212 Ravensburg, Deutschland

    zur Website der DHBW Ravensburg

  • RhySearch

    Das Forschungs- und Innovationszentrum Rheintal
    Werdenbergstrasse 4
    9471 Buchs, Schweiz

    zur Website von RhySearch

  • PHTG

    Pädagogische Hochschule Thurgau
    Unterer Schulweg 3
    8280 Kreuzlingen, Schweiz

    zur Website der PHTG

  • FH Vorarlberg

    Campus V
    Hochschulstraße 1
    6850 Dornbirn, Österreich

    zur Website der FH Vorarlberg

  • HTWG Konstanz

    Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung
    Alfred-Wachtel-Straße 8
    78462 Konstanz, Deutschland

    zur Startseite der HTWG Konstanz

  • NTB Buchs

    Interstaatliche Hochschule für Technik Buchs
    Werdenbergstrasse 4
    9496 Buchs, Schweiz

    zur Website der NTB Buchs

  • FHS St. Gallen

    Hochschule für Angewandte Wissenschaften
    Rosenbergstrasse 59
    9001 St. Gallen, Schweiz

    zur Website der FHS St.Gallen

  • ZU

    Zeppelin Universität
    Am Seemoser Horn 20
    88045 Friedrichshafen, Deutschland

    zur Website der ZU

  • ZHAW

    Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
    Gertrudstrasse 15
    8401 Winterthur, Schweiz

    zur Website der ZHAW

  • Universität St.Gallen

    Dufourstrasse 50
    9000 St. Gallen, Schweiz

    zur Website der Universität St.Gallen

  • Partner werden

    Werden sie mit Ihrem mittelständischen Unternehmen Partner des IBH-Labs KMUdigital. Prägen Sie mit Ihrer Kompetenz, Ihren Anregungen oder der Bereitstellung einer realen Testumgebung ausgewählte Einzelprojekte und partizipieren sie von den Ergebnissen.

    Kontaktieren sie uns unverbindlich für nähere Informationen.


Förderung im Rahmen des Interreg V-Programms Alpenrhein – Bodensee – Hochrhein aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie Bundesmitteln und kantonalen Mitteln der Schweiz.