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Alle sind Erstsemester

384 Erstsemester haben ihr Studium an der HTWG begonnen. Doch eigentlich sind in diesem Semester alle 4818 Studierenden der Hochschule „Erstis“. Denn das Sommersemester 2020 ist für alle anders als die vorangegangenen.

Aufgrund der nach wie vor geltenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens wird der Lehrbetrieb bis auf weiteres ausschließlich in digitaler Form stattfinden. Es werden zunächst keine Präsenzveranstaltungen auf dem Campus der HTWG stattfinden. Die Hochschule ist für den Besucherverkehr geschlossen. „Wir haben mit Hochdruck an einer schnellen Digitalisierung unserer Lehre gearbeitet und sind gut aufgestellt. Da eine unserer großen Stärken in der sehr intensiven persönlichen Betreuung unserer Studierenden liegt, hoffen wir natürlich dennoch, im Laufe des Semesters zum Präsenzbetrieb zurückkehren zu können”, sagt Prof. Dr. Oliver Haase, Erster Stellvertreter des Präsidenten und Vizepräsident Forschung und Transfer.

Die Umstellung auf Online-Lehre erfordert von Lehrenden und Studierenden ein hohes Maß an Flexibilität und Engagement. Die Mitarbeitenden des Rechenzentrums haben innerhalb kurzer Zeit die Kapazitäten der technischen Infrastruktur massiv ausgebaut. Der Einsatz der Lehrenden, Mitarbeitenden und Studierenden ist groß, mit Kreativität ungewöhnliche Lösungen für ungewöhnliche Situationen zu finden. Da auch für die Studierenden die Kontaktbeschränkungen gelten und somit keine Treffen für Lerngruppen möglich sind, wurde zum Beispiel die Idee eines Studenten aufgegriffen, einen digitalen Studi-Lernraum zu schaffen, in denen sich die Studierenden semesterübergreifend und über die Fakultäten hinweg austauschen können. „Noch vor Vorlesungsbeginn haben sich wenige Stunden nach der Öffnung 360 Studierende registriert“, sagt Kathrin Pallasch, Leiterin der Zentralen Studienberatung, die die Initiative des Studenten zur Einrichtung des digitalen Lernraums aufgenommen und die Umsetzung begleitet hat.

Die gegenwärtige Situation stellt insbesondere die Hochschule für angewandte Wissenschaften mit ihrem hohen Praxisanteil vor Herausforderungen. Die durch die Corona-Pandemie gegebenen Rahmenbedingungen schaffen auch Herausforderungen im Studienverlauf. Manche Studierenden, die ihr Praxissemester in einem Unternehmen absolvieren wollten, wurden ins Homeoffice geschickt oder haben das Praxissemester abbrechen müssen. Sie können nun ein Semester an der Hochschule vorziehen und das Praxissemester nachholen. Auch Studierende, die ihr Auslandssemester nicht antreten konnten, studieren nun an der HTWG weiter.
Öffentliche Veranstaltungen im Rahmen des Studium generale wurden abgesagt. Gasthörer jedoch können an den E-Learning-Angeboten teilnehmen, sodass ein Gasthörerstudium auch in dieser besonderen Situation möglich ist.

Neue Formate der Studienberatung für Studieninteressierte
Einige Veranstaltungen, die bei der Orientierung vor der Studienwahl helfen sollten, wurden abgesagt. Die Mitarbeiterinnen der Zentralen Studienberatung sind jedoch weiterhin online und telefonisch erreichbar. Studieninteressierten steht zudem ein Video-Workshop zur Studienwahl mit praktischen Übungen zur Verfügung, in dem sie sich intensiv mit ihren Interessen, Fähigkeiten und Werten beschäftigen können und so ein Werkzeug an die Hand bekommen, das bei der Studienorientierung helfen soll.

Begrüßung auf andere Art: Traditionell werden die Erstsemester an der HTWG in der Aula begrüßt. Zum Start dieses Sommersemesters sendeten die Präsidiumsmitglieder einen Video-Willkommensgruß an die Studierenden aus der leeren Aula (von links): Prof. Dr. Oliver Haase, Erster Stellvertreter des Präsidenten, Vizepräsident Forschung und Transfer, Prof. Dr Beate Bergé, Vizepräsidentin Lehre und Qualitätssicherung, Manfred Schnell, Stellvertretender Kanzler. Das Video ist abrufbar auf Youtube.